Manfred Pawlak Verlag: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Manfred Pawlak Verlag''' war ein deutscher Buchverlag mit Sitz in Herrsching.
Der '''Manfred Pawlak Verlag''' war ein deutscher Buchverlag mit Sitz in {{WP|Herrsching_am_Ammersee Herrsching am Ammersee}}.


== Geschichte ==
== Geschichte ==
Der Verlag war seit den frühen 60iger Jahren vorwiegend mit Sach- und Ratgeberbüchern auf dem Markt ud hatte sich auf {{WP-Link|1=Modernes_Antiquariat Modernes Antiquariat}} und Lizenzausgaben spezialisiert.
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1979 hatte der Verlag die Lizenz für den Nachdruck einer zehnbändigen Edgar-Allan-Poe-Ausgabe erworben. Das Werk, herausgebracht vom Schweizer Walter-Verlag, war von Arno Schmidt und Hans Wollschläger übersetzt worden. Auf dieser Vertragsbasis durfte Pawlak rund 50 000 Exemplare nachdrucken, für drei Mark Lizenzgebühr pro Kassette. 35 000 Kassetten wurden fristgerecht bezahlt, später erfolgten weitere Zahlungen. Wie Recherchen ergaben, waren 89 000 Poe-Kassetten gedruckt worden, 38 658 mehr, als abgerechnet worden waren. <q>Der Delinquent Pawlak ist milde bestraft worden. 169 643,91 Mark hat seine überlastete Buchhaltung schon überwiesen, 50 824,32 Mark allerdings kostet die Wühlarbeit des Wirtschaftsprüfers. Strittig ist noch, ob die Lizenzsumme auf vier Mark pro Kassette angehoben werden darf.</q><ref name="Spiegel">[https://www.spiegel.de/kultur/scheck-lass-nach-a-430e06cb-0002-0001-0000-000013530208 ''Scheck laß nach''. In: Spiegel Nr. 40/1988, 2. Oktober 1988.]</ref>
 
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== Verlagsprogramm ==
Der Verlag produzierte vorwiegend Sach- und Ratgeberbücher und hatte sich auf {{WP-Link|1=Modernes_Antiquariat Modernes Antiquariat}} und Lizenzausgaben spezialisiert.<ref name="Spiegel" />
 
Es gab drei umfangreiche Lizenzausgaben:
 
* Edgar-Allan-Poe-Ausgabe. 10 Bände, 1979.
* Karl Mays ''Reiseerzählungen in Einzelausgaben'', 74 Bände, 1983, Taschenbuch und Hardcover. Die Einbandzeichnungen stammten von Helmut Preiss.
* Collection Jules Verne. 100 Bände, 1984.


== Weblinks ==
== Weblinks ==
* [https://www.karl-may-wiki.de/index.php/Manfred_Pawlak_Verlag Karl-May-Wiki]
* [https://www.spiegel.de/kultur/scheck-lass-nach-a-430e06cb-0002-0001-0000-000013530208 ''Scheck laß nach''.] In: Spiegel 40/1988, 2. Oktober 1988.
* [https://www.spiegel.de/kultur/scheck-lass-nach-a-430e06cb-0002-0001-0000-000013530208 Spiegel]
* Eintrag Manfred Pawlak Verlag in der [https://www.karl-may-wiki.de/index.php/Manfred_Pawlak_Verlag Karl-May-Wiki].
* Bibliographie zur ''Karl May-Edition'' in der [https://buecher.karl-may-wiki.de/verlagdetails.php?_id=4 Karl-May-Wiki].
* [https://www.j-verne.de/verne_edit2.html Deutschsprachige Ausgaben der Werke Jules Vernes - Teil 2] von Andreas Fehrmann.
* [https://www.vemag-medien.de Website] der VEMAG Verlags- und Medien AG.
 
== Einzelnachweise ==
<references />
 
{{SORTIERUNG: Pawlak, Manfred}}
[[Kategorie:Science Fiction]]
[[Kategorie:Phantastik]]
[[Kategorie:Literatur]]
[[Kategorie:Verlag]]
[[Kategorie:Deutschland]]
[[Kategorie:5]]

Aktuelle Version vom 21. Januar 2025, 00:11 Uhr

Der Manfred Pawlak Verlag war ein deutscher Buchverlag mit Sitz in Herrsching am Ammersee.

Geschichte

Die Manfred Pawlak Großantiquariat und Verlagsgesellschaft mbh wurde 1976 gegründet.[1][2] Gegenstand des Unternehmens war "An- und Verkauf von antiquarischen Büchern und übernommenen Restauflagen sowie Verlag, Vertrieb und Herstellung von Druckwerken aller Art".[1]

1979 hatte der Verlag die Lizenz für den Nachdruck einer zehnbändigen Edgar-Allan-Poe-Ausgabe erworben. Das Werk, herausgebracht vom Schweizer Walter-Verlag, war von Arno Schmidt und Hans Wollschläger übersetzt worden. Auf dieser Vertragsbasis durfte Pawlak rund 50 000 Exemplare nachdrucken, für drei Mark Lizenzgebühr pro Kassette. 35 000 Kassetten wurden fristgerecht bezahlt, später erfolgten weitere Zahlungen. Wie Recherchen ergaben, waren 89 000 Poe-Kassetten gedruckt worden, 38 658 mehr, als abgerechnet worden waren. Der Delinquent Pawlak ist milde bestraft worden. 169 643,91 Mark hat seine überlastete Buchhaltung schon überwiesen, 50 824,32 Mark allerdings kostet die Wühlarbeit des Wirtschaftsprüfers. Strittig ist noch, ob die Lizenzsumme auf vier Mark pro Kassette angehoben werden darf.[3]

Im Juli 1992 wurde die Gesellschaft wegen Eröffnung eines Konkurses aufgelöst.[1]

Gleichfalls im Juli 1992 wurde ein Neuer Pawlak Verlag mit Sitz in Köln gegründet. Allerdings wird Manfred Pawlak im Handelsregisterauszug nicht genannt.[4] 1994 wurde die Gesellschaft mit der VEMAG Verlags- und Medien AG mit Sitz in Köln verschmolzen[5][6] Werke phantastischer Literatur sind in beiden Verlagen nicht erschienen.

Verlagsprogramm

Der Verlag produzierte vorwiegend Sach- und Ratgeberbücher und hatte sich auf Vorlage:WP-Link und Lizenzausgaben spezialisiert.[3]

Es gab drei umfangreiche Lizenzausgaben:

  • Edgar-Allan-Poe-Ausgabe. 10 Bände, 1979.
  • Karl Mays Reiseerzählungen in Einzelausgaben, 74 Bände, 1983, Taschenbuch und Hardcover. Die Einbandzeichnungen stammten von Helmut Preiss.
  • Collection Jules Verne. 100 Bände, 1984.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Gemeinsames Registerportal der Länder: Handelsregistereintrag Amtsgericht München HRB 51638.
  2. Laut Spiegel war der Verlag "seit den frühen 60iger Jahren auf dem Markt: Scheck laß nach. In: Spiegel Nr. 40/1988, 2. Oktober 1988.
  3. 3,0 3,1 Scheck laß nach. In: Spiegel Nr. 40/1988, 2. Oktober 1988.
  4. Gemeinsames Registerportal der Länder: Handelsregistereintrag Amtsgericht Köln HRB 22946.
  5. Ebenda.
  6. Gemeinsames Registerportal der Länder: Handelsregistereintrag Amtsgericht Köln HRB 22291.