Horror

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Horror (lateinisch für ‚Schauder‘, ‚Grausen‘, ‚Entsetzen‘)[1] ist ein Genre der spekulativen Fiktion, das verängstigen, erschrecken oder verekeln soll.[2][3] Oft kann die zentrale Bedrohung eines Werkes des Horrors als Metapher für größere Ängste einer Gesellschaft interpretiert werden.

[1]

Das 18. Jahrhundert sah die allmähliche Entwicklung der Romantik und des Gothic-Horror-Genres. Es stützte sich auf das schriftliche und materielle Erbe des Spätmittelalters und fand seine Form in Horace Walpole wegweisendem und umstrittenem Roman von 1764, The Castle of Otranto. Tatsächlich wurde die Erstausgabe als mittelalterlicher Roman getarnt, der vermeintlich von einem Übersetzer entdeckt und neu veröffentlicht wurde.[4] Sobald das Werk als zeitgenössisch enttarnt wurde, wurde der Roman als anachronistisch, (Politik) reaktionär oder einfach geschmacklos verurteilt, erwies sich allerdings trotzdem als beliebt.[4] Otranto inspirierte Vathek (1786) von William Beckford, A Sicilian Romance (1790), The Mysteries of Udolpho (1794) und The Italian (1796) von Ann Radcliffe und The Monk (1797) von Matthew Lewis.[4] Ein beträchtlicher Teil der Horrorliteratur dieser Ära wurde von Frauen geschrieben und an ein weibliches Publikum vermarktet.

19. Jahrhundert

[2] Die Gothic-Tradition erblühte im 19. Jahrhundert zu dem Genre, das moderne Leser heute Horrorliteratur nennen. Einflussreiche Werke und Charaktere, die bis heute in Fiktion und Film ihren Widerhall finden, fanden ihren Ursprung in „und Gretel“ (1812) der Grimm, „[3]“ (1818) von Shelley, „Vampyre“ (1819) von Polidori und „the Wanderer“ von Maturin (1820), Irvings „Legend of Sleepy Hollow“ (1820), C. Loudons The Mummy!: Or a Tale of the Twenty-Second Century (1827), Hugos Hunchback of Notre Dame (1831), Peckett Prests Varney the Vampire (1847), die Werke von Allan Poe, die Werke von Le Fanu, Louis Stevensons Case of Dr Jekyll and Mr Hyde (1886), Wildes Picture of Dorian Gray (1890), G. Wellsunsichtbare Mann (1897) und Stokers [4] (1897). Jedes dieser Werke schuf eine dauerhafte Ikone des Grauens, die in späteren Neuinszenierungen im Druck, der Bühne und der Leinwand zu sehen ist.[5]

20. Jahrhundert

[5] Vorlage:Lückenhaft

Eine wachsende Verbreitung von Zeitschriften führte um die Jahrhundertwende zu einem Boom des geschriebenen Horrors. Zu den Vertretern zählte beispielsweise Leroux, der seine Fantôme de l’Opéra veröffentlichte, bevor sie 1910 zu einem Roman wurde. Ein anderer Autor, der sich auf Horrorliteratur für Mainstream-[6] wie das Magazine spezialisierte, war Robbins, dessen Romane sich thematisch vor allem mit dem Wahnsinn und der Grausamkeit befassten.[6][7] In [7] machte der Schriftsteller Beljajew diese Themen in seiner Geschichte Professor Dowell's Head (1925) populär, in der ein Arzt Kopftransplantationen und Reanimationen an aus dem [8] gestohlenen Körpern durchführt. Später entstanden die ersten Magazine für Horrorautoren, darunter Tales[8] und Worlds.[9]

Viele einflussreiche Horrorautoren des frühen 20. Jahrhunderts haben über solche Medien ihre Reichweite entwickelt. Insbesondere der Horrorautor P. Lovecraft, welcher mit seinem [9] das Genre des kosmischen Horrors prägte, und R. James, der [10] zu dieser Zeit neu bestimmte.[10]

Der [11] wurde zu einem wiederkehrenden Thema. Sensationsjournalismus und die Berichterstattung der [12] führten dazu, dass dieses Phänomen über verschiedenen Mörder, wie the Ripper, Panzram, Haarmann oder Fish, aufrechterhalten wurde. Der Trend setzte sich in der Nachkriegszeit fort, teilweise wiederbelebt durch die Morde von Gein. 1959 schrieb Bloch, inspiriert von den Morden, den Roman [13]. Die 1969 von der Family begangenen Verbrechen beeinflussten das [14]-Thema in der Horrorliteratur der 1970er Jahre. Im Jahr 1981 schrieb Harris den Roman Drache und stellte damit Hannibal Lecter vor. 1988 erschien die Fortsetzung des Romans, Schweigen der Lämmer.

Das frühe Kino wurde von vielen Aspekten der [15] inspiriert und begründete eine starke Tradition von [16]en und deren Subgenres, die bis heute andauert. Die [17]- und [18]e der 1960er und 1970er Jahre lösten in Bezug auf die grafische Darstellung von Gewalt die [19]s der 1950er Jahre, wie From The Crypt und andere Werke von Comics, ab.[11]

Das moderne [20]-Thema, das sich mit dem Motiv der lebenden Toten beschäftigt, geht zurück auf Werke wie P. Lovecrafts Geschichten „Cool Air“ (1925), „In The Vault“ (1926) und „The Outsider“ (1926) oder Wheatleys „Strange Conflict“ (1941). Mathesons Roman Am Legend (1954) beeinflusste ein ganzes Genre [21] Zombie-Romane, die durch die Filme von A. Romero versinnbildlicht wurden.

In den späten 1960er und frühen 1970er Jahren bewegte der enorme kommerzielle Erfolg der drei Bücher Baby (1967) von Levin, Exorzist von Peter Blatty und The Other von Tryon Verlage dazu, immer mehr Horrorromane zu veröffentlichen und so einen „Horrorboom“ zu verursachen.[12][13]

Ab den 1980er Jahren entwickelten sich die ersten [22]e,[14] welche sich aufgrund von Einschränkungen der [23] und [24] allerdings lange auf schriftliche Beschreibungen oder auf Horrorbilder in den Zwischensequenzen beschränkten.[15] Mit den 1990er Jahren kamen die ersten [25] Spiele wie in the Dark (1992), welches 3D-Figuren einführte, auf den Markt.[16] Die technischen Neuerungen ebneten den Weg für bekanntere Vertreter des Horrorspiels, wie das Evil Franchise (1996), welches den Horror definierte,[17] oder Hill (1999), das Horrorspiele als Genre prägte.[16][26]Die Horrorfiktion des späten 20. Jahrhunderts wurde maßgeblich durch die Werke von King geprägt.[18] Mit [27], Shining, [28], [29], mehreren Dutzend anderen [30]en und etwa 200 [31]n[19][20] gilt King als der erfolgreichste Horror-Autor aller Zeiten[21] und prägt das Literatur-Genre bis in die [32].[22] Andere beliebte Horrorautoren dieser Zeit waren Rice, Lumley, Masterton, Herbert, Koontz, Barker,[23] Campbell[24] und Straub.

21. Jahrhundert

Vorlage:Lückenhaft

Während Horrorspiele bis in die 1990er Jahre von Horrorfilmen inspiriert waren, beeinflussten Horrorspiele später die Horrorfilme in den 2000er Jahren.[25] Der Erfolg von Evil und of the Dead entfachte in den 2000er Jahren ein erneutes Interesse an Zombiefilmen und beeinflusste Hit-Zombiefilme wie Days Later (2002), die [33]-Filmreihe, of the Dead (2004) und of the Dead (2004).[26][27][28] Mit dem Wachstum von [34]en in den 2010er-Jahren erfuhren Horrorspiele, als bis dahin experimentelles Genre, ebenfalls einen Popularitätszuwachs. Zudem erfreuen sich Horrorspiele in Plays und [35] einer besonderen Beliebtheit, weswegen sie seit den frühen 2010er-Jahren[29] besonders von den neuen Medien profitieren.[30]

Neben den Zombiefilmen war ein großer Teil des im neuen Jahrhundert kommerziell erfolgreichen Horrorfilms von [36]n und [37] sowohl amerikanischer als auch asiatischer Filme geprägt. An amerikanischen Horrorfilmen wurden dabei vor allem die Filme der 1970er- und 1980er-Jahre wiederverwertet – Beispiele dafür sind Bay’s Texas Chainsaw Massacre (2003) und Hills Have Eyes – Hügel der blutigen Augen (2006) von Aja. Romeros of the Dead von 1978 erfuhr gleich zwei Neufassungen: einmal in dem rasant inszenierten Remake von Snyder, of the Dead (2004), das andere Mal in der Horror-Parodie of the Dead aus demselben Jahr. Der asiatische Horrorfilm fand durch den Videoverleih und amerikanische Remakes ein internationales Publikum. So wurden unter anderem erfolgreiche japanische Filmserien wie [38] (1998) und [39] (2000) als [40] (2002) und Grudge (2004) neu verfilmt. Mit dem bereits 1999 gedrehten Sixth Sense und Others (2001) wurde aber auch der Geisterfilm neu belebt.

Einzelnachweise

  1. Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erw. Aufl..De Gruyter, Berlin, 2002 ISBN {{{1}}}
  2. Noël Carroll: The philosophy of horror, or, Paradoxes of the heart. New York, 1990 ISBN {{{1}}}, Seiten=28, 36, 53.
  3. Hans D. Baumann: Horror: die Lust am Grauen .Beltz, Weinheim, 1992, ISBN {{{1}}}, Seiten=31-32.
  4. 4,0 4,1 4,2 Referenzfehler: Es ist ein ungültiger <ref>-Tag vorhanden: Für die Referenz namens Walpole wurde kein Text angegeben.
  5. Christopher Frayling: Nightmare: the birth of horror.BBC Books, London, 1996 ISBN {{{1}}}
  6. David Pringle: St. James guide to horror, ghost & gothic writers. 1st ed.St. James Press, Detroit, MI, 1998 ISBN {{{1}}}
  7. Lee Server: Encyclopedia of pulp fiction writers.Facts on File, New York, 2002 ISBN {{{1}}}
  8. Marshall B. Tymn: Science fiction, fantasy, and weird fiction magazines.Greenwood Press, Westport, Conn., 1985 ISBN {{{1}}}
  9. Marshall B. Tymn: Science fiction, fantasy, and weird fiction magazines.Greenwood Press, Westport, Conn., 1985 ISBN {{{1}}}
  10. Patrick J. Murphy: Medieval studies and the ghost stories of M.R. James, University Park, Pennsylvania, 2017 ISBN {{{1}}}
  11. Peter Hutchings: The A to Z of Horror Cinema |Reihe=The A to Z Guide Series |BandReihe=100.The Scarecrow Press, Inc., Lanham, MD, 2008 ISBN {{{1}}}
  12. David Simmons: American horror fiction and class: from Poe to Twilight, London, United Kingdom, 2017 ISBN {{{1}}}
  13. David Pringle: Modern fantasy: the hundred best novels: an English-language selection, 1946-1987.Grafton, London, 1988 ISBN {{{1}}}
  14. Vorlage:Internetquelle
  15. Bernard Perron: Horror video games: Essays on the fusion of fear and play, Jefferson, N.C., 2009 ISBN {{{1}}}
  16. 16,0 16,1 Vorlage:Internetquelle
  17. Vorlage:Internetquelle
  18. Vorlage:Internetquelle
  19. Jackson, Dan (18 Februar 2016). „A Beginner's Guide to Stephen King Books“. Thrillist. Abgerufen am 5. Februar 2019.
  20. Richard Bleiler: Supernatural fiction writers: contemporary fantasy and horror. 2nd ed.Charles Scribner's Sons, New York, 2003 ISBN {{{1}}}
  21. Vorlage:Internetquelle
  22. Referenzfehler: Es ist ein ungültiger <ref>-Tag vorhanden: Für die Referenz namens :2 wurde kein Text angegeben.
  23. Richard Bleiler: Supernatural fiction writers: contemporary fantasy and horror. 2nd ed.Charles Scribner's Sons, New York, 2003 ISBN {{{1}}}
  24. Richard Bleiler: Supernatural fiction writers: contemporary fantasy and horror. 2nd ed.Charles Scribner's Sons, New York, 2003 ISBN {{{1}}}
  25. Vorlage:Internetquelle
  26. Vorlage:Internetquelle
  27. Vorlage:Internetquelle
  28. Vorlage:Internetquelle
  29. Vorlage:Internetquelle
  30. Vorlage:Internetquelle

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