Frau Ada denkt Unerhörtes (Drama)

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© Rheinisches Landestheater Neuss
Frau Ada denkt Unerhörtes. Plakat.

Frau Ada denkt Unerhörtes ist ein biografisches Theaterstück von Martina Clavadetscher über Ada Lovelace, Visionärin des Digitalzeitalters.

Handlung

  • Im 19. Jahrhundert erhält Ada Lovelace eine strenge Erziehung und wird auf den Heiratsmarkt vorbereitet. Ihre Fantasie soll indes mit Mathematikunterricht gezügelt werden. Der Plan funktioniert so halb. Tatsächlich entwickelt sich Ada zu einer Visionärin, die in den Arbeiten von Charles Babbage ein unerhörtes Potenzial erkennt: Dessen Theorie zur Analytischen Maschine könnte erweitert werden, wodurch sie Symbole in Handlungen übersetzt. Doch die Zeit ist nicht reif für die erste Programmiererin der Welt. Dennoch: Ihre Visionen setzen sich durch, die Entwicklung vom ersten Computer zur Künstlichen Intelligenz ist rasend und so sehen sich in der Gegenwart Forscher*innen mit einem menschlichen Roboter namens Ada konfrontiert, der den Menschen deutlich überlegen ist und sich zudem ständig optimiert. Klug spannt Martina Clavadetscher einen Bogen von der Auflehnung gegen das Patriarchat hin zur Übermacht einer Künstlichen Intelligenz und stellt auf diese Weise grundsätzlich die Funktionsweisen von Herrschaftssystemen infrage.[1]
  • Die hochbegabte Ada soll gefälligst stillliegen, lautet die Anweisung der strengen Mutter. So will diese erreichen, dass das vor Fantasie und Leidenschaften übersprühende Mädchen tunlichst nicht nach ihrem leichtlebigen Vater kommt. Ada liebt vor allem die Mathematik – im 19. Jahrhundert allerdings unpassend für ein Mädchen. Aber: Ada erweist sich auf diesem Gebiet als äußerst begabt und innovativ. Als der Mathematikprofessor Charles Babbage sie auf einer Soirée kennenlernt, macht er sie weitsichtig zu seiner Mitforscherin an seiner »Analytischen Maschine«, einem Vorläufer des Computers. Ada erkennt schnell deren unglaubliche Möglichkeiten. Mit unermüdlichem Eifer hält sie ihre bahnbrechenden Gedanken und Visionen dazu fest, denn eine schwere Erkrankung gibt ihr nicht mehr viel Zeit. Und kann der Geist nicht auf diese Weise seine sterbliche Hülle überdauern?
»Frau Ada denkt Unerhörtes« erzählt mit Mitteln des Schauspiels und des Puppentheaters die faszinierende Lebensgeschichte der englischen Mathematikerin Ada Lovelace, die heute als erste Programmiererin der Welt gilt. Dabei gelingt es nahezu beiläufig, gleichermaßen kluge wie brisante Fragen nach dem Verhältnis von Mensch und Maschine zu stellen.
»Vorausgesetzt, dass beispielsweise die grundlegenden Beziehungen von gestimmten Klängen in der Wissenschaft der Harmonie und der musikalischen Komposition für solche Ausdrucksformen und Anpassungen geeignet wären, könnte die Maschine aufwändige und wissenschaftliche Musikstücke von beliebiger Komplexität und Umfang komponieren.«
Komponierende Computer – heute möglich, von Ada Lovelace 1843 vorhergesagt.[2]

Inszenierung Rheinisches Landestheater Neuss

Besetzung

  • Inszenierung: Thomas Goritzki
  • Bühne und Kostüme: Heiko Mönnich
  • Dramaturgie: Olivier Garofalo
  • Regieassistenz/Inspizienz: Leonie Stäblein
  • TheaterAktiv: Felix Herfs
  • Soufflage: Veronika Schepping
  • Regieassistenz/Inspizienz: Pia Nüchterlein
  • Regiehospitanz: Frieda Küppers
  • Ada: Juliane Pempelfort
  • Mutter: Antonia Schirmeister
  • Sie Puppe: Anton Löwe
  • Er Puppe: Simon Rußig
  • Es: Juliane Pempelfort
  • Keller: Antonia Schirmeister
  • Holzhäuser: Simon Rußig
  • Baumgartner: Anton Löwe
  • Kriegsmaschine (Statistin): Frieda Küppers

Aufführungen

  • Soiree Mittwoch, 10. Januar, RLT Foyer
  • Premiere Samstag, 13. Januar, RLT Schauspielhaus
  • Weitere Aufführungen:
Freitag, 19. Januar, RLT Schauspielhaus. 30 Minuten Einführung vor der Vorstellung im Foyer.
Donnerstag, 25. Januar, RLT Schauspielhaus. 30 Minuten Einführung vor der Vorstellung im Foyer.
Sonntag, 28. Januar, RLT Schauspielhaus. 30 Minuten Einführung vor der Vorstellung im Foyer.
Mittwoch, 31. Januar, Radevormwald, Bürgerhaus.
Dienstag, 6. Februar, Warendorf, Theater am Wall.
Dienstag, 13. Februar, RLT Schauspielhaus 30 Minuten Einführung vor der Vorstellung im Foyer.
Donnerstag, 21. März, RLT Schauspielhaus 30 Minuten Einführung vor der Vorstellung im Foyer.
Freitag, 12. April, Brilon, Kolpinghaus.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Frau Ada denkt Unerhörtes. Auf: Webseite des Rheinischen Landestheaters, Neuss.
  2. Frau Ada denkt Unerhörtes. Auf: Webseite des Theaters am Wall, Warendorf.