Horror: Unterschied zwischen den Versionen

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{{Dieser Artikel|erläutert Horror als Genre; zu anderen Bedeutungen siehe [[Horror (Begriffsklärung)]].}}
'''Horror''' ({{WP|1=Latein lateinisch}} für ‚Schauder‘, ‚Grausen‘, ‚Entsetzen‘)<ref>Friedrich Kluge: ''Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache''. 24., durchgesehene und erw. Aufl..De Gruyter, Berlin, 2002 {{ISBN|ISBN=3-11-017472-3 |Seiten=422, 423}}</ref> ist ein {{WP|1=Genre Genre}} der {{WP|1=Spekulation_(Philosophie) spekulativen}} {{WP|1=Fiktion Fiktion}}, das {{WP|1=Angst verängstigen}}, {{WP|1=Erschrecken erschrecken}} oder {{WP|1=Ekel verekeln}} soll.<ref>Noël Carroll: ''The philosophy of horror, or, Paradoxes of the heart''. New York, 1990 {{ISBN|ISBN=0-415-90145-6}}, Seiten=28, 36, 53.</ref><ref>Hans D. Baumann: ''Horror: die Lust am Grauen'' .Beltz, Weinheim, 1992, {{ISBN|ISBN=3-407-85096-4 }}, Seiten=31-32.</ref> Oft kann die zentrale Bedrohung eines Werkes des Horrors als {{WP|1=Metapher Metapher}} für größere Ängste einer Gesellschaft interpretiert werden.


'''Horror''' ([[Latein|lateinisch]] für ‚Schauder‘, ‚Grausen‘, ‚Entsetzen‘)<ref>{{Literatur |Autor=Friedrich Kluge |Titel=Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache |Auflage=24., durchgesehene und erw. Aufl. |Verlag=De Gruyter |Ort=Berlin |Datum=2002 |ISBN=3-11-017472-3 |Seiten=422, 423}}</ref> ist ein [[Genre]] der [[Spekulation (Philosophie)|spekulativen]] [[Fiktion]], das [[Angst|verängstigen]], [[erschrecken]] oder [[Ekel|verekeln]] soll.<ref>{{Literatur |Autor=Noël Carroll |Titel=The philosophy of horror, or, Paradoxes of the heart |Ort=New York |Datum=1990 |ISBN=0-415-90145-6 |Seiten=28, 36, 53}}</ref><ref>{{Literatur |Autor=Hans D. Baumann |Titel=Horror: die Lust am Grauen |Verlag=Beltz |Ort=Weinheim |Datum=1992 |ISBN=3-407-85096-4 |Seiten=31-32}}</ref> Oft kann die zentrale Bedrohung eines Werkes des Horrors als [[Metapher]] für größere Ängste einer Gesellschaft interpretiert werden.
[[Datei:Paul Gustave Dore Raven1.jpg|mini|Eine Illustration des {{WP|1=Edgar_Allan_Poe Poe's}} {{WP|1=Der_Rabe_(Poe) Der Rabe}}“ von {{WP|1=Gustave_Doré Gustave Doré}}]] Das Genre findet seine wichtigsten Ausprägungen in der [[Horrorliteratur]] und dem [[Horrorfilm]], außerdem aber auch in der {{WP|1=Musik Musik}} (z. B. {{WP|1=Horrorpunk Horrorpunk}} und {{WP|1=Horrorcore Horrorcore}}) und der {{WP|1=Bildende_Kunst bildenden Kunst}}, sowie in {{WP|1=Horrorspiel Horrorspielen}}.
 
[[Datei:Paul Gustave Dore Raven1.jpg|mini|Eine Illustration des [[Edgar Allan Poe|Poe's]] [[Der Rabe (Poe)|Der Rabe]]“ von [[Gustave Doré]]]]Das Genre findet seine wichtigsten Ausprägungen in der [[Horrorliteratur]] und dem [[Horrorfilm]], außerdem aber auch in der [[Musik]] (z. B. [[Horrorpunk]] und [[Horrorcore]]) und der [[Bildende Kunst|bildenden Kunst]], sowie in [[Horrorspiel]]en.


== Eigenschaften ==
== Eigenschaften ==
=== Charakter des Genres ===
=== Charakter des Genres ===
Grundlegend kann der Horror zur [[Phantastik]] gezählt werden, da die Grenzen zwischen [[Realität]] und [[Phantasie|Fantasie]] aufgehoben werden.<ref>{{Literatur |Autor=Hans D. Baumann |Titel=Horror die Lust am Grauen |Auflage=Ungekürzte Taschenbuchausg |Ort=München |Datum=1993 |ISBN=3-453-07028-3 |Seiten=98, 108-109}}</ref> Den Unterschied zu anderen Vertretern der Phantastik bildet der Umgang mit dem [[Übernatürliches|Übernatürlichen]]. Trotz der unzähligen Möglichkeiten der Fiktion bleibt die Welt des Horrors bis auf wenige Ausnahmen oft deckungsgleich mit der Realität. Häufig werden fiktive Charaktere in eine Welt geworfen, bei der der [[Rezipient]] ansonsten kein Unterschied zur eigenen Realität ausmachen kann. Durch Brüche in dieser Welt, wie übernatürliche bzw. nicht erklärbare [[Phänomen]]e, erzeugt das Medium [[Angst]], [[Ekel]] und [[Grauen]].<ref>{{Literatur |Autor=Hans D. Baumann |Titel=Horror die Lust am Grauen |Auflage=Ungekürzte Taschenbuchausgabe |Ort=München |Datum=1993 |ISBN=3-453-07028-3 |Seiten=101-102, 108-109}}</ref> Dabei wird durch diese Phänomene und der realitätsgetreuen, fiktionalen Welt erreicht, dass der Rezipient das Übernatürliche logisch erklären will. Mit diesen Interpretationen spielt das Genre, denn das Erwartete wird gestört und verändert.<ref>{{Literatur |Autor=Hans D. Baumann |Titel=Horror die Lust am Grauen |Auflage=Ungekürzte Taschenbuchausg |Ort=München |Datum=1993 |ISBN=3-453-07028-3 |Seiten=101}}</ref> Trotzdem muss das vermeintlich Unmögliche bis zu einem gewissen Grad durch Erklärungen [[Plausibilität|plausibilisiert]] werden, damit der Horror als nachvollziehbar verstanden wird.<ref>{{Literatur |Autor=Hans D. Baumann |Titel=Horror die Lust am Grauen |Auflage=Ungekürzte Taschenbuchausg |Ort=München |Datum=1993 |ISBN=3-453-07028-3 |Seiten=173}}</ref>
Grundlegend kann der Horror zur {{WP|1=Phantastik Phantastik}} gezählt werden, da die Grenzen zwischen {{WP|1=Realität Realität}} und {{WP|1=Phantasie Fantasie}} aufgehoben werden.<ref>Hans D. Baumann: ''Horror die Lust am Grauen''. Ungekürzte Taschenbuchausg., München, 1993 {{ISBN|ISBN=3-453-07028-3}}, S. 98, 108-109.</ref> Den Unterschied zu anderen Vertretern der Phantastik bildet der Umgang mit dem {{WP|1=Übernatürliches Übernatürlichen}}. Trotz der unzähligen Möglichkeiten der Fiktion bleibt die Welt des Horrors bis auf wenige Ausnahmen oft deckungsgleich mit der Realität. Häufig werden fiktive Charaktere in eine Welt geworfen, bei der der {{WP|1=Rezipient}} ansonsten kein Unterschied zur eigenen Realität ausmachen kann. Durch Brüche in dieser Welt, wie übernatürliche bzw. nicht erklärbare {{WP|1=Phänomen Phänomene}}, erzeugt das Medium {{WP|1=Angst Angst}}, {{WP|1=Ekel Ekel}} und {{WP|1=Grauen Grauen}}.<ref>Hans D. Baumann: ''Horror die Lust am Grauen''. Ungekürzte Taschenbuchausgabe, München, 1993 {{ISBN|ISBN=3-453-07028-3 |Seiten=101-102, 108-109}}</ref> Dabei wird durch diese Phänomene und der realitätsgetreuen, fiktionalen Welt erreicht, dass der Rezipient das Übernatürliche logisch erklären will. Mit diesen Interpretationen spielt das Genre, denn das Erwartete wird gestört und verändert.<ref>Hans D. Baumann: ''Horror die Lust am Grauen''. Ungekürzte Taschenbuchausg, München, 1993 {{ISBN|ISBN=3-453-07028-3 |Seiten=101}}</ref> Trotzdem muss das vermeintlich Unmögliche bis zu einem gewissen Grad durch Erklärungen {{WP|1=Plausibilität plausibilisiert}} werden, damit der Horror als nachvollziehbar verstanden wird.<ref>Hans D. Baumann: ''Horror die Lust am Grauen''. Ungekürzte Taschenbuchausg, München, 1993 {{ISBN|ISBN=3-453-07028-3 |Seiten=173}}</ref>


=== Abgrenzung zu anderen Genres ===
=== Abgrenzung zu anderen Genres ===
Vom [[Märchen]] grenzt sich Horror in der Art des Realitätsbruches ab: Während das Unerklärliche in Märchen oft die Lösung oder Rettung darstellt, ist es im Horror für gewöhnlich das Problem.<ref name=":0">{{Literatur |Autor=Georg Seesslen, Fernand Jung |Titel=Horror: Geschichte und Mythologie des Horrorfilms |Verlag=Schüren |Ort=Marburg |Datum=2006 |ISBN=3-89472-430-7 |Seiten=60}}</ref> Weitere Abgrenzung lässt sich durch die Legitimation der [[Gewalt]] finden. Der Horror benötigt keinen Grund, um Gewalt jedes Ausmaßes darzustellen, und einige Vertreter des Genres zeichnen sich gar durch scheinbar sinnlose und exzessive Brutalität aus, wohingegen das Märchen und viele andere Genres klare Gründe für Gewalt anbringen.
Vom {{WP|1=Märchen Märchen}} grenzt sich Horror in der Art des Realitätsbruches ab: Während das Unerklärliche in Märchen oft die Lösung oder Rettung darstellt, ist es im Horror für gewöhnlich das Problem.<ref name=":0">Georg Seesslen, Fernand Jung: ''Horror: Geschichte und Mythologie des Horrorfilms.Schüren, Marburg, 2006 {{ISBN|ISBN=3-89472-430-7 |Seiten=60}}</ref> Weitere Abgrenzung lässt sich durch die Legitimation der {{WP|1=Gewalt Gewalt}} finden. Der Horror benötigt keinen Grund, um Gewalt jedes Ausmaßes darzustellen, und einige Vertreter des Genres zeichnen sich gar durch scheinbar sinnlose und exzessive Brutalität aus, wohingegen das Märchen und viele andere Genres klare Gründe für Gewalt anbringen.


Unterschiede zu [[Fantasy]] und [[Science-Fiction]] finden sich im Aufbau der fiktionalen Welt. Während erstere extreme Fantasiewelten schaffen, spiegelt der Horror weitestgehend die reale Welt wieder. Dadurch verändert sich der Effekt des Übernatürlichen ins Gegenteil. In der Fantasy-Welt ist das Übernatürliche Teil der Welt und damit Teil der fiktionalen Weltordnung, während es im Horror die Grundlage von Angst und Grauen darstellt.<ref name=":1">{{Literatur |Autor=Hans D. Baumann |Titel=Horror die Lust am Grauen |Auflage=Ungekürzte Taschenbuchausg |Ort=München |Datum=1993 |ISBN=3-453-07028-3 |Seiten=157}}</ref>
Unterschiede zu [[Fantasy]] und [[Science Fiction]] finden sich im Aufbau der fiktionalen Welt. Während erstere extreme Fantasiewelten schaffen, spiegelt der Horror weitestgehend die reale Welt wieder. Dadurch verändert sich der Effekt des Übernatürlichen ins Gegenteil. In der Fantasy-Welt ist das Übernatürliche Teil der Welt und damit Teil der fiktionalen Weltordnung, während es im Horror die Grundlage von Angst und Grauen darstellt.<ref name=":1">Hans D. Baumann: ''Horror die Lust am Grauen''. Ungekürzte Taschenbuchausg, München, 1993 {{ISBN|ISBN=3-453-07028-3}}, S. 157}}</ref>


Der [[Thriller]] hingegen teilt sich mit dem Horror eine realitätsnahe Welt, jedoch wird beim Thriller das Übernatürliche nicht als real existierend angesehen oder zumindest mit den realen [[Naturgesetz]]en aufgelöst.
Der {{WP|1=Thriller Thriller}} hingegen teilt sich mit dem Horror eine realitätsnahe Welt, jedoch wird beim Thriller das Übernatürliche nicht als real existierend angesehen oder zumindest mit den realen {{WP|1=Naturgesetz Naturgesetzen}} aufgelöst.


=== Figuren und Themen ===
=== Figuren und Themen ===
Obwohl der Horror von der Realität trennbar ist und somit unendlich viele Themen zur Verfügung stünden, bilden nur wenige Charaktere und Themen die Grundlage für einen großen Teil des Horrorgenres.<ref name=":0" /> Trotzdem gelten Horror und seine klassischen Figuren als extrem wandelbar, was sich unter anderem auf die Aktualität zurückführen lässt, zu der ein Horrorwerk gezwungen ist.<ref>Reß, E. (1987). Horrormotive im Film. In W. Stock (Hrsg.), Faszination des Grauens. Frankfurt/M.: Bundesarbeitsgemeinschaft für Jugendfilmarbeit und Medienerziehung e.&nbsp;V. Seite 20–21</ref> Zudem muss er sich mehr als andere Genres an die Entwicklungen und Ängste der Gesellschaft anpassen.<ref>{{Literatur |Autor=Hans D. Baumann |Titel=Horror die Lust am Grauen |Auflage=Ungekürzte Taschenbuchausg |Ort=München |Datum=1993 |ISBN=3-453-07028-3 |Seiten=287}}</ref> Andererseits führen auch die klassischen Halbwesen, wie Tiermenschen, [[Zombie]]s und andere, zur Mehrdeutigkeit und Aktualität, da sie keine starren oder festen Eigenschaften besitzen.<ref>Reß, E. (1987). Horrormotive im Film. In W. Stock (Hrsg.), Faszination des Grauens. Frankfurt/M.: Bundesarbeitsgemeinschaft für Jugendfilmarbeit und Medienerziehung e.&nbsp;V. Seite 32</ref>
Obwohl der Horror von der Realität trennbar ist und somit unendlich viele Themen zur Verfügung stünden, bilden nur wenige Charaktere und Themen die Grundlage für einen großen Teil des Horrorgenres.<ref name=":0" /> Trotzdem gelten Horror und seine klassischen Figuren als extrem wandelbar, was sich unter anderem auf die Aktualität zurückführen lässt, zu der ein Horrorwerk gezwungen ist.<ref>Reß, E. (1987): ''Horrormotive im Film''. In W. Stock (Hrsg.), Faszination des Grauens. Frankfurt/M.: Bundesarbeitsgemeinschaft für Jugendfilmarbeit und Medienerziehung e.&nbsp;V. Seite 20–21</ref> Zudem muss er sich mehr als andere Genres an die Entwicklungen und Ängste der Gesellschaft anpassen.<ref>Hans D. Baumann: ''Horror die Lust am Grauen''. Ungekürzte Taschenbuchausg, München, 1993 {{ISBN|ISBN=3-453-07028-3}} S. 287.</ref> Andererseits führen auch die klassischen Halbwesen, wie Tiermenschen, {{WP|1=Zombie Zombies}} und andere, zur Mehrdeutigkeit und Aktualität, da sie keine starren oder festen Eigenschaften besitzen.<ref>Reß, E. (1987). Horrormotive im Film. In W. Stock (Hrsg.), Faszination des Grauens. Frankfurt/M.: Bundesarbeitsgemeinschaft für Jugendfilmarbeit und Medienerziehung e.&nbsp;V. Seite 32</ref>


Zu den vorherrschenden Elementen gehören [[Gespenst|Geister]], [[Dämon]]en, [[Vampir]]e, [[Werwolf|Werwölfe]], [[Ghul]]e, der [[Teufel]], [[Hexentum|Hexen]], [[Ungeheuer|Monster]], [[Außerirdisches Leben|Außerirdische]], [[Dystopie|dystopische]] und [[Postapokalypse|postapokalyptische Welten]], [[Serienmörder]], [[Kannibalismus]], [[Psychopath]]en, [[Kult]]e, [[Schwarze Magie|dunkle Magie]], [[Satanismus]], [[Blut]] und [[Folter]].
Zu den vorherrschenden Elementen gehören {{WP|1=Gespenst Geister}}, {{WP|1=Dämon Dämonen}}, {{WP|1=Vampir Vampire}}, {{WP|1=Werwolf Werwölfe}}, {{WP|1=Ghul Ghule}}, der {{WP|1=Teufel Teufel}}, {{WP|1=Hexentum Hexen}}, {{WP|1=Ungeheuer Monster}}, {{WP|1=Außerirdisches_Leben Außerirdische}}, {{WP|1=Dystopie dystopische}} und {{WP|1=Postapokalypse postapokalyptische Welten}}, {{WP|1=Serienmörder Serienmörder}}, {{WP|1=Kannibalismus Kannibalismus}}, {{WP|1=Psychopath Psychopathen}}, {{WP|1=Kult Kulte}}, {{WP|1=Schwarze_Magie dunkle Magie}}, {{WP|1=Satanismus Satanismus}}, {{WP|1=Blut Blut}} und {{WP|1=Folter Folter}}.


== Geschichte ==
== Geschichte ==
=== Vor 1000 ===
=== Vor 1000 ===
[[Datei:Athenodorus - The Greek Stoic Philosopher Athenodorus Rents a Haunted House.jpg|mini|Athenodorus und der Geist, von Henry Justice Ford, c. 1900]]
{{WP|1=Datei:Athenodorus - The Greek Stoic Philosopher Athenodorus Rents a Haunted House.jpg|mini|Athenodorus und der Geist, von Henry Justice Ford, c. 1900}}


Das Horror-Genre hat uralte Ursprünge, mit Wurzeln in [[Folklore]] und religiösen Traditionen, die sich auf den [[Tod]], das [[Leben nach dem Tod]], das Böse, das Dämonische und das Prinzip der in der Person verkörperten Sache konzentrieren.<ref>{{Literatur |Autor=Rosemary Jackson |Titel=Fantasy, the literature of subversion |Verlag=Methuen |Ort=London |Datum=1981 |ISBN=0-416-71180-4 |Seiten=53-55, 68-69}}</ref> Diese manifestierten sich in Geschichten von Wesen wie [[Dämon]]en, [[Hexentum|Hexen]], [[Vampir]]en, [[Werwolf|Werwölfen]] und [[Gespenst|Geistern]]. Die europäische Horrorliteratur etablierte sich durch Werke der [[Altes Griechenland|alten Griechen]] und [[Altes Rom|alten Römer]].<ref>{{cite web |url=https://phys.org/news/2007-10-ancient-greeks-romans-good-scary.html |title=Even Ancient Greeks and Romans Enjoyed Good Scary Stories, Professor Says |language=en |website=phys.org}}</ref> [[Mary Shelley]]s Frankenstein-Roman von 1818 wurde stark von der Geschichte von [[Hippolytos (Sohn des Theseus)|Hippolytus]] beeinflusst, den [[Asklepios|Asclepius]] von seinem Tod wiederbelebt. Euripides schrieb Theaterstücke basierend auf der Geschichte, ''Hippolytos Kalyptomenos'' und ''Hippolytus''.<ref>{{Internetquelle |autor=Edward P. Coleridge |url=http://etext.library.adelaide.edu.au/e/euripides/hippolytus/ |titel=Prose |datum=1891 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20060412140830/http://etext.library.adelaide.edu.au/e/euripides/hippolytus/ |archiv-datum=2006-04-12 |abruf=2022-08-22}}</ref> In [[Plutarch]]s ''Parallelbiografien'' beschreibt der Autor den Geist eines Mörders, Damon, der selbst in einem Badehaus in [[Chaironeia]] ermordet wurde.<ref>{{Literatur |Autor=Plutarch, John Dryden, Arthur Hugh Clough |Titel=Plutarch's Lives |Datum=1859 |Seiten=Kimon 1,1–7 |Online=https://en.wikisource.org/wiki/Lives_(Dryden_translation)/Cimon |Abruf=2022-08-28}}</ref>
Das Horror-Genre hat uralte Ursprünge, mit Wurzeln in {{WP|1=Folklore Folklore}} und religiösen Traditionen, die sich auf den {{WP|1=Tod Tod}}, das {{WP|1=Leben_nach_dem_Tod Leben nach dem Tod}}, das Böse, das Dämonische und das Prinzip der in der Person verkörperten Sache konzentrieren.<ref>Rosemary Jackson: ''Fantasy, the literature of subversion.Methuen, London, 1981 {{ISBN|ISBN=0-416-71180-4 |Seiten=53-55, 68-69}}</ref> Diese manifestierten sich in Geschichten von Wesen wie {{WP|1=Dämon Dämonen}}, {{WP|1=Hexentum Hexen}}, {{WP|1=Vampir Vampiren}}, {{WP|1=Werwolf Werwölfen}} und {{WP|1=Gespenst Geistern}}. Die europäische Horrorliteratur etablierte sich durch Werke der {{WP|1=Altes_Griechenland alten Griechen}} und {{WP|1=Altes_Rom alten Römer}}.<ref>{{cite web |url=https://phys.org/news/2007-10-ancient-greeks-romans-good-scary.html |title=Even Ancient Greeks and Romans Enjoyed Good Scary Stories, Professor Says |language=en |website=phys.org}}</ref> {{WP|1=Mary Shelley}}s Frankenstein-Roman von 1818 wurde stark von der Geschichte von {{WP|1=Hippolytos (Sohn des Theseus)|Hippolytus}} beeinflusst, den {{WP|1=Asklepios|Asclepius}} von seinem Tod wiederbelebt. Euripides schrieb Theaterstücke basierend auf der Geschichte, ''Hippolytos Kalyptomenos'' und ''Hippolytus''.<ref>{{Internetquelle |autor=Edward P. Coleridge |url=http://etext.library.adelaide.edu.au/e/euripides/hippolytus/: ''Prose, 1891 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20060412140830/http://etext.library.adelaide.edu.au/e/euripides/hippolytus/ |archiv-datum=2006-04-12 |abruf=2022-08-22}}</ref> In {{WP|1=Plutarch Plutarchs}} ''Parallelbiografien'' beschreibt der Autor den Geist eines Mörders, Damon, der selbst in einem Badehaus in {{WP|1=Chaironeia Chaironeia}} ermordet wurde.<ref>Plutarch, John Dryden, Arthur Hugh Clough: ''Plutarch's Lives, 1859 |Seiten=Kimon 1,1–7 |Online=https://en.wikisource.org/wiki/Lives_(Dryden_translation)/Cimon |Abruf=2022-08-28}}</ref>


[[Plinius der Jüngere]] (61 bis ca. 113) erzählt die Geschichte von [[Athenodoros Kananites|Athenodorus Kananites]], der in [[Athen]] ein Spukhaus kaufte. Athenodorus war misstrauisch, da das Haus zu günstig schien. Während er ein Buch über [[Philosophie]] schrieb, wurde er von einer in Ketten gefesselten Geistergestalt besucht. Die Gestalt verschwand im Hof; am folgenden Tag fanden die Magistrate im Hof ein unbeschriftetes Grab.<ref>Pliny the Younger (1909–14). „LXXXIII. To Sura“. In Charles W. Eliot. Letters, by Pliny the Younger; übersetzt von William Melmoth. The Harvard Classics. 9. New York: P.F. Collier & Son.</ref>
{{WP|1=Plinius_der_Jüngere Plinius der Jüngere}} (61 bis ca. 113) erzählt die Geschichte von {{WP|1=Athenodoros_Kananites Athenodorus Kananites}}, der in {{WP|1=Athen Athen}} ein Spukhaus kaufte. Athenodorus war misstrauisch, da das Haus zu günstig schien. Während er ein Buch über {{WP|1=Philosophie Philosophie}} schrieb, wurde er von einer in Ketten gefesselten Geistergestalt besucht. Die Gestalt verschwand im Hof; am folgenden Tag fanden die Magistrate im Hof ein unbeschriftetes Grab.<ref>Pliny the Younger (1909–14). „LXXXIII. To Sura“. In Charles W. Eliot. Letters, by Pliny the Younger; übersetzt von William Melmoth. The Harvard Classics. 9. New York: P.F. Collier & Son.</ref>


Elemente des Horrorgenres kommen auch in biblischen Texten vor, insbesondere im [[Buch der Offenbarung]].<ref>{{Literatur |Autor=Timothy K. Beal |Titel=The Book of Revelation: a biography |Ort=Princeton |Datum=2018 |ISBN=978-0-691-14583-9 |Seiten=197}}</ref><ref>{{Literatur |Autor=Tina Pippin |Titel=Death and desire: the rhetoric of gender in the Apocalypse of John |Ort=Eugene, OR |Datum=2020 |ISBN=978-1-72529-418-9 |Seiten=105}}</ref>
Elemente des Horrorgenres kommen auch in biblischen Texten vor, insbesondere im {{WP|1=Buch_der_Offenbarung Buch der Offenbarung}}.<ref>Timothy K. Beal: ''The Book of Revelation: a biography, Princeton, 2018 {{ISBN|ISBN=978-0-691-14583-9 |Seiten=197}}</ref><ref>Tina Pippin: ''Death and desire: the rhetoric of gender in the Apocalypse of John, Eugene, OR, 2020 {{ISBN|ISBN=978-1-72529-418-9 |Seiten=105}}</ref>


=== Nach 1000 ===
=== Nach 1000 ===
[[Datei:Vlad Tepes coloured drawing.png|mini|Ein Druck von [[Vlad III. Drăculea|Vlad III]]|links]]Werwolfgeschichten waren in der mittelalterlichen französischen Literatur beliebt. Eines der zwölf [[Lai (Dichtung)|Lais]] von [[Marie de France]] ist eine Werwolfgeschichte mit dem Titel „[[Bisclavret]]“.
[[Datei:Vlad Tepes coloured drawing.png|mini|Ein Druck von {{WP|1=Vlad III. Drăculea|Vlad III}}|links]]
Werwolfgeschichten waren in der mittelalterlichen französischen Literatur beliebt. Eines der zwölf {{WP|1=Lai_(Dichtung) Lais}} von {{WP|1=Marie_de_France Marie de France}} ist eine Werwolfgeschichte mit dem Titel „{{WP|1=Bisclavret Bisclavret}}“.


Die Gräfin Yolande gab eine Werwolfgeschichte mit dem Titel „''Guillaume de Palerme''“ in Auftrag. Anonyme Autoren verfassten zwei Werwolfgeschichten, „''Biclarel''“ und „''Melion''“.
Die Gräfin Yolande gab eine Werwolfgeschichte mit dem Titel „''Guillaume de Palerme''“ in Auftrag. Anonyme Autoren verfassten zwei Werwolfgeschichten, „''Biclarel''“ und „''Melion''“.


Viel Horrorliteratur stammt von grausamen Persönlichkeiten des 15. Jahrhunderts. [[Dracula (Roman)|Dracula]] lässt sich auf den Prinzen der [[Walachei]] [[Vlad III. Drăculea|Vlad III]] zurückführen, dessen mutmaßliche Kriegsverbrechen in deutschen Flugblättern veröffentlicht wurden.<ref>Raymond T. McNally and Radu R. Florescu (1972). „In Search of Dracula.“ Houghton Milton. Pages 8–9.</ref> Die mutmaßlichen Serienmörder-Amokläufe von [[Gilles de Rais]] gelten als Inspiration für „[[Blaubart]]“.<ref>Kiernan, Dr. Jas. G. „Sexual Perversion, and the Whitechapel Murders.“ The Medical Standard: IV.5. G. P. Engelhard and Company: Chicago.</ref> Das Motiv der Vampirin leitet sich vor allem von der realen Adligen und Mörderin [[Elisabeth Báthory|Elizabeth Bathory]] ab und trug im 18. Jahrhundert zur Entstehung der Horrorliteratur bei, beispielsweise durch László Turóczis Buch ''Tragica Historia'' von 1729.<ref>in Ungaria suis cum regibus compendia data, Typis Academicis Soc. Jesu per Fridericum Gall. Anno MCCCXXIX. Mense Sepembri Die 8. p 188-193, quoted by Farin</ref>
Viel Horrorliteratur stammt von grausamen Persönlichkeiten des 15. Jahrhunderts. {{WP|1=Dracula_(Roman) Dracula}} lässt sich auf den Prinzen der {{WP|1=Walachei Walachei}} {{WP|1=Vlad_III._Drăculea Vlad III}} zurückführen, dessen mutmaßliche Kriegsverbrechen in deutschen Flugblättern veröffentlicht wurden.<ref>Raymond T. McNally and Radu R. Florescu (1972). „In Search of Dracula.“ Houghton Milton. Pages 8–9.</ref> Die mutmaßlichen Serienmörder-Amokläufe von {{WP|1=Gilles_de_Rais Gilles de Rais}} gelten als Inspiration für „{{WP|1=Blaubart Blaubart}}“.<ref>Kiernan, Dr. Jas. G. „Sexual Perversion, and the Whitechapel Murders.“ The Medical Standard: IV.5. G. P. Engelhard and Company: Chicago.</ref> Das Motiv der Vampirin leitet sich vor allem von der realen Adligen und Mörderin {{WP|1=Elisabeth_Báthory Elizabeth Bathory}} ab und trug im 18. Jahrhundert zur Entstehung der Horrorliteratur bei, beispielsweise durch László Turóczis Buch ''Tragica Historia'' von 1729.<ref>in Ungaria suis cum regibus compendia data, Typis Academicis Soc. Jesu per Fridericum Gall. Anno MCCCXXIX. Mense Sepembri Die 8. p 188-193, quoted by Farin</ref>


=== 18. Jahrhundert ===
=== 18. Jahrhundert ===
[[Datei:Horace Walpole.jpg|mini|
{{WP|1=Datei:Horace Walpole.jpg|mini|
[[Horace Walpole, 4. Earl of Orford|Horace Walpole]] schrieb den ersten [[Gotischer Roman|gotischen Roman]] [[Das Schloss von Otranto|The Castle of Otranto]] (1764) und begründete damit eine neue literarische Gattung.<ref name="Walpole">[https://www.bbc.co.uk/news/magazine-30313775 „The Castle of Otranto: The creepy tale that launched gothic fiction“]. BBC. Abgerufen am 15. Juli 2017</ref> ]]
{{WP|1=Horace_Walpole,_4._Earl_of_Orford|Horace Walpole}} schrieb den ersten {{WP|1=Gotischer_Roman gotischen Roman}} {{WP|1=Das_Schloss_von_Otranto The Castle of Otranto}} (1764) und begründete damit eine neue literarische Gattung.<ref name="Walpole">[https://www.bbc.co.uk/news/magazine-30313775 „The Castle of Otranto: The creepy tale that launched gothic fiction“]. BBC. Abgerufen am 15. Juli 2017</ref> }}


Das 18. Jahrhundert sah die allmähliche Entwicklung der [[Romantik]] und des Gothic-Horror-Genres. Es stützte sich auf das schriftliche und materielle Erbe des [[Spätmittelalter]]s und fand seine Form in [[Horace Walpole, 4. Earl of Orford|Horace Walpoles]] wegweisendem und umstrittenem Roman von 1764, [[The Castle of Otranto]]. Tatsächlich wurde die Erstausgabe als mittelalterlicher Roman getarnt, der vermeintlich von einem Übersetzer entdeckt und neu veröffentlicht wurde.<ref name="Walpole" /> Sobald das Werk als zeitgenössisch enttarnt wurde, wurde der Roman als [[Anachronismus|anachronistisch]], [[Reaktion (Politik)|reaktionär]] oder einfach geschmacklos verurteilt, erwies sich allerdings trotzdem als beliebt.<ref name="Walpole" /> Otranto inspirierte [[Vathek]] (1786) von [[William Beckford]], [[A Sicilian Romance]] (1790), [[The Mysteries of Udolpho]] (1794) und [[The Italian]] (1796) von [[Ann Radcliffe]] und [[The Monk]] (1797) von [[Matthew Gregory Lewis|Matthew Lewis]].<ref name="Walpole" /> Ein beträchtlicher Teil der Horrorliteratur dieser Ära wurde von Frauen geschrieben und an ein weibliches Publikum vermarktet.
Das 18. Jahrhundert sah die allmähliche Entwicklung der {{WP|1=Romantik Romantik}} und des Gothic-Horror-Genres. Es stützte sich auf das schriftliche und materielle Erbe des {{WP|1=Spätmittelalter Spätmittelalters}} und fand seine Form in {{WP|1=Horace_Walpole,_4._Earl_of_Orford Horace Walpoles}} wegweisendem und umstrittenem Roman von 1764, {{WP|1=The_Castle_of_Otranto The Castle of Otranto}}. Tatsächlich wurde die Erstausgabe als mittelalterlicher Roman getarnt, der vermeintlich von einem Übersetzer entdeckt und neu veröffentlicht wurde.<ref name="Walpole" /> Sobald das Werk als zeitgenössisch enttarnt wurde, wurde der Roman als {{WP|1=Anachronismus|anachronistisch}}, {{WP|1=Reaktion_(Politik) reaktionär}} oder einfach geschmacklos verurteilt, erwies sich allerdings trotzdem als beliebt.<ref name="Walpole" /> Otranto inspirierte {{WP|1=Vathek Vathek}} (1786) von {{WP|1=William_Beckford William Beckford}}, {{WP|1=A Sicilian Romance}} (1790), {{WP|1=The Mysteries of Udolpho}} (1794) und {{WP|1=The Italian}} (1796) von {{WP|1=Ann Radcliffe}} und {{WP|1=The Monk}} (1797) von {{WP|1=Matthew Gregory Lewis|Matthew Lewis}}.<ref name="Walpole" /> Ein beträchtlicher Teil der Horrorliteratur dieser Ära wurde von Frauen geschrieben und an ein weibliches Publikum vermarktet.


=== 19. Jahrhundert ===
=== 19. Jahrhundert ===
[[Datei:Mary Wollstonecraft Shelley Rothwell.tif|links|mini|Malerei von [[Mary Shelley]], Autorin des Romans [[Frankenstein (Roman)|Frankenstein]] und damit Begründerin der gleichnamigen Figur.]]
{{WP|1=Datei:Mary Wollstonecraft Shelley Rothwell.tif|links|mini|Malerei von {{WP|1=Mary Shelley}}, Autorin des Romans {{WP|1=Frankenstein (Roman)|Frankenstein}} und damit Begründerin der gleichnamigen Figur.}}
Die Gothic-Tradition erblühte im 19. Jahrhundert zu dem Genre, das moderne Leser heute Horrorliteratur nennen. Einflussreiche Werke und Charaktere, die bis heute in Fiktion und Film ihren Widerhall finden, fanden ihren Ursprung in „[[Hänsel und Gretel]]“ (1812) der [[Gebrüder Grimm]], „[[Frankenstein (Roman)|Frankenstein]]“ (1818) von [[Mary Shelley]], „[[Der Vampyr (Polidori)|Der Vampyre]]“ (1819) von [[John Polidori]] und „[[Melmoth the Wanderer]]“ von [[Charles Maturin]] (1820), [[Washington Irving]]s „[[The Legend of Sleepy Hollow]]“ (1820), [[Jane C. Loudon]]s ''The Mummy!: Or a Tale of the Twenty-Second Century'' (1827), [[Victor Hugo]]s [[The Hunchback of Notre Dame]] (1831), [[Thomas Peckett Prest]]s ''Varney the Vampire'' (1847), die Werke von [[Edgar Allan Poe]], die Werke von [[Sheridan Le Fanu]], [[Robert Louis Stevenson]]s [[Strange Case of Dr Jekyll and Mr Hyde]] (1886), [[Oscar Wilde]]s ''[[Das Bildnis des Dorian Gray|The Picture of Dorian Gray]]'' (1890), [[H. G. Wells]][[Der unsichtbare Mann]] (1897) und [[Bram Stoker]]s [[Dracula (Roman)|Dracula]] (1897). Jedes dieser Werke schuf eine dauerhafte Ikone des Grauens, die in späteren Neuinszenierungen im Druck, der Bühne und der Leinwand zu sehen ist.<ref>{{Literatur |Autor=Christopher Frayling |Titel=Nightmare: the birth of horror |Verlag=BBC Books |Ort=London |Datum=1996 |ISBN=0-563-37198-6}}</ref>
Die Gothic-Tradition erblühte im 19. Jahrhundert zu dem Genre, das moderne Leser heute Horrorliteratur nennen. Einflussreiche Werke und Charaktere, die bis heute in Fiktion und Film ihren Widerhall finden, fanden ihren Ursprung in „{{WP|1=Hänsel und Gretel}}“ (1812) der {{WP|1=Gebrüder Grimm}}, „{{WP|1=Frankenstein (Roman)|Frankenstein}}“ (1818) von {{WP|1=Mary Shelley}}, „{{WP|1=Der Vampyr (Polidori)|Der Vampyre}}“ (1819) von {{WP|1=John Polidori}} und „{{WP|1=Melmoth the Wanderer}}“ von {{WP|1=Charles Maturin}} (1820), {{WP|1=Washington Irving}}s „{{WP|1=The Legend of Sleepy Hollow}}“ (1820), {{WP|1=Jane C. Loudon}}s ''The Mummy!: Or a Tale of the Twenty-Second Century'' (1827), {{WP|1=Victor Hugo}}s {{WP|1=The Hunchback of Notre Dame}} (1831), {{WP|1=Thomas Peckett Prest}}s ''Varney the Vampire'' (1847), die Werke von {{WP|1=Edgar Allan Poe}}, die Werke von {{WP|1=Sheridan Le Fanu}}, {{WP|1=Robert Louis Stevenson}}s {{WP|1=Strange Case of Dr Jekyll and Mr Hyde}} (1886), {{WP|1=Oscar Wilde}}s ''{{WP|1=Das Bildnis des Dorian Gray|The Picture of Dorian Gray}}'' (1890), {{WP|1=H. G. Wells}}{{WP|1=Der unsichtbare Mann}} (1897) und {{WP|1=Bram Stoker}}s {{WP|1=Dracula (Roman)|Dracula}} (1897). Jedes dieser Werke schuf eine dauerhafte Ikone des Grauens, die in späteren Neuinszenierungen im Druck, der Bühne und der Leinwand zu sehen ist.<ref>Christopher Frayling: ''Nightmare: the birth of horror.BBC Books, London, 1996 {{ISBN|ISBN=0-563-37198-6}}</ref>


=== 20. Jahrhundert ===
=== 20. Jahrhundert ===
[[Datei:Pennywise Cosplay 3.jpg|mini|[[Cosplay]] des ''Pennywise'', Manifestation des [[Antagonist (Literatur)|Antagonisten]] des gleichnamigen [[Stephen King]] Romans [[Es (Roman)|Es]].]]
[[Datei:Pennywise Cosplay 3.jpg|mini|{{WP|1=Cosplay Cosplay}} des ''Pennywise'', Manifestation des {{WP|1=Antagonist_(Literatur) Antagonisten}} des gleichnamigen {{WP|1=Stephen_King Stephen King}} Romans {{WP|1=Es_(Roman) Es}}.]]
{{Lückenhaft|Geschichte des Horrorfilms ausbaufähig
}}


Eine wachsende Verbreitung von Zeitschriften führte um die Jahrhundertwende zu einem Boom des geschriebenen Horrors. Zu den Vertretern zählte beispielsweise [[Gaston Leroux]], der seine [[Das Phantom der Oper|Le Fantôme de l’Opéra]] veröffentlichte, bevor sie 1910 zu einem Roman wurde. Ein anderer Autor, der sich auf Horrorliteratur für Mainstream-[[Pulps]] wie das [[Argosy (Magazin)|All-Story Magazine]] spezialisierte, war [[Tom Robbins|Tod Robbins]], dessen Romane sich thematisch vor allem mit dem Wahnsinn und der Grausamkeit befassten.<ref>{{Literatur |Autor=David Pringle |Titel=St. James guide to horror, ghost & gothic writers |Auflage=1st ed |Verlag=St. James Press |Ort=Detroit, MI |Datum=1998 |ISBN=1-55862-206-3 |Seiten=480-481}}</ref><ref>{{Literatur |Autor=Lee Server |Titel=Encyclopedia of pulp fiction writers |Verlag=Facts on File |Ort=New York |Datum=2002 |ISBN=0-8160-4577-1 |Seiten=223-224}}</ref> In [[Russland]] machte der Schriftsteller [[Alexander Romanowitsch Beljajew|Alexander Beljajew]] diese Themen in seiner Geschichte ''Professor Dowell's Head'' (1925) populär, in der ein Arzt Kopftransplantationen und Reanimationen an aus dem [[Leichenhaus|Leichenschauhaus]] gestohlenen Körpern durchführt. Später entstanden die ersten Magazine für Horrorautoren, darunter [[Weird Tales]]<ref>{{Literatur |Autor=Marshall B. Tymn |Titel=Science fiction, fantasy, and weird fiction magazines |Verlag=Greenwood Press |Ort=Westport, Conn. |Datum=1985 |ISBN=0-313-21221-X |Seiten=727-736}}</ref> und [[Unknown Worlds (Magazin)|Unknown Worlds]].<ref>{{Literatur |Autor=Marshall B. Tymn |Titel=Science fiction, fantasy, and weird fiction magazines |Verlag=Greenwood Press |Ort=Westport, Conn. |Datum=1985 |ISBN=0-313-21221-X |Seiten=694-698}}</ref>
Eine wachsende Verbreitung von Zeitschriften führte um die Jahrhundertwende zu einem Boom des geschriebenen Horrors. Zu den Vertretern zählte beispielsweise {{WP|1=Gaston Leroux}}, der seine {{WP|1=Das Phantom der Oper|Le Fantôme de l’Opéra}} veröffentlichte, bevor sie 1910 zu einem Roman wurde. Ein anderer Autor, der sich auf Horrorliteratur für Mainstream-{{WP|1=Pulps}} wie das {{WP|1=Argosy (Magazin)|All-Story Magazine}} spezialisierte, war {{WP|1=Tom Robbins|Tod Robbins}}, dessen Romane sich thematisch vor allem mit dem Wahnsinn und der Grausamkeit befassten.<ref>David Pringle: ''St. James guide to horror, ghost & gothic writers''. 1st ed.St. James Press, Detroit, MI, 1998 {{ISBN|ISBN=1-55862-206-3 |Seiten=480-481}}</ref><ref>Lee Server: ''Encyclopedia of pulp fiction writers.Facts on File, New York, 2002 {{ISBN|ISBN=0-8160-4577-1 |Seiten=223-224}}</ref> In {{WP|1=Russland}} machte der Schriftsteller {{WP|1=Alexander Romanowitsch Beljajew|Alexander Beljajew}} diese Themen in seiner Geschichte ''Professor Dowell's Head'' (1925) populär, in der ein Arzt Kopftransplantationen und Reanimationen an aus dem {{WP|1=Leichenhaus|Leichenschauhaus}} gestohlenen Körpern durchführt. Später entstanden die ersten Magazine für Horrorautoren, darunter {{WP|1=Weird Tales}}<ref>Marshall B. Tymn: ''Science fiction, fantasy, and weird fiction magazines.Greenwood Press, Westport, Conn., 1985 {{ISBN|ISBN=0-313-21221-X |Seiten=727-736}}</ref> und {{WP|1=Unknown Worlds (Magazin)|Unknown Worlds}}.<ref>Marshall B. Tymn: ''Science fiction, fantasy, and weird fiction magazines.Greenwood Press, Westport, Conn., 1985 {{ISBN|ISBN=0-313-21221-X |Seiten=694-698}}</ref>


Viele einflussreiche Horrorautoren des frühen 20. Jahrhunderts haben über solche Medien ihre Reichweite entwickelt. Insbesondere der Horrorautor [[H. P. Lovecraft]], welcher mit seinem [[Cthulhu-Mythos]] das Genre des ''kosmischen Horrors'' prägte, und [[M. R. James]], der [[Gespenstergeschichte|Geistergeschichten]] zu dieser Zeit neu bestimmte.<ref>{{Literatur |Autor=Patrick J. Murphy |Titel=Medieval studies and the ghost stories of M.R. James |Ort=University Park, Pennsylvania |Datum=2017 |ISBN=978-0-271-07959-2}}</ref>
Viele einflussreiche Horrorautoren des frühen 20. Jahrhunderts haben über solche Medien ihre Reichweite entwickelt. Insbesondere der Horrorautor {{WP|1=H. P. Lovecraft}}, welcher mit seinem {{WP|1=Cthulhu-Mythos}} das Genre des ''kosmischen Horrors'' prägte, und {{WP|1=M. R. James}}, der {{WP|1=Gespenstergeschichte|Geistergeschichten}} zu dieser Zeit neu bestimmte.<ref>Patrick J. Murphy: ''Medieval studies and the ghost stories of M.R. James, University Park, Pennsylvania, 2017 {{ISBN|ISBN=978-0-271-07959-2}}</ref>


Der [[Serienmörder]] wurde zu einem wiederkehrenden Thema. Sensationsjournalismus und die Berichterstattung der [[Regenbogenpresse]] führten dazu, dass dieses Phänomen über verschiedenen Mörder, wie [[Jack the Ripper]], [[Carl Panzram]], [[Fritz Haarmann]] oder [[Albert Fish]], aufrechterhalten wurde. Der Trend setzte sich in der Nachkriegszeit fort, teilweise wiederbelebt durch die Morde von [[Ed Gein]]. 1959 schrieb [[Robert Bloch (Autor)|Robert Bloch]], inspiriert von den Morden, den Roman [[Psycho (Roman)|Psycho]]. Die 1969 von der [[Manson Family]] begangenen Verbrechen beeinflussten das [[Slasher-Film|Slasher]]-Thema in der Horrorliteratur der 1970er Jahre. Im Jahr 1981 schrieb [[Thomas Harris]] den Roman [[Roter Drache]] und stellte damit [[Hannibal Lecter|Dr. Hannibal Lecter]] vor. 1988 erschien die Fortsetzung des Romans, [[Das Schweigen der Lämmer]].
Der {{WP|1=Serienmörder}} wurde zu einem wiederkehrenden Thema. Sensationsjournalismus und die Berichterstattung der {{WP|1=Regenbogenpresse}} führten dazu, dass dieses Phänomen über verschiedenen Mörder, wie {{WP|1=Jack the Ripper}}, {{WP|1=Carl Panzram}}, {{WP|1=Fritz Haarmann}} oder {{WP|1=Albert Fish}}, aufrechterhalten wurde. Der Trend setzte sich in der Nachkriegszeit fort, teilweise wiederbelebt durch die Morde von {{WP|1=Ed Gein}}. 1959 schrieb {{WP|1=Robert Bloch (Autor)|Robert Bloch}}, inspiriert von den Morden, den Roman {{WP|1=Psycho (Roman)|Psycho}}. Die 1969 von der {{WP|1=Manson Family}} begangenen Verbrechen beeinflussten das {{WP|1=Slasher-Film|Slasher}}-Thema in der Horrorliteratur der 1970er Jahre. Im Jahr 1981 schrieb {{WP|1=Thomas Harris}} den Roman {{WP|1=Roter Drache}} und stellte damit {{WP|1=Hannibal Lecter|Dr. Hannibal Lecter}} vor. 1988 erschien die Fortsetzung des Romans, {{WP|1=Das Schweigen der Lämmer}}.


Das frühe Kino wurde von vielen Aspekten der [[Horrorliteratur]] inspiriert und begründete eine starke Tradition von [[Horrorfilm]]en und deren Subgenres, die bis heute andauert. Die [[Slasher-Film|Slasher]]- und [[Splatterfilm]]e der 1960er und 1970er Jahre lösten in Bezug auf die grafische Darstellung von Gewalt die [[Comic]]s der 1950er Jahre, wie [[Tales from the Crypt (Comicreihe)|Tales From The Crypt]] und andere Werke von [[EC Comics]], ab.<ref>{{Literatur |Autor=Peter Hutchings |Titel=The A to Z of Horror Cinema |Reihe=The A to Z Guide Series |BandReihe=100 |Verlag=The Scarecrow Press, Inc. |Ort=Lanham, MD |Datum=2008 |ISBN=978-0-8108-6887-8 |Seiten=72 |Online={{Google Buch |BuchID=N_5DPHOVG7YC}}}}</ref>
Das frühe Kino wurde von vielen Aspekten der {{WP|1=Horrorliteratur}} inspiriert und begründete eine starke Tradition von {{WP|1=Horrorfilm}}en und deren Subgenres, die bis heute andauert. Die {{WP|1=Slasher-Film|Slasher}}- und {{WP|1=Splatterfilm Splatterfilm}}e der 1960er und 1970er Jahre lösten in Bezug auf die grafische Darstellung von Gewalt die {{WP|1=Comic}}s der 1950er Jahre, wie {{WP|1=Tales from the Crypt (Comicreihe)|Tales From The Crypt}} und andere Werke von {{WP|1=EC Comics}}, ab.<ref>Peter Hutchings: ''The A to Z of Horror Cinema |Reihe=The A to Z Guide Series |BandReihe=100.The Scarecrow Press, Inc., Lanham, MD, 2008 {{ISBN|ISBN=978-0-8108-6887-8 |Seiten=72 |Online={{Google Buch |BuchID=N_5DPHOVG7YC}}}}</ref>


Das moderne [[Zombie]]-Thema, das sich mit dem Motiv der lebenden Toten beschäftigt, geht zurück auf Werke wie [[H. P. Lovecraft]]s Geschichten „Cool Air“ (1925), „In The Vault“ (1926) und „The Outsider“ (1926) oder [[Dennis Wheatley]]s „Strange Conflict“ (1941). [[Richard Matheson]]s Roman [[Ich bin Legende|I Am Legend]] (1954) beeinflusste ein ganzes Genre [[Apokalyptik|apokalyptischer]] Zombie-Romane, die durch die Filme von [[George A. Romero]] versinnbildlicht wurden.
Das moderne {{WP|1=Zombie}}-Thema, das sich mit dem Motiv der lebenden Toten beschäftigt, geht zurück auf Werke wie {{WP|1=H. P. Lovecraft}}s Geschichten „Cool Air“ (1925), „In The Vault“ (1926) und „The Outsider“ (1926) oder {{WP|1=Dennis Wheatley}}s „Strange Conflict“ (1941). {{WP|1=Richard Matheson}}s Roman {{WP|1=Ich bin Legende|I Am Legend}} (1954) beeinflusste ein ganzes Genre {{WP|1=Apokalyptik|apokalyptischer}} Zombie-Romane, die durch die Filme von {{WP|1=George A. Romero}} versinnbildlicht wurden.


In den späten 1960er und frühen 1970er Jahren bewegte der enorme kommerzielle Erfolg der drei Bücher [[Ira Levin#Rosemary’s Baby|Rosemary’s Baby]] (1967) von [[Ira Levin]], [[Der Exorzist (Roman)|Der Exorzist]] von [[William Peter Blatty]] und The Other von [[Thomas Tryon]] Verlage dazu, immer mehr Horrorromane zu veröffentlichen und so einen „Horrorboom“ zu verursachen.<ref>{{Literatur |Autor=David Simmons |Titel=American horror fiction and class: from Poe to Twilight |Ort=London, United Kingdom |Datum=2017 |ISBN=978-1-137-53280-0 |Seiten=119}}</ref><ref>{{Literatur |Autor=David Pringle |Titel=Modern fantasy: the hundred best novels: an English-language selection, 1946-1987 |Verlag=Grafton |Ort=London |Datum=1988 |ISBN=0-246-13214-0 |Seiten=103-105}}</ref>
In den späten 1960er und frühen 1970er Jahren bewegte der enorme kommerzielle Erfolg der drei Bücher {{WP|1=Ira Levin#Rosemary’s Baby|Rosemary’s Baby}} (1967) von {{WP|1=Ira Levin}}, {{WP|1=Der Exorzist (Roman)|Der Exorzist}} von {{WP|1=William Peter Blatty}} und The Other von {{WP|1=Thomas Tryon}} Verlage dazu, immer mehr Horrorromane zu veröffentlichen und so einen „Horrorboom“ zu verursachen.<ref>David Simmons: ''American horror fiction and class: from Poe to Twilight, London, United Kingdom, 2017 {{ISBN|ISBN=978-1-137-53280-0 |Seiten=119}}</ref><ref>David Pringle: ''Modern fantasy: the hundred best novels: an English-language selection, 1946-1987.Grafton, London, 1988 {{ISBN|ISBN=0-246-13214-0 |Seiten=103-105}}</ref>  


Ab den 1980er Jahren entwickelten sich die ersten [[Horrorspiel]]e,<ref name=":4">{{Internetquelle |autor=Chris Garcia |url=https://computerhistory.org/blog/the-haunted-house/ |titel=The Haunted House |hrsg=Computer History Museum |datum=2012-10-31 |sprache=en |abruf=2022-08-18}}</ref> welche sich aufgrund von Einschränkungen der [[Spielkonsole|Konsolen]] und [[Computer]] allerdings lange auf schriftliche Beschreibungen oder auf Horrorbilder in den Zwischensequenzen beschränkten.<ref name=":12">{{Literatur |Autor=Bernard Perron |Titel=Horror video games: Essays on the fusion of fear and play |Ort=Jefferson, N.C. |Datum=2009 |ISBN=978-0-7864-4197-6}}</ref> Mit den 1990er Jahren kamen die ersten [[Immersion (virtuelle Realität)|immersiveren]] Spiele wie [[Alone in the Dark]] (1992), welches 3D-Figuren einführte, auf den Markt.<ref name=":3">{{Internetquelle |autor=Travis Fahs |url=https://www.ign.com/articles/2009/10/30/ign-presents-the-history-of-survival-horror |titel=IGN Presents the History of Survival Horror |datum=2009-10-30 |sprache=en |abruf=2022-08-18}}</ref> Die technischen Neuerungen ebneten den Weg für bekanntere Vertreter des Horrorspiels, wie das [[Resident Evil (Computerspielreihe)|Resident Evil Franchise]] (1996), welches den [[Survival Horror]] definierte,<ref>{{Internetquelle |url=http://www.gamespot.com/gamespot/features/video/15influential/p14_01.html |titel=15 Most Influential Video Games of All Time |werk=GameSpot |datum=2010-04-14 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20100414040202/http://www.gamespot.com/gamespot/features/video/15influential/p14_01.html |archiv-datum=2010-04-14 |abruf=2022-08-18}}</ref> oder [[Silent Hill]] (1999), das [[Horrorspiel#Psychologischer Horror|psychologische Horrorspiele]] als Genre prägte.<ref name=":3" />[[Datei:Stephen King, Comicon.jpg|alt=Stephen King|mini|[[Stephen King]], aufgrund seines Erfolgs als Horror-Autor des 20./21. Jahrhunderts häufig als „King of Horror“ betitelt.<ref>{{Literatur |Titel=Why Stephen King’s novels still resonate |Sammelwerk=The Economist |Datum= |ISSN=0013-0613 |Online=https://www.economist.com/prospero/2017/09/07/why-stephen-kings-novels-still-resonate |Abruf=2022-08-24}}</ref><ref name=":2">{{Literatur |Autor=Lea Sikau |Titel=Stephen Kings neuer Roman Finderlohn: Der Autor in Zahlen |Sammelwerk=DIE WELT |Datum=2015-09-07 |Online=https://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article146106985/Stephen-King-die-sieben-beeindruckendsten-Fakten.html |Abruf=2022-08-25}}</ref> ]]Die Horrorfiktion des späten 20. Jahrhunderts wurde maßgeblich durch die Werke von [[Stephen King]] geprägt.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.britannica.com/biography/Stephen-King |titel=Stephen King {{!}} Biography, Books, Movies, TV Shows, & Facts {{!}} Britannica |sprache=en |abruf=2022-08-25}}</ref> Mit [[Carrie (Roman)|Carrie]], [[Shining (Roman)|The Shining]], [[Es (Roman)|Es]], [[Sie (Stephen King)|Sie]], mehreren Dutzend anderen [[Roman]]en und etwa 200 [[Kurzgeschichte]]n<ref name="Thrillist">Jackson, Dan (18 Februar 2016). [https://www.thrillist.com/entertainment/nation/stephen-king-books-a-beginners-guide „A Beginner's Guide to Stephen King Books“]. Thrillist. Abgerufen am 5. Februar 2019.</ref><ref>{{Literatur |Autor=Richard Bleiler |Titel=Supernatural fiction writers: contemporary fantasy and horror |Auflage=2nd ed |Verlag=Charles Scribner's Sons |Ort=New York |Datum=2003 |ISBN=0-684-31250-6 |Seiten=525-540}}</ref> gilt King als der erfolgreichste Horror-Autor aller Zeiten<ref>{{Internetquelle |autor=Sertan Sanderson |url=https://www.dw.com/de/bestseller-autor-stephen-king-ist-70/a-40592833 |titel=Bestseller-Autor Stephen King ist 70 |werk=[[Deutsche Welle]] |datum=2017-09-20 |abruf=2022-08-25}}</ref> und prägt das Literatur-Genre bis in die [[Gegenwart]].<ref name=":2" /> Andere beliebte Horrorautoren dieser Zeit waren [[Anne Rice]], [[Brian Lumley]], [[Graham Masterton]], [[James Herbert (Autor)|James Herbert]], [[Dean Koontz]], [[Clive Barker]],<ref>{{Literatur |Autor=Richard Bleiler |Titel=Supernatural fiction writers: contemporary fantasy and horror |Auflage=2nd ed |Verlag=Charles Scribner's Sons |Ort=New York |Datum=2003 |ISBN=0-684-31250-6 |Seiten=61-70}}</ref> [[Ramsey Campbell]]<ref>{{Literatur |Autor=Richard Bleiler |Titel=Supernatural fiction writers: contemporary fantasy and horror |Auflage=2nd ed |Verlag=Charles Scribner's Sons |Ort=New York |Datum=2003 |ISBN=0-684-31250-6 |Seiten=177-188}}</ref> und [[Peter Straub (Schriftsteller)|Peter Straub]].
Ab den 1980er Jahren entwickelten sich die ersten {{WP|1=Horrorspiel}}e,<ref name=":4">{{Internetquelle |autor=Chris Garcia |url=https://computerhistory.org/blog/the-haunted-house/: ''The Haunted House |hrsg=Computer History Museum, 2012-10-31 |sprache=en |abruf=2022-08-18}}</ref> welche sich aufgrund von Einschränkungen der {{WP|1=Spielkonsole|Konsolen}} und {{WP|1=Computer}} allerdings lange auf schriftliche Beschreibungen oder auf Horrorbilder in den Zwischensequenzen beschränkten.<ref name=":12">Bernard Perron: ''Horror video games: Essays on the fusion of fear and play, Jefferson, N.C., 2009 {{ISBN|ISBN=978-0-7864-4197-6}}</ref> Mit den 1990er Jahren kamen die ersten {{WP|1=Immersion (virtuelle Realität)|immersiveren}} Spiele wie {{WP|1=Alone in the Dark}} (1992), welches 3D-Figuren einführte, auf den Markt.<ref name=":3">{{Internetquelle |autor=Travis Fahs |url=https://www.ign.com/articles/2009/10/30/ign-presents-the-history-of-survival-horror: ''IGN Presents the History of Survival Horror, 2009-10-30 |sprache=en |abruf=2022-08-18}}</ref> Die technischen Neuerungen ebneten den Weg für bekanntere Vertreter des Horrorspiels, wie das {{WP|1=Resident Evil (Computerspielreihe)|Resident Evil Franchise}} (1996), welches den {{WP|1=Survival Horror}} definierte,<ref>{{Internetquelle |url=http://www.gamespot.com/gamespot/features/video/15influential/p14_01.html: ''15 Most Influential Video Games of All Time |werk=GameSpot, 2010-04-14 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20100414040202/http://www.gamespot.com/gamespot/features/video/15influential/p14_01.html |archiv-datum=2010-04-14 |abruf=2022-08-18}}</ref> oder {{WP|1=Silent Hill}} (1999), das {{WP|1=Horrorspiel#Psychologischer Horror|psychologische Horrorspiele}} als Genre prägte.<ref name=":3" />{{WP|1=Datei:Stephen King, Comicon.jpg|alt=Stephen King|mini|{{WP|1=Stephen King}}, aufgrund seines Erfolgs als Horror-Autor des 20./21. Jahrhunderts häufig als „King of Horror“ betitelt.<ref>{{Literatur: ''Why Stephen King’s novels still resonate |Sammelwerk=The Economist|ISSN=0013-0613 |Online=https://www.economist.com/prospero/2017/09/07/why-stephen-kings-novels-still-resonate |Abruf=2022-08-24}}</ref><ref name=":2">Lea Sikau: ''Stephen Kings neuer Roman Finderlohn: Der Autor in Zahlen |Sammelwerk=DIE WELT, 2015-09-07 |Online=https://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article146106985/Stephen-King-die-sieben-beeindruckendsten-Fakten.html |Abruf=2022-08-25}}</ref> }}Die Horrorfiktion des späten 20. Jahrhunderts wurde maßgeblich durch die Werke von {{WP|1=Stephen King}} geprägt.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.britannica.com/biography/Stephen-King: ''Stephen King {{!}} Biography, Books, Movies, TV Shows, & Facts {{!}} Britannica |sprache=en |abruf=2022-08-25}}</ref> Mit {{WP|1=Carrie (Roman)|Carrie}}, {{WP|1=Shining (Roman)|The Shining}}, {{WP|1=Es (Roman)|Es}}, {{WP|1=Sie (Stephen King)|Sie}}, mehreren Dutzend anderen {{WP|1=Roman}}en und etwa 200 {{WP|1=Kurzgeschichte}}n<ref name="Thrillist">Jackson, Dan (18 Februar 2016). [https://www.thrillist.com/entertainment/nation/stephen-king-books-a-beginners-guide „A Beginner's Guide to Stephen King Books“]. Thrillist. Abgerufen am 5. Februar 2019.</ref><ref>Richard Bleiler: ''Supernatural fiction writers: contemporary fantasy and horror''. 2nd ed.Charles Scribner's Sons, New York, 2003 {{ISBN|ISBN=0-684-31250-6 |Seiten=525-540}}</ref> gilt King als der erfolgreichste Horror-Autor aller Zeiten<ref>{{Internetquelle |autor=Sertan Sanderson |url=https://www.dw.com/de/bestseller-autor-stephen-king-ist-70/a-40592833: ''Bestseller-Autor Stephen King ist 70 |werk={{WP|1=Deutsche Welle}}, 2017-09-20 |abruf=2022-08-25}}</ref> und prägt das Literatur-Genre bis in die {{WP|1=Gegenwart}}.<ref name=":2" /> Andere beliebte Horrorautoren dieser Zeit waren {{WP|1=Anne Rice}}, {{WP|1=Brian Lumley}}, {{WP|1=Graham Masterton}}, {{WP|1=James Herbert (Autor)|James Herbert}}, {{WP|1=Dean Koontz}}, {{WP|1=Clive Barker}},<ref>Richard Bleiler: ''Supernatural fiction writers: contemporary fantasy and horror''. 2nd ed.Charles Scribner's Sons, New York, 2003 {{ISBN|ISBN=0-684-31250-6 |Seiten=61-70}}</ref> {{WP|1=Ramsey Campbell}}<ref>Richard Bleiler: ''Supernatural fiction writers: contemporary fantasy and horror''. 2nd ed.Charles Scribner's Sons, New York, 2003 {{ISBN|ISBN=0-684-31250-6 |Seiten=177-188}}</ref> und {{WP|1=Peter Straub (Schriftsteller)|Peter Straub}}.


=== 21. Jahrhundert ===
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Während Horrorspiele bis in die 1990er Jahre von Horrorfilmen inspiriert waren, beeinflussten Horrorspiele später die Horrorfilme in den 2000er Jahren.<ref name=":43">{{Internetquelle |autor=Chris Garcia |url=https://computerhistory.org/blog/the-haunted-house/ |titel=The Haunted House |hrsg=Computer History Museum |datum=2012-10-31 |sprache=en |abruf=2022-08-18}}</ref> Der Erfolg von [[Resident Evil (Computerspielreihe)|Resident Evil]] und [[House of the Dead]] entfachte in den 2000er Jahren ein erneutes Interesse an Zombiefilmen und beeinflusste Hit-Zombiefilme wie [[28 Days Later]] (2002), die [[Resident Evil (Realfilmreihe)|Resident-Evil]]-Filmreihe, [[Dawn of the Dead]] (2004) und [[Shaun of the Dead]] (2004).<ref>{{Internetquelle |autor=Nicholas Barber |url=https://www.bbc.com/culture/article/20131025-zombie-nation |titel=Why are zombies still so popular? |werk=BBC |sprache=en |abruf=2022-08-18}}</ref><ref>{{Internetquelle |url=https://www.huffpost.com/entry/interview-director-alex-g_b_7038618 |titel=An Interview With 'Ex Machina' Director Alex Garland |werk=Huffington Post |datum=2015-04-10 |sprache=en |abruf=2022-08-18}}</ref><ref>{{Internetquelle |autor=Richard Newby, Richard Newby |url=https://www.hollywoodreporter.com/movies/movie-news/have-get-a-quiet-place-killed-zombie-genre-1121491/ |titel=How ’28 Days Later’ Changed the Horror Genre |werk=The Hollywood Reporter |datum=2018-06-29 |sprache=en-US |abruf=2022-08-18}}</ref> Mit dem Wachstum von [[Indie-Spiel]]en in den 2010er-Jahren erfuhren Horrorspiele, als bis dahin experimentelles Genre, ebenfalls einen Popularitätszuwachs. Zudem erfreuen sich Horrorspiele in [[Let’s Play]]s und [[Live-Streaming|Streams]] einer besonderen Beliebtheit, weswegen sie seit den frühen 2010er-Jahren<ref>{{Internetquelle |autor=Damieon Best |url=https://www.gamersdecide.com/articles/best-horror-game-youtubers |titel=Top 7 Horror Game YouTubers (Best Youtube Horror Gamers) |werk=gamersdecide |datum=2020-02-29 |abruf=2022-08-25}}</ref> besonders von den neuen Medien profitieren.<ref name=":62">{{Internetquelle |autor=Emanuel Maiberg |url=https://www.vice.com/en/article/z43eb9/why-horror-games-are-more-fun-to-watch-than-play |titel=Why Horror Games Are More Fun to Watch Than Play |werk=Vice |datum=2015-09-30 |sprache=en |abruf=2022-08-25}}</ref>
Während Horrorspiele bis in die 1990er Jahre von Horrorfilmen inspiriert waren, beeinflussten Horrorspiele später die Horrorfilme in den 2000er Jahren.<ref name=":43">{{Internetquelle |autor=Chris Garcia |url=https://computerhistory.org/blog/the-haunted-house/: ''The Haunted House |hrsg=Computer History Museum, 2012-10-31 |sprache=en |abruf=2022-08-18}}</ref> Der Erfolg von {{WP|1=Resident Evil (Computerspielreihe)|Resident Evil}} und {{WP|1=House of the Dead}} entfachte in den 2000er Jahren ein erneutes Interesse an Zombiefilmen und beeinflusste Hit-Zombiefilme wie {{WP|1=28 Days Later}} (2002), die {{WP|1=Resident Evil (Realfilmreihe)|Resident-Evil}}-Filmreihe, {{WP|1=Dawn of the Dead}} (2004) und {{WP|1=Shaun of the Dead}} (2004).<ref>{{Internetquelle |autor=Nicholas Barber |url=https://www.bbc.com/culture/article/20131025-zombie-nation: ''Why are zombies still so popular? |werk=BBC |sprache=en |abruf=2022-08-18}}</ref><ref>{{Internetquelle |url=https://www.huffpost.com/entry/interview-director-alex-g_b_7038618: ''An Interview With 'Ex Machina' Director Alex Garland |werk=Huffington Post, 2015-04-10 |sprache=en |abruf=2022-08-18}}</ref><ref>{{Internetquelle |autor=Richard Newby, Richard Newby |url=https://www.hollywoodreporter.com/movies/movie-news/have-get-a-quiet-place-killed-zombie-genre-1121491/: ''How ’28 Days Later’ Changed the Horror Genre |werk=The Hollywood Reporter, 2018-06-29 |sprache=en-US |abruf=2022-08-18}}</ref> Mit dem Wachstum von {{WP|1=Indie-Spiel}}en in den 2010er-Jahren erfuhren Horrorspiele, als bis dahin experimentelles Genre, ebenfalls einen Popularitätszuwachs. Zudem erfreuen sich Horrorspiele in {{WP|1=Let’s Play}}s und {{WP|1=Live-Streaming|Streams}} einer besonderen Beliebtheit, weswegen sie seit den frühen 2010er-Jahren<ref>{{Internetquelle |autor=Damieon Best |url=https://www.gamersdecide.com/articles/best-horror-game-youtubers: ''Top 7 Horror Game YouTubers (Best Youtube Horror Gamers) |werk=gamersdecide, 2020-02-29 |abruf=2022-08-25}}</ref> besonders von den neuen Medien profitieren.<ref name=":62">{{Internetquelle |autor=Emanuel Maiberg |url=https://www.vice.com/en/article/z43eb9/why-horror-games-are-more-fun-to-watch-than-play: ''Why Horror Games Are More Fun to Watch Than Play |werk=Vice, 2015-09-30 |sprache=en |abruf=2022-08-25}}</ref>


Neben den Zombiefilmen war ein großer Teil des im neuen Jahrhundert kommerziell erfolgreichen Horrorfilms von [[Hommage]]n und [[Neuverfilmung|Remakes]] sowohl amerikanischer als auch asiatischer Filme geprägt. An amerikanischen Horrorfilmen wurden dabei vor allem die Filme der 1970er- und 1980er-Jahre wiederverwertet – Beispiele dafür sind [[Michael Bay’s Texas Chainsaw Massacre]] (2003) und [[The Hills Have Eyes – Hügel der blutigen Augen]] (2006) von [[Alexandre Aja]]. [[George A. Romero|George Romeros]] [[Dawn of the Dead]] von 1978 erfuhr gleich zwei Neufassungen: einmal in dem rasant inszenierten Remake von [[Zack Snyder]], [[Dawn of the Dead (2004)]], das andere Mal in der Horror-Parodie [[Shaun of the Dead]] aus demselben Jahr. Der asiatische Horrorfilm fand durch den Videoverleih und amerikanische Remakes ein internationales Publikum. So wurden unter anderem erfolgreiche japanische Filmserien wie [[Ringu]] (1998) und [[Ju-on]] (2000) als [[Ring (Film)|Ring]] (2002) und [[The Grudge – Der Fluch|The Grudge]] (2004) neu verfilmt. Mit dem bereits 1999 gedrehten [[The Sixth Sense]] und [[The Others]] (2001) wurde aber auch der Geisterfilm neu belebt.
Neben den Zombiefilmen war ein großer Teil des im neuen Jahrhundert kommerziell erfolgreichen Horrorfilms von {{WP|1=Hommage}}n und {{WP|1=Neuverfilmung|Remakes}} sowohl amerikanischer als auch asiatischer Filme geprägt. An amerikanischen Horrorfilmen wurden dabei vor allem die Filme der 1970er- und 1980er-Jahre wiederverwertet – Beispiele dafür sind {{WP|1=Michael Bay’s Texas Chainsaw Massacre}} (2003) und {{WP|1=The Hills Have Eyes – Hügel der blutigen Augen}} (2006) von {{WP|1=Alexandre Aja}}. {{WP|1=George A. Romero|George Romeros}} {{WP|1=Dawn of the Dead}} von 1978 erfuhr gleich zwei Neufassungen: einmal in dem rasant inszenierten Remake von {{WP|1=Zack Snyder}}, {{WP|1=Dawn of the Dead (2004)}}, das andere Mal in der Horror-Parodie {{WP|1=Shaun of the Dead}} aus demselben Jahr. Der asiatische Horrorfilm fand durch den Videoverleih und amerikanische Remakes ein internationales Publikum. So wurden unter anderem erfolgreiche japanische Filmserien wie {{WP|1=Ringu}} (1998) und {{WP|1=Ju-on}} (2000) als {{WP|1=Ring (Film)|Ring}} (2002) und {{WP|1=The Grudge – Der Fluch|The Grudge}} (2004) neu verfilmt. Mit dem bereits 1999 gedrehten {{WP|1=The Sixth Sense}} und {{WP|1=The Others}} (2001) wurde aber auch der Geisterfilm neu belebt.


== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==
<references />
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Aktuelle Version vom 23. Dezember 2024, 23:35 Uhr

Horror (lateinisch für ‚Schauder‘, ‚Grausen‘, ‚Entsetzen‘)[1] ist ein Genre der spekulativen Fiktion, das verängstigen, erschrecken oder verekeln soll.[2][3] Oft kann die zentrale Bedrohung eines Werkes des Horrors als Metapher für größere Ängste einer Gesellschaft interpretiert werden.

Datei:Paul Gustave Dore Raven1.jpg
Eine Illustration des Poe'sDer Rabe“ von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gustave_Doré Gustave Doré

] Das Genre findet seine wichtigsten Ausprägungen in der Horrorliteratur und dem Horrorfilm, außerdem aber auch in der Musik (z. B. Horrorpunk und Horrorcore) und der bildenden Kunst, sowie in Horrorspielen.

Eigenschaften

Charakter des Genres

Grundlegend kann der Horror zur Phantastik gezählt werden, da die Grenzen zwischen Realität und Fantasie aufgehoben werden.[4] Den Unterschied zu anderen Vertretern der Phantastik bildet der Umgang mit dem Übernatürlichen. Trotz der unzähligen Möglichkeiten der Fiktion bleibt die Welt des Horrors bis auf wenige Ausnahmen oft deckungsgleich mit der Realität. Häufig werden fiktive Charaktere in eine Welt geworfen, bei der der [1] ansonsten kein Unterschied zur eigenen Realität ausmachen kann. Durch Brüche in dieser Welt, wie übernatürliche bzw. nicht erklärbare Phänomene, erzeugt das Medium Angst, Ekel und Grauen.[5] Dabei wird durch diese Phänomene und der realitätsgetreuen, fiktionalen Welt erreicht, dass der Rezipient das Übernatürliche logisch erklären will. Mit diesen Interpretationen spielt das Genre, denn das Erwartete wird gestört und verändert.[6] Trotzdem muss das vermeintlich Unmögliche bis zu einem gewissen Grad durch Erklärungen plausibilisiert werden, damit der Horror als nachvollziehbar verstanden wird.[7]

Abgrenzung zu anderen Genres

Vom Märchen grenzt sich Horror in der Art des Realitätsbruches ab: Während das Unerklärliche in Märchen oft die Lösung oder Rettung darstellt, ist es im Horror für gewöhnlich das Problem.[8] Weitere Abgrenzung lässt sich durch die Legitimation der Gewalt finden. Der Horror benötigt keinen Grund, um Gewalt jedes Ausmaßes darzustellen, und einige Vertreter des Genres zeichnen sich gar durch scheinbar sinnlose und exzessive Brutalität aus, wohingegen das Märchen und viele andere Genres klare Gründe für Gewalt anbringen.

Unterschiede zu Fantasy und Science Fiction finden sich im Aufbau der fiktionalen Welt. Während erstere extreme Fantasiewelten schaffen, spiegelt der Horror weitestgehend die reale Welt wieder. Dadurch verändert sich der Effekt des Übernatürlichen ins Gegenteil. In der Fantasy-Welt ist das Übernatürliche Teil der Welt und damit Teil der fiktionalen Weltordnung, während es im Horror die Grundlage von Angst und Grauen darstellt.[9]

Der Thriller hingegen teilt sich mit dem Horror eine realitätsnahe Welt, jedoch wird beim Thriller das Übernatürliche nicht als real existierend angesehen oder zumindest mit den realen Naturgesetzen aufgelöst.

Figuren und Themen

Obwohl der Horror von der Realität trennbar ist und somit unendlich viele Themen zur Verfügung stünden, bilden nur wenige Charaktere und Themen die Grundlage für einen großen Teil des Horrorgenres.[8] Trotzdem gelten Horror und seine klassischen Figuren als extrem wandelbar, was sich unter anderem auf die Aktualität zurückführen lässt, zu der ein Horrorwerk gezwungen ist.[10] Zudem muss er sich mehr als andere Genres an die Entwicklungen und Ängste der Gesellschaft anpassen.[11] Andererseits führen auch die klassischen Halbwesen, wie Tiermenschen, Zombies und andere, zur Mehrdeutigkeit und Aktualität, da sie keine starren oder festen Eigenschaften besitzen.[12]

Zu den vorherrschenden Elementen gehören Geister, Dämonen, Vampire, Werwölfe, Ghule, der Teufel, Hexen, Monster, Außerirdische, dystopische und postapokalyptische Welten, Serienmörder, Kannibalismus, Psychopathen, Kulte, dunkle Magie, Satanismus, Blut und Folter.

Geschichte

Vor 1000

[2]

Das Horror-Genre hat uralte Ursprünge, mit Wurzeln in Folklore und religiösen Traditionen, die sich auf den Tod, das Leben nach dem Tod, das Böse, das Dämonische und das Prinzip der in der Person verkörperten Sache konzentrieren.[13] Diese manifestierten sich in Geschichten von Wesen wie Dämonen, Hexen, Vampiren, Werwölfen und Geistern. Die europäische Horrorliteratur etablierte sich durch Werke der alten Griechen und alten Römer.[14] Shelleys Frankenstein-Roman von 1818 wurde stark von der Geschichte von [3] beeinflusst, den [4] von seinem Tod wiederbelebt. Euripides schrieb Theaterstücke basierend auf der Geschichte, Hippolytos Kalyptomenos und Hippolytus.[15] In Plutarchs Parallelbiografien beschreibt der Autor den Geist eines Mörders, Damon, der selbst in einem Badehaus in Chaironeia ermordet wurde.[16]

Plinius der Jüngere (61 bis ca. 113) erzählt die Geschichte von Athenodorus Kananites, der in Athen ein Spukhaus kaufte. Athenodorus war misstrauisch, da das Haus zu günstig schien. Während er ein Buch über Philosophie schrieb, wurde er von einer in Ketten gefesselten Geistergestalt besucht. Die Gestalt verschwand im Hof; am folgenden Tag fanden die Magistrate im Hof ein unbeschriftetes Grab.[17]

Elemente des Horrorgenres kommen auch in biblischen Texten vor, insbesondere im Buch der Offenbarung.[18][19]

Nach 1000

Datei:Vlad Tepes coloured drawing.png
Ein Druck von III

Werwolfgeschichten waren in der mittelalterlichen französischen Literatur beliebt. Eines der zwölf Lais von Marie de France ist eine Werwolfgeschichte mit dem Titel „Bisclavret“.

Die Gräfin Yolande gab eine Werwolfgeschichte mit dem Titel „Guillaume de Palerme“ in Auftrag. Anonyme Autoren verfassten zwei Werwolfgeschichten, „Biclarel“ und „Melion“.

Viel Horrorliteratur stammt von grausamen Persönlichkeiten des 15. Jahrhunderts. Dracula lässt sich auf den Prinzen der Walachei Vlad III zurückführen, dessen mutmaßliche Kriegsverbrechen in deutschen Flugblättern veröffentlicht wurden.[20] Die mutmaßlichen Serienmörder-Amokläufe von Gilles de Rais gelten als Inspiration für „Blaubart“.[21] Das Motiv der Vampirin leitet sich vor allem von der realen Adligen und Mörderin Elizabeth Bathory ab und trug im 18. Jahrhundert zur Entstehung der Horrorliteratur bei, beispielsweise durch László Turóczis Buch Tragica Historia von 1729.[22]

18. Jahrhundert

[5]

Das 18. Jahrhundert sah die allmähliche Entwicklung der Romantik und des Gothic-Horror-Genres. Es stützte sich auf das schriftliche und materielle Erbe des Spätmittelalters und fand seine Form in Horace Walpoles wegweisendem und umstrittenem Roman von 1764, The Castle of Otranto. Tatsächlich wurde die Erstausgabe als mittelalterlicher Roman getarnt, der vermeintlich von einem Übersetzer entdeckt und neu veröffentlicht wurde.[23] Sobald das Werk als zeitgenössisch enttarnt wurde, wurde der Roman als [6], reaktionär oder einfach geschmacklos verurteilt, erwies sich allerdings trotzdem als beliebt.[23] Otranto inspirierte Vathek (1786) von William Beckford, Sicilian Romance (1790), Mysteries of Udolpho (1794) und Italian (1796) von Radcliffe und Monk (1797) von Lewis.[23] Ein beträchtlicher Teil der Horrorliteratur dieser Ära wurde von Frauen geschrieben und an ein weibliches Publikum vermarktet.

19. Jahrhundert

[7] Die Gothic-Tradition erblühte im 19. Jahrhundert zu dem Genre, das moderne Leser heute Horrorliteratur nennen. Einflussreiche Werke und Charaktere, die bis heute in Fiktion und Film ihren Widerhall finden, fanden ihren Ursprung in „und Gretel“ (1812) der Grimm, „[8]“ (1818) von Shelley, „Vampyre“ (1819) von Polidori und „the Wanderer“ von Maturin (1820), Irvings „Legend of Sleepy Hollow“ (1820), C. Loudons The Mummy!: Or a Tale of the Twenty-Second Century (1827), Hugos Hunchback of Notre Dame (1831), Peckett Prests Varney the Vampire (1847), die Werke von Allan Poe, die Werke von Le Fanu, Louis Stevensons Case of Dr Jekyll and Mr Hyde (1886), Wildes Picture of Dorian Gray (1890), G. Wellsunsichtbare Mann (1897) und Stokers [9] (1897). Jedes dieser Werke schuf eine dauerhafte Ikone des Grauens, die in späteren Neuinszenierungen im Druck, der Bühne und der Leinwand zu sehen ist.[24]

20. Jahrhundert

Datei:Pennywise Cosplay 3.jpg
Cosplay des Pennywise, Manifestation des Antagonisten des gleichnamigen Stephen King Romans Es.

Eine wachsende Verbreitung von Zeitschriften führte um die Jahrhundertwende zu einem Boom des geschriebenen Horrors. Zu den Vertretern zählte beispielsweise Leroux, der seine Fantôme de l’Opéra veröffentlichte, bevor sie 1910 zu einem Roman wurde. Ein anderer Autor, der sich auf Horrorliteratur für Mainstream-[10] wie das Magazine spezialisierte, war Robbins, dessen Romane sich thematisch vor allem mit dem Wahnsinn und der Grausamkeit befassten.[25][26] In [11] machte der Schriftsteller Beljajew diese Themen in seiner Geschichte Professor Dowell's Head (1925) populär, in der ein Arzt Kopftransplantationen und Reanimationen an aus dem [12] gestohlenen Körpern durchführt. Später entstanden die ersten Magazine für Horrorautoren, darunter Tales[27] und Worlds.[28]

Viele einflussreiche Horrorautoren des frühen 20. Jahrhunderts haben über solche Medien ihre Reichweite entwickelt. Insbesondere der Horrorautor P. Lovecraft, welcher mit seinem [13] das Genre des kosmischen Horrors prägte, und R. James, der [14] zu dieser Zeit neu bestimmte.[29]

Der [15] wurde zu einem wiederkehrenden Thema. Sensationsjournalismus und die Berichterstattung der [16] führten dazu, dass dieses Phänomen über verschiedenen Mörder, wie the Ripper, Panzram, Haarmann oder Fish, aufrechterhalten wurde. Der Trend setzte sich in der Nachkriegszeit fort, teilweise wiederbelebt durch die Morde von Gein. 1959 schrieb Bloch, inspiriert von den Morden, den Roman [17]. Die 1969 von der Family begangenen Verbrechen beeinflussten das [18]-Thema in der Horrorliteratur der 1970er Jahre. Im Jahr 1981 schrieb Harris den Roman Drache und stellte damit Hannibal Lecter vor. 1988 erschien die Fortsetzung des Romans, Schweigen der Lämmer.

Das frühe Kino wurde von vielen Aspekten der [19] inspiriert und begründete eine starke Tradition von [20]en und deren Subgenres, die bis heute andauert. Die [21]- und Splatterfilme der 1960er und 1970er Jahre lösten in Bezug auf die grafische Darstellung von Gewalt die [22]s der 1950er Jahre, wie From The Crypt und andere Werke von Comics, ab.[30]

Das moderne [23]-Thema, das sich mit dem Motiv der lebenden Toten beschäftigt, geht zurück auf Werke wie P. Lovecrafts Geschichten „Cool Air“ (1925), „In The Vault“ (1926) und „The Outsider“ (1926) oder Wheatleys „Strange Conflict“ (1941). Mathesons Roman Am Legend (1954) beeinflusste ein ganzes Genre [24] Zombie-Romane, die durch die Filme von A. Romero versinnbildlicht wurden.

In den späten 1960er und frühen 1970er Jahren bewegte der enorme kommerzielle Erfolg der drei Bücher Baby (1967) von Levin, Exorzist von Peter Blatty und The Other von Tryon Verlage dazu, immer mehr Horrorromane zu veröffentlichen und so einen „Horrorboom“ zu verursachen.[31][32]

Ab den 1980er Jahren entwickelten sich die ersten [25]e,[33] welche sich aufgrund von Einschränkungen der [26] und [27] allerdings lange auf schriftliche Beschreibungen oder auf Horrorbilder in den Zwischensequenzen beschränkten.[34] Mit den 1990er Jahren kamen die ersten [28] Spiele wie in the Dark (1992), welches 3D-Figuren einführte, auf den Markt.[35] Die technischen Neuerungen ebneten den Weg für bekanntere Vertreter des Horrorspiels, wie das Evil Franchise (1996), welches den Horror definierte,[36] oder Hill (1999), das Horrorspiele als Genre prägte.[35][29]Die Horrorfiktion des späten 20. Jahrhunderts wurde maßgeblich durch die Werke von King geprägt.[37] Mit [30], Shining, [31], [32], mehreren Dutzend anderen [33]en und etwa 200 [34]n[38][39] gilt King als der erfolgreichste Horror-Autor aller Zeiten[40] und prägt das Literatur-Genre bis in die [35].[41] Andere beliebte Horrorautoren dieser Zeit waren Rice, Lumley, Masterton, Herbert, Koontz, Barker,[42] Campbell[43] und Straub.

21. Jahrhundert

Vorlage:Lückenhaft

Während Horrorspiele bis in die 1990er Jahre von Horrorfilmen inspiriert waren, beeinflussten Horrorspiele später die Horrorfilme in den 2000er Jahren.[44] Der Erfolg von Evil und of the Dead entfachte in den 2000er Jahren ein erneutes Interesse an Zombiefilmen und beeinflusste Hit-Zombiefilme wie Days Later (2002), die [36]-Filmreihe, of the Dead (2004) und of the Dead (2004).[45][46][47] Mit dem Wachstum von [37]en in den 2010er-Jahren erfuhren Horrorspiele, als bis dahin experimentelles Genre, ebenfalls einen Popularitätszuwachs. Zudem erfreuen sich Horrorspiele in Plays und [38] einer besonderen Beliebtheit, weswegen sie seit den frühen 2010er-Jahren[48] besonders von den neuen Medien profitieren.[49]

Neben den Zombiefilmen war ein großer Teil des im neuen Jahrhundert kommerziell erfolgreichen Horrorfilms von [39]n und [40] sowohl amerikanischer als auch asiatischer Filme geprägt. An amerikanischen Horrorfilmen wurden dabei vor allem die Filme der 1970er- und 1980er-Jahre wiederverwertet – Beispiele dafür sind Bay’s Texas Chainsaw Massacre (2003) und Hills Have Eyes – Hügel der blutigen Augen (2006) von Aja. Romeros of the Dead von 1978 erfuhr gleich zwei Neufassungen: einmal in dem rasant inszenierten Remake von Snyder, of the Dead (2004), das andere Mal in der Horror-Parodie of the Dead aus demselben Jahr. Der asiatische Horrorfilm fand durch den Videoverleih und amerikanische Remakes ein internationales Publikum. So wurden unter anderem erfolgreiche japanische Filmserien wie [41] (1998) und [42] (2000) als [43] (2002) und Grudge (2004) neu verfilmt. Mit dem bereits 1999 gedrehten Sixth Sense und Others (2001) wurde aber auch der Geisterfilm neu belebt.

Einzelnachweise

  1. Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erw. Aufl..De Gruyter, Berlin, 2002 ISBN {{{1}}}
  2. Noël Carroll: The philosophy of horror, or, Paradoxes of the heart. New York, 1990 ISBN {{{1}}}, Seiten=28, 36, 53.
  3. Hans D. Baumann: Horror: die Lust am Grauen .Beltz, Weinheim, 1992, ISBN {{{1}}}, Seiten=31-32.
  4. Hans D. Baumann: Horror die Lust am Grauen. Ungekürzte Taschenbuchausg., München, 1993 ISBN {{{1}}}, S. 98, 108-109.
  5. Hans D. Baumann: Horror die Lust am Grauen. Ungekürzte Taschenbuchausgabe, München, 1993 ISBN {{{1}}}
  6. Hans D. Baumann: Horror die Lust am Grauen. Ungekürzte Taschenbuchausg, München, 1993 ISBN {{{1}}}
  7. Hans D. Baumann: Horror die Lust am Grauen. Ungekürzte Taschenbuchausg, München, 1993 ISBN {{{1}}}
  8. 8,0 8,1 Georg Seesslen, Fernand Jung: Horror: Geschichte und Mythologie des Horrorfilms.Schüren, Marburg, 2006 ISBN {{{1}}}
  9. Hans D. Baumann: Horror die Lust am Grauen. Ungekürzte Taschenbuchausg, München, 1993 ISBN {{{1}}}, S. 157}}
  10. Reß, E. (1987): Horrormotive im Film. In W. Stock (Hrsg.), Faszination des Grauens. Frankfurt/M.: Bundesarbeitsgemeinschaft für Jugendfilmarbeit und Medienerziehung e. V. Seite 20–21
  11. Hans D. Baumann: Horror die Lust am Grauen. Ungekürzte Taschenbuchausg, München, 1993 ISBN {{{1}}} S. 287.
  12. Reß, E. (1987). Horrormotive im Film. In W. Stock (Hrsg.), Faszination des Grauens. Frankfurt/M.: Bundesarbeitsgemeinschaft für Jugendfilmarbeit und Medienerziehung e. V. Seite 32
  13. Rosemary Jackson: Fantasy, the literature of subversion.Methuen, London, 1981 ISBN {{{1}}}
  14. Vorlage:Cite web
  15. Vorlage:Internetquelle
  16. Plutarch, John Dryden, Arthur Hugh Clough: Plutarch's Lives, 1859 |Seiten=Kimon 1,1–7 |Online=https://en.wikisource.org/wiki/Lives_(Dryden_translation)/Cimon |Abruf=2022-08-28}}
  17. Pliny the Younger (1909–14). „LXXXIII. To Sura“. In Charles W. Eliot. Letters, by Pliny the Younger; übersetzt von William Melmoth. The Harvard Classics. 9. New York: P.F. Collier & Son.
  18. Timothy K. Beal: The Book of Revelation: a biography, Princeton, 2018 ISBN {{{1}}}
  19. Tina Pippin: Death and desire: the rhetoric of gender in the Apocalypse of John, Eugene, OR, 2020 ISBN {{{1}}}
  20. Raymond T. McNally and Radu R. Florescu (1972). „In Search of Dracula.“ Houghton Milton. Pages 8–9.
  21. Kiernan, Dr. Jas. G. „Sexual Perversion, and the Whitechapel Murders.“ The Medical Standard: IV.5. G. P. Engelhard and Company: Chicago.
  22. in Ungaria suis cum regibus compendia data, Typis Academicis Soc. Jesu per Fridericum Gall. Anno MCCCXXIX. Mense Sepembri Die 8. p 188-193, quoted by Farin
  23. 23,0 23,1 23,2 Referenzfehler: Es ist ein ungültiger <ref>-Tag vorhanden: Für die Referenz namens Walpole wurde kein Text angegeben.
  24. Christopher Frayling: Nightmare: the birth of horror.BBC Books, London, 1996 ISBN {{{1}}}
  25. David Pringle: St. James guide to horror, ghost & gothic writers. 1st ed.St. James Press, Detroit, MI, 1998 ISBN {{{1}}}
  26. Lee Server: Encyclopedia of pulp fiction writers.Facts on File, New York, 2002 ISBN {{{1}}}
  27. Marshall B. Tymn: Science fiction, fantasy, and weird fiction magazines.Greenwood Press, Westport, Conn., 1985 ISBN {{{1}}}
  28. Marshall B. Tymn: Science fiction, fantasy, and weird fiction magazines.Greenwood Press, Westport, Conn., 1985 ISBN {{{1}}}
  29. Patrick J. Murphy: Medieval studies and the ghost stories of M.R. James, University Park, Pennsylvania, 2017 ISBN {{{1}}}
  30. Peter Hutchings: The A to Z of Horror Cinema |Reihe=The A to Z Guide Series |BandReihe=100.The Scarecrow Press, Inc., Lanham, MD, 2008 ISBN {{{1}}}
  31. David Simmons: American horror fiction and class: from Poe to Twilight, London, United Kingdom, 2017 ISBN {{{1}}}
  32. David Pringle: Modern fantasy: the hundred best novels: an English-language selection, 1946-1987.Grafton, London, 1988 ISBN {{{1}}}
  33. Vorlage:Internetquelle
  34. Bernard Perron: Horror video games: Essays on the fusion of fear and play, Jefferson, N.C., 2009 ISBN {{{1}}}
  35. 35,0 35,1 Vorlage:Internetquelle
  36. Vorlage:Internetquelle
  37. Vorlage:Internetquelle
  38. Jackson, Dan (18 Februar 2016). „A Beginner's Guide to Stephen King Books“. Thrillist. Abgerufen am 5. Februar 2019.
  39. Richard Bleiler: Supernatural fiction writers: contemporary fantasy and horror. 2nd ed.Charles Scribner's Sons, New York, 2003 ISBN {{{1}}}
  40. Vorlage:Internetquelle
  41. Referenzfehler: Es ist ein ungültiger <ref>-Tag vorhanden: Für die Referenz namens :2 wurde kein Text angegeben.
  42. Richard Bleiler: Supernatural fiction writers: contemporary fantasy and horror. 2nd ed.Charles Scribner's Sons, New York, 2003 ISBN {{{1}}}
  43. Richard Bleiler: Supernatural fiction writers: contemporary fantasy and horror. 2nd ed.Charles Scribner's Sons, New York, 2003 ISBN {{{1}}}
  44. Vorlage:Internetquelle
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