Sammlung Ehrig
Geschichte
Heinz-Jürgen Ehrig begründete die Sammlung schon im Alter von zwölf Jahren. Im Laufe der Jahre trug er Materialien zusammen, die heute auch unter großem finanziellem Einsatz nicht mehr erhältlich sind. Kernstück der Sammlung ist die erzählende Literatur in Form von Büchern, Leihbüchern, Taschenbüchern, Broschüren und Heften. Die Spannweite reicht von Goethes „Faust“ (ein herausragendes Beispiel für die Phantastik, das innerhalb der Sammlung unter anderem in einer großformatigen Prachtausgabe von 1854 vorliegt) bis zu so genannten „Schundheften“ und von Kunstbänden (Böcklin und Co) bis zu Kinderbüchern (z. B. „Dieters Reise in den Weltraum“). Den „Schundheften“ und der so genannten Volksliteratur galt stets besondere Aufmerksamkeit. Sie spiegeln besser als jedes andere Medium den jeweiligen Zeitgeist wieder. Als Bücher wurden solche Texte wenigstens noch hier und da in den Bibliotheken eingestellt, als Heftromane dagegen fielen sie meistens durch den Rost. Gerade diese Hefte aber waren in besonderem Maße auf den Geschmack der Massen abgestellt und sind daher vor allem für die Forschung sehr interessant. In der Sammlung befinden sich Primärquellen, unter anderem aus der Zeit der Weimarer Republik und des Dritten Reichs, die sonst kaum noch auffindbar sind.
Umfang der Sammlung
Gegenüber einem Reporter nannte Ehrig einmal die Zahl von 130 000 Exponaten. Nach neusten Zählungen war dies eine Fehleinschätzung, es sind weit mehr. Eine genaue Bestandsaufnahme des gesamten Materials hat bisher noch nicht stattgefunden.
Der zeitliche Kernrahmen reicht von 1754 bis 2004. Zur Sammlung gehören: Bücher, Taschenbücher, Heftromane, Comics. Zeitschriften und Magazine, Jahrbücher und Monatsbände. Fan-Publikationen, Bücher aus dem Bereich der "spekulativen Wissenschaften", themenbezogene Sekundär-Literatur, Manuskripte, Exposés, Antiquariats-Kataloge, Preislisten und Verlagskataloge, Einzelartikel, Kurzgeschichten und Abbildungen utopisch-phantastischen Inhalts aus Zeitungen, Zeitschriften und Magazinen, Fotokopien und Abschriften seltener Texte, Sammelbilder und Sammelbilder-Alben, Filmprogramme, Film-Werberatschläge und -Pressemitteilungen, Aushang-Fotos, Filmplakate, Video-Kaufcassetten, Filme, Fernsehserien und themenbezogene TV-Dokumentationen in Form von Video-Mitschnitten auf rund 3000 Kassetten mit jeweils 240 Minuten Laufzeit, einschlägige Werbespots und Video-Clips, Tonkassetten mit einschlägigen Hörspielen, Schallplatten, CDs, Spielzeug, Kalender, einschlägige Kunstbände, phantastische Kunst in Form von Drucken und Originalen, Original-Comic-Zeichnungen, Poster, Postkarten, Briefmarken, Werbemittel, Sticker, Spiele, Figuren. Buttons, Clubnadeln und noch einiges mehr Außerdem enthält die Villa Galactica eine Sachbibliothek zu naturwissenschaftlichen, philosophischen, sprachwissenschaftlichen und religiösen Themen.