Zukunftsräume (Ausstellung): Unterschied zwischen den Versionen

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<q>Zur Ausstellung erscheint eine reich illustrierte Begleitpublikation. Sie versteht sich nicht als Katalog im üblichen Sinn, der einen Überblick über die Exponate gibt, sondern als eigenständiger Text- und Bildband zum Thema.</q>
<q>Zur Ausstellung erscheint eine reich illustrierte Begleitpublikation. Sie versteht sich nicht als Katalog im üblichen Sinn, der einen Überblick über die Exponate gibt, sondern als eigenständiger Text- und Bildband zum Thema.</q>
== Einzelnachweis ==
Harald Kimpel und Gerd Hallenberg (Hrsg.), Zukunftsräume. Bildwelten und Weltbilder der Science Fiction, Just, 1984, ISBN 978-3923979059


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Version vom 9. Dezember 2023, 15:25 Uhr

Die Ausstellung Zukunftsräume - Bildwelten und Weltbilder der Science Fiction fand vom 30. April bis 17 . Juni 1983 in der Orangerie, Karlsaue, in Kassel statt.

Veranstalter

Veranstalter war das Amt für Kulturpflege der Stadt Kassel.

Zielsetzung

Allem Anschein nach hat die Zukunft zur Zeit Zukunft. Mit dem Erreichen des Jahres

1984,

das George Orwell als Titel seines bekanntesten Romans gewählt hat, wurde ein kulturelles Klima geschaffen, in dem das Nachdenken über Zukunft zum Thema mit Tagesaktualität geworden ist. Die Identität des Datums von Orwells Zukunft mit unserer Gegenwart schärft den Blick für die Beziehungen zwischen Gegenwart und Zukunft. Je mehr aber die Realität als problematisch empfunden wird, desto stärker scheint im Noch-nicht-Geschehenen Raum für Träume, Wünsche und Hoffnungen zu liegen, aber auch für Ängste und Befürchtungen. Nun haben diese

ZUKUNFTSRÄUME

schon seit langem ein Türschild, das von der Unterhaltungsindustrie beschriftet wurde. Es heißt

SCIENCE FICTION.

Unter diesem Behelfsetikett werden Bilder von Zukünften entworfen, die jedoch bei näherem Hinsehen mehr über ihre Entstehungszeit verraten als über künftige Weltzustände. Noch nie waren diese scheinbaren Zukunftsentwürfe so verbreitet wie heute, da sie alle Alltagsbereiche durchdringen und die Wahrnehmungsgewohnheiten eines Massenpublikums beeinflussen. Science-Fiction-Motive düsen im Sauseschritt durch die Hitparaden, Zigaretten schweben in der Werbung als Raumschiffe durchs All, Kinderzimmer verwandeln sich in Schauplätze intergalaktischer Kriege, Karusselfahrten auf dem Jahrmarkt werden zu kosmischen Abenteuerreisen.

Ziel der Ausstellung ist daher sowohl die Dokumentation der Vielfalt heutiger Zukunftsbilder, ihrer

BILDWELTEN

als auch die Analyse ihres Gegenwartsbezuges, ihrer

WELTBILDER.

Die Austellung ordnet ihr Material in vier thematischen Abteilungen:

  • die Stadt
  • der Krieg
  • Mensch und Maschine
  • der Alltag.

Die Ausstellungsstücke reichen von Arbeiten der bildenden Kunst bis zu noch wenig erfaßten Alltagsmedien wie Spielwaren, Werbung, Unterhaltungselektronik etc. Dabei wurden u. a. Leihgaben aus den USA, Großbritannien, Italien, Frankreich, Österreich und der Schweiz beschafft.

Die Ausstellung legt wert darauf, das Material nicht in herkömmlicher Weise museal zu präsentieren. Stattdessen werden Rauminszenierungen zu spefizischen Themen geboten.

ZUKUNTSRÄUME -
BILDEWELTEN UND WELTBILDER DER SCIENCE FICTION

ist der erstmalige Versuch zu zeigen, wie in den Medien der SF im Gewand der Zukunft Gegenwart kommentiert wird.

Ausstellung

Ausstellung vom 30. April bis 17. Juni 1984 täglich 10-18 Uhr, Eintritt 2 DM.

Sonstiges

Eröffnung durch Oberbürgermeister Hans Eichel am Sonntag, 29. April 1984, 11: Uhr.
Zur Einführung spricht Gerd Hallenberger, Marburg.

Zur Ausstellung erscheint eine reich illustrierte Begleitpublikation. Sie versteht sich nicht als Katalog im üblichen Sinn, der einen Überblick über die Exponate gibt, sondern als eigenständiger Text- und Bildband zum Thema.

Einzelnachweis

Harald Kimpel und Gerd Hallenberg (Hrsg.), Zukunftsräume. Bildwelten und Weltbilder der Science Fiction, Just, 1984, ISBN 978-3923979059