Solaris (Stationentheater): Unterschied zwischen den Versionen

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== Presse ==
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* […] „Solaris“ heißt der berühmte, mehrfach verfilmte Science-Fiction-Roman des polnischen Autors Lem, den Schauspieler und Regisseur Bruno Winzen in eine ganz famose Form gegossen hat, um daraus eine „phantastische Theater-Expedition“ zu machen. Im Mittelpunkt der Geschichte eine Raumstation auf einem Planeten, die von einem großen geheimnisvollen, offenbar intelligenten Meer „bevölkert“ wird. Vergeblich hatten Wissenschaftler sich auf diesen Ozean einen Reim zu machen versucht. Doch nun geschehen sonderbare Dinge, es tauchen eigentlich längst tote Menschen auf. Psychologin Kris Kelvin wird zur Raumstation geschickt […] und trifft dort auf eine „Kopie“ eines verstorbenen Liebhabers […]. Auf Wissenschaftler, die versuchen, der Lage Herr zu werden. Das Publikum, das im Foyer von Carolin Schupa, alias Kelvin, aufgegabelt wird, wird spielerisch indes soghaft in das Geschehen eingeführt. Soll durch das Labyrinth des Theaters, alias der Raumstation, folgen. Es geht tiefer und weiter in die Hinterbühne. Es kommt zu Begegnungen, zu dramatischen Momenten, etwa mit Snaut, treffsicher verkörpert von Ronny Tomiska, oder mit Sartorius (herrlich selbst gespielt von Bruno Winzen), der indes nur als Video-Projektion und Stimme aus der Ferne zugegen ist. […] Zentrale Figur[…] ist Schupas Kris Kelvin. Angelegt, mit durchaus raffinierter Bandbreite an Charaktermerkmalen, lässt Schupa Raum für Projektionen. […] (G)erade im Detail, in der kleinen Geste offenbart Schupa Feingespür für Tiefgang. Schupas Kris ist gradlinig, schlagfertig und dann wieder glaubhaft verletzlich. Überaus poetische Momente gelingen der Inszenierung von Winzen an mehreren Stationen – an einigen darf das Publikum auf Stühlen Platz nehmen, an anderer Stelle miterlebt es stehend. Es gibt geschickte Einbeziehung baulicher Gegebenheiten, wie Aufzüge. Ein wenig wird auch mit Licht (Bühne und Kostüme: Udo Hesse) und Klang gespielt. […] Viel Applaus für das gelungene Experiment, das am Ende sogar für ein Aufeinanderstoßen von Sphären sorgte – ganz real durch eine aufgebrachte, etwas verwirrte, Passantin auf dem Theaterplatz, die ihren Weltschmerz hinausschrie. Das ist eine andere, wahrscheinlich auch tragische Geschichte.  
== Weblink ==
Solaris. Video auf: [https://www.youtube.com/watch?v=svKucvtsfYk Youtube]




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== Weblink ==
Solaris. Video auf: [https://www.youtube.com/watch?v=svKucvtsfYk Youtube]


== Einzelnachweis ==
== Einzelnachweis ==

Version vom 2. Januar 2024, 21:33 Uhr

Eine phantastische Theater-Expedition nach dem Science Fiction Roman von Stanislaw Lem.[1]

Handlung

Der Psychologe Kris Kelvin wird zur Raumstation auf Solaris geschickt, einem weit entfernten Planeten, dessen rätselhafter Ozean anscheinend ein lebendiges Wesen ist. Ein fremdes Wesen, das die Menschheit seit Jahrzehnten zu erforschen versucht.

Gleich bei seiner Ankunft erfährt Kelvin vom Selbstmord eines Besatzungsmitglieds. Die zwei verbliebenen Wissenschaftler, der Kybernetiker Snaut und der Biochemiker Sartorius, wirken verstört und werden von seltsamen "Gästen" heimgesucht. Auch Kelvin bekommt nach kurzer Zeit Besuch und sieht sich mit seiner Vergangenheit konfrontiert: Er begegnet Harey, seiner Frau, die vor vielen Jahren Selbstmord beging, nachdem er sie verlassen hat.

Über verschlungene Backstage-Pfade führen Brudo Winzen und sein Ensemble eine Gruppe unterschrockener Zuschauer durch das Krefelder Theater, auf der Suche nach dem Geheimnis der Raumstation und des Planeten Solaris.

Besetzung

  • Idee & Inszenierung: Bruno Winzen
  • Ausstattung: Udo Hesser
  • Dramaturgie: Martin Vöhringer

Übersetzung aus dem Polnischen von Irmtraud Zimmermann-Göllheim.

Aufführung

  • Premiere im Theater Krefeld, Hinterhaus am 4. September 2022.
  • Theater Mönchengladbach in der Spielzeit 2023/24.

Presse

  • […] „Solaris“ heißt der berühmte, mehrfach verfilmte Science-Fiction-Roman des polnischen Autors Lem, den Schauspieler und Regisseur Bruno Winzen in eine ganz famose Form gegossen hat, um daraus eine „phantastische Theater-Expedition“ zu machen. Im Mittelpunkt der Geschichte eine Raumstation auf einem Planeten, die von einem großen geheimnisvollen, offenbar intelligenten Meer „bevölkert“ wird. Vergeblich hatten Wissenschaftler sich auf diesen Ozean einen Reim zu machen versucht. Doch nun geschehen sonderbare Dinge, es tauchen eigentlich längst tote Menschen auf. Psychologin Kris Kelvin wird zur Raumstation geschickt […] und trifft dort auf eine „Kopie“ eines verstorbenen Liebhabers […]. Auf Wissenschaftler, die versuchen, der Lage Herr zu werden. Das Publikum, das im Foyer von Carolin Schupa, alias Kelvin, aufgegabelt wird, wird spielerisch indes soghaft in das Geschehen eingeführt. Soll durch das Labyrinth des Theaters, alias der Raumstation, folgen. Es geht tiefer und weiter in die Hinterbühne. Es kommt zu Begegnungen, zu dramatischen Momenten, etwa mit Snaut, treffsicher verkörpert von Ronny Tomiska, oder mit Sartorius (herrlich selbst gespielt von Bruno Winzen), der indes nur als Video-Projektion und Stimme aus der Ferne zugegen ist. […] Zentrale Figur[…] ist Schupas Kris Kelvin. Angelegt, mit durchaus raffinierter Bandbreite an Charaktermerkmalen, lässt Schupa Raum für Projektionen. […] (G)erade im Detail, in der kleinen Geste offenbart Schupa Feingespür für Tiefgang. Schupas Kris ist gradlinig, schlagfertig und dann wieder glaubhaft verletzlich. Überaus poetische Momente gelingen der Inszenierung von Winzen an mehreren Stationen – an einigen darf das Publikum auf Stühlen Platz nehmen, an anderer Stelle miterlebt es stehend. Es gibt geschickte Einbeziehung baulicher Gegebenheiten, wie Aufzüge. Ein wenig wird auch mit Licht (Bühne und Kostüme: Udo Hesse) und Klang gespielt. […] Viel Applaus für das gelungene Experiment, das am Ende sogar für ein Aufeinanderstoßen von Sphären sorgte – ganz real durch eine aufgebrachte, etwas verwirrte, Passantin auf dem Theaterplatz, die ihren Weltschmerz hinausschrie. Das ist eine andere, wahrscheinlich auch tragische Geschichte.



Weblink

Solaris. Video auf: Youtube

Einzelnachweis

  1. Solaris. In: Spielzeitheft Spielzeit 2022/23 Theater Krefeld Mönchengladbach, Krefeld, 2022, S. 94.