Gerd Courts

Aus German Science Fiction Wiki
Version vom 22. November 2025, 21:16 Uhr von Maturion (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Dr. Gerd Courts (* 19. Juni 1932 in Remscheid) ist ein deutscher Fernsehjournalist und war Mitarbeiter der WDR-Sendung Hier und heute.

Leben und Wirken

Gerd Courts studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaften. 1962 promovierte er an der Philosophischen Fakultät der Universität Köln.

1962 kommentiert er in einem Bericht das 15. Deutsche Bundessängerfest. Die Zeit berichtete über Reaktionen darauf:[1]

Das Los eines Fernsehreporters ist hart: Er soll die Gefühle eines Millionenpublikums respektieren und doch noch eine eigene Meinung haben. Mitunter ist das sehr gefährlich. "Bindet ihn an einen Laternenpfahl und werft ihn dem Volk zum Fraße vor", rief ein deutscher Sänger wutentbrannt der Redaktion des Regionalprogramms Hier und heute beim Kölner Fernsehen durchs Telephon zu. Gemeint war der Reporter Dr. Gerd Courts, der am Montag der vergangenen Woche den dritten Teil eines Berichtes über das 15. Deutsche Bundessängerfest kommentiert hatte.

2000 gründete er die Dr. Courts Beteiligungs GmbH[2] und die Dr. Courts Kommunikation GmbH & Co. KG [3] mit dem Geschäftsfeld der Erarbeitung von Konzepten für Print-Objekte, Multimedia-Vorhaben und audiovisuelle Produkte. 2011 schied er als Geschäftsführer aus.

Science Fiction-Fandom

Auf Einladung von Ernesto Mascaro besuchte Courts mit einem Fernsehteam den 4. NiederrheinCon, der am 23./24. März 1963 in Duisburg stattfand.[4] Am 25. März 1963 wurde in der Nachrichtensendung Hier und heute die daraus entstandene Fernsehreportage Science-Fiction-Literatur: Hochkultur oder Schund? Kritische Anmerkungen zum Genre der Science Fiction-Romane und Fan-Magazine anlässlich eines Fan-Treffens in Duisburg gesendet.[5][6] In dieser wurde sich sehr negativ über das Fandom sowie Science Fiction als Ganzes geäußert. Die Reportage schloss mit dem Plädoyer, man wolle „solchem Tun energisch entgegenwirken“ und der „Wille zur Gestaltung [sei] in vernünftige Bahnen zu lenken“. Von Seiten des SF-Fandoms galt Courts' Berichterstattung als Skandal.

Bibliografie (Auswahl)

  • Das Problem des unterliegenden Helden in den Dramen Stefan Zweigs. (Dissertation), Philosophische Fakultät der Universität Köln, Köln 1962, DNB 481164855.
  • Hier und Heute - Hinter den Kulissen einer Fernsehsendung. Econ, Düsseldorf 1967, DNB 456299203.
  • auch als: Die Hier und Heute Story. Econ, Düsseldorf 1967.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Das ist des Sängers Fluch ... Das WDR Fernsehen verschlug den Essener Sangesbrüdern das Lied. In: Die Zeit Nr. 31/1962, 3. August 1962.
  2. Gemeinsames Registerportal der Länder: Handelsregistereintrag Amtsgericht Köln HRB 32253.
  3. Gemeinsames Registerportal der Länder: Handelsregistereintrag Amtsgericht Köln HRA 15087.
  4. »Der IV. Niederrhein-Con wird zu einem Skandal, als Ernesto MASCARO den Fernsehreporter Gerd COURTS einlädt, der erscheint und eine verlogene Reportage zusammenschneidet.« Hagen Zboron: Tabellierte Fandomshistorie. In: Nibelungen Nr. 2, März 1966, S. 105.
  5. Science-Fiction-Literatur: Hochkultur oder Schund?. In: Namenlose Publikation, Sonderdruck 1, 2023, S. 1.
  6. Grenzüberschreitung und Wildwuchs. In: Namenlose Publikation, Sonderdruck 1, 2023, S. 4.