Deutscher Comic-Congress 1973: Unterschied zwischen den Versionen
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<q>Das, was wir heute unter "Comicszene" verstehen, hat seine Wurzeln zu Anfang der 70er Jahre. Schwerpunkt der Aktivitäten war damals Berlin, seit 1970 die Keimzelle der Interessengemeinschaft Comic Strip e. V., der INCOS. 1973 lud diese Gruppe zu einer Comicveranstaltung von ungewohnter Art. In seinen Ansätzen bot der 1. Deutsche Comic-Congress alles, was auch den Kern späterer Veranstaltungen ausmachte: Ausstellungen, geladene Zeichner, Vorträge, eine Verkaufsbörse. Signierstunden kannte man vor der Einführung des Albums nicht; die im Handel gängigen Hefte konnten nicht mit einer Zeichnung versehen werden. Dass die angesprochenen Verlage sich dagegen entschieden, in Berlin aufzutreten, war ein großes Handicap für die Veranstalter, die durchaus mit diesem Engagement gerechnet hatten.</q> | <q>Das, was wir heute unter "Comicszene" verstehen, hat seine Wurzeln zu Anfang der 70er Jahre. Schwerpunkt der Aktivitäten war damals Berlin, seit 1970 die Keimzelle der Interessengemeinschaft Comic Strip e. V., der INCOS. 1973 lud diese Gruppe zu einer Comicveranstaltung von ungewohnter Art. In seinen Ansätzen bot der 1. Deutsche Comic-Congress alles, was auch den Kern späterer Veranstaltungen ausmachte: Ausstellungen, geladene Zeichner, Vorträge, eine Verkaufsbörse. Signierstunden kannte man vor der Einführung des Albums nicht; die im Handel gängigen Hefte konnten nicht mit einer Zeichnung versehen werden. Dass die angesprochenen Verlage sich dagegen entschieden, in Berlin aufzutreten, war ein großes Handicap für die Veranstalter, die durchaus mit diesem Engagement gerechnet hatten.</q> | ||
Version vom 4. Dezember 2023, 14:49 Uhr

Der 1. Deutsche Comic-Congress fand vom 21. bis 23. April 1973 in den Stadion-Terrassen in Berlin statt.
Veranstalter
Veranstalter war die Interessengemeinschaft Comic Strip (INCOS).
Dem Congress-Committee gehörten an Achim Suhr, Peter Skodzik, Karl-Heinz Rödel, Ulrich Kresse, Peter Siegler, Wolfgang Fuchs, Reinhold Reitberger, Berhard Groth und Erlend Matthes.
Programm
Samstag, 21. April:
- 11:00 Einlaß und Registrierung
- 12:00 Offizielle Eröffnung
- 13:00 Mittagessen
- 14:00 Reinhold Reitberger:
- Comics - zwischen Kunst und Schund | Vortrag
- 18:00 Abendessen
- 19:30 Detlef Lorenz:
- Burne Hogarth's Tarzan | Dia-Vortrag/Slide Show
- 23:15 Im Kino "Notausgang", Berlin-Schöneberg, Vorberg/Ecke Hauptstraße:
- Batman and Robin
- Englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Sonntag, 22. April:
- 11:00 Einlaß und Registrierung
- 12:00 Wolfgang Fuchs:
- Comics im Wandel der Zeiten | Vortrag
- 13:00 Mittagessen
- 15:00 Podiumsdiskussion
- "Einfluss des Mediums Comic auf die Gesellschaft"
- 18:00 Abendessen
- 19:00 "Bunter Abend" / Comic-Party
- Comic-Filme, Disc-Jockey, Diskussion mit prominenten Fans, Preisverleihung der besten Comic-Serien 1972 und mit der Berliner Band "County Pickers".
Montag, 23. April:
- 11:00 Einlaß und Registrierung
- 12:00 Comic-Hörspiele, Tondokumente
- 13:30 Mittagessen
- 15:00 Auktion von seltenen Comics
- 18:00 Abendessen
- 19:30 Marvel-Filme
- 21:00 Zeichentrickfilm
- "Aufstand der Tiere"/"AnimalFarm"
- nach dem Roman von George Orwell
- 16 mm Lichtton, Farbfilm, 100 Minuten
Zitat
Das, was wir heute unter "Comicszene" verstehen, hat seine Wurzeln zu Anfang der 70er Jahre. Schwerpunkt der Aktivitäten war damals Berlin, seit 1970 die Keimzelle der Interessengemeinschaft Comic Strip e. V., der INCOS. 1973 lud diese Gruppe zu einer Comicveranstaltung von ungewohnter Art. In seinen Ansätzen bot der 1. Deutsche Comic-Congress alles, was auch den Kern späterer Veranstaltungen ausmachte: Ausstellungen, geladene Zeichner, Vorträge, eine Verkaufsbörse. Signierstunden kannte man vor der Einführung des Albums nicht; die im Handel gängigen Hefte konnten nicht mit einer Zeichnung versehen werden. Dass die angesprochenen Verlage sich dagegen entschieden, in Berlin aufzutreten, war ein großes Handicap für die Veranstalter, die durchaus mit diesem Engagement gerechnet hatten.
Eckart Sackmann: Der 1. Deutsche Comic Congress Berlin 1973. In: Eckart Sackmann (Hg.): Deutsche Comicforschung, Band 13 (2017)