Die Zukunft der Zeichnung: Algorithmus

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© Friedemann Banz & Giulia Bowinkel
Banz & Bowinkel, digitale Avatare von Giulia Bowinkel und Friedemann Banz im virtuellen Raum, 2018.

Die Ausstellung Die Zukunft der Zeichnung: Algorithmus fand vom 10. Juni 2018 bis 13. Januar 2019 im Museum Abteiberg, Mönchengladbach, statt. Begleitend wurde eine Veranstaltungsreihe mit Vorträgen zum Thema Computergrafik und Vorführungen mehrerer Science Fiction-Filme angeboten.

Veranstalter

Veranstalter war das Museum Abteiberg, Mönchengladbach.

Ausstellung

© Museum Abteiberg
Computergrafik mit Siemens-System 4004, gezeichnet mit ZUSE GRAPHOMAT.

»„Die algorithmische Revolution ergreift lautlos alles, was berechenbar ist. Wenn es nicht ist, wird es gemacht.“
Frieder Nake, 2018.

Seit 1970 befindet sich das Großkonvolut der Moerser Sammler Hans Joachim und Berni Etzold als Dauerleihgabe in Mönchengladbach. Über einen Zeitraum von drei Jahren zeigt das Museum Abteiberg Werke aus der Sammlung Etzold unter verschiedenen thematischen Gesichtspunkten. Nach der ersten Folge KONSTRUKTION rückt nun im zweiten Teil ALGORITHMUS der rare Sammlungsbereich der Computergrafik ins Zentrum. Frühe computergrafische Bilder von Klaus Basset, Herbert W. Franke, Manfred Mohr, Frieder Nake, Georg Nees und Zdenĕk Sýkora sowie digital inspirierte Bilder von K. O. Götz zeigen verschiedenste Positionen der Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von zeichnerischer Geste und programmierter Maschine in den 1960er- und 1970er-Jahren.

Mit der Entwicklung immer neuer Technologien verändern sich auch die Inhalte und Arbeitsweisen der bildenden Kunst. Um ein Schlaglicht auf die gegenwärtigen Entwicklungen zu werfen, integriert die aktuelle Ausstellung mit dem Künstlerduo Banz & Bowinkel eine zeitgenössische Position, in der virtuelle und erweiterte Realität selbstverständliche Bestandteile einer Computergrafik sind.

Zum Thema der Ausstellung findet ein Veranstaltungsprogramm mit Vorträgen von Fachleuten und Künstlern statt. Zusätzlich gibt es ein Vermittlungsprogramm für Schulklassen, Kinder und Jugendliche.«[1]

Veranstaltungsprogramm

  • 21. Juni 2018, 19:30 Uhr
Vortrag von Dr. Ursula Ströbele, Universität der Künste Berlin.
Algorithmen in der Kunst. Ästhetik des Digitalen vom Kathodenstrahloszillographen bis zur Augmented Reality
Der Vortrag widmet sich Phänomenen des Digitalen in der Kunst von den Anfängen der Computergrafik beispielsweise bei Herbert W. Franke bis zur Augmented Reality unter anderem in den Werken von Banz & Bowinkel.
  • 30. Juni 2018, 14:30 Uhr
Workshop mit Banz & Bowinkel.
„Abteiberg AR“ – Wir augmentieren das Museum
Gemeinsam mit dem Künstlerduo Banz & Bowinkel durchlaufen die Teilnehmer:innen unterschiedliche Stufen der Entwicklung einer Augmented-Reality-App. Auch Neulinge sind eingeladen, sich kreativ mit dem Medium App auseinanderzusetzen und unter Anleitung der Künstler Bilder aus der Sammlung des Museums nach eigenen gestalterischen Vorstellungen zu augmentierten. Alle transformierten Bilder werden zu einer alternativen digitalen Sammlung in der App zusammengeführt und exklusiv auf die Smartphones und Tablets der TeilnehmerInnen geladen.
  • 1. Juli 2018, 15 Uhr
Ausstellungsgespräch
Generationenaustausch Computergrafik: Frieder Nake im Gespräch mit Banz & Bowinkel.
Zwei Generationen Computerkünstler treffen im Gespräch aufeinander und erkunden dialogisch die Computerkunst. Im Fokus des freien Gesprächs stehen die Frage nach Originalität und Kreativität in der digitalen Kunst.
  • 20. September 2018, 19:30 Uhr
Vortrag von Prof. Dr. Sebastian Stiller, Technische Universität Braunschweig.
Das Denken der Anderen
„Algorithmisch zu denken bedeutet sich zu überlegen wie man sich etwas überlegt. Diese Grundidee ist nicht neu. Algorithmen sind ein Kennzeichen des Menschen. Wir alle denken algorithmisch. Und wir benutzen Algorithmen von Anderen. Der Vortrag gibt einen kurzen und klaren Einblick in die Vielfalt der Denkweisen, die wir von Anderen übernehmen.“ (Sebastian Stiller)
  • 16.–19. Oktober 2018, 14–18 Uhr
Workshop für Jugendliche von 10 bis 14 Jahren
Zeichenroboter
Was hat ein Roboter mit Kunst zu tun? Mit Klebeband, Kabel, Batterie und Software geht’s im Museum Abteiberg los: Wir bauen Zeichenroboter. Inspiriert von der frühen Computerkunst und der Praxis von Harold Cohen nutzen wir analoge und digitale Techniken, um Bilder auf neue Art zu gestalten. Wir steuern kleine Roboter mit Stift und Farbe, die wie kleine Spinnen über das Papier laufen und erleben, wie unsere programmierten Codes in farbige Bilder übersetzt werden.
Ein Projekt im Rahmen des Kulturrucksacks NRW
  • 18. Oktober 2018, 19:30 Uhr
Vortrag von Tobias Richter, The Light Works: Digital Imagery.
Vom Algorithmus zum Werkzeug – die Entwicklung der digitalen Visuellen Effekte
Anhand von Beispielen aus Film und Game skizziert der Vortrag den Weg der wachsenden Komplexität von Algorithmen von den frühen Rasterbildern bis hin zum heutigen Spezialeffekt.

Filmprogramm

© Bildrechte[2]
Szenenbilder aus 2001:Odyssee im Weltraum, Raumschiff Enterprise (rechts oben), Raumpatrouille Orion (rechts unten).
  • 15. November 2018, 19 Uhr
Raumschiff Enterprise, Folge 53: Computer M5, USA 1972.
Raumpatrouille Orion, Folge 3: Hüter des Gesetzes, D 1966.
Vortragssaal Museum Abteiberg
Die Angst vor der überlegenen Maschine wird bereits in den 1960er-Jahren, in der Entstehungszeit der Computergrafik, in den Massenmedien verhandelt. Eine amerikanische und eine deutsche Science-Fiction-Serie treffen im Vortragssaal ebenso aufeinander wie Technikliebe und -skepsis in deren Sci-Fi-Episoden.[1]
Autonomes Handeln von Maschinen thematisieren die beiden Folgen aus den Fersehserien Raumschiff Enterprise und Raumpatrouille Orion. Hier geht es um Moral, Ethik und die Frage wie weit der Mensch Kontrolle an einen Computer abgeben soll oder darf.[3]
  • 22. November 2018, 19 Uhr
2001: Odyssee im Weltraum, USA 1968.
DEIN KINO im Haus Zoar, Kapuzinerplatz 12, Mönchengladbach
mit einer Einführung von Daniel Theveßen, M.A.
Der Kinoabend widmet sich dem Film 2001: Odyssee im Weltraum. Die Rechenmaschine HAL hat eine die Fähigkeit, die wir Maschinen gemeinhin absprechen: Sie kann empfinden. Der Film verhandelt unter Einsatz revolutionärer Spezialeffekte künstliche Intelligenz und die Beziehung von Mensch und Technologie.[1]
Ein besonderes Highlight ist die Vorführung des Films 2001: Odyssee im Weltraum von Stanley Kubrick im großen Kino auf großer Leinwand und modernster Soundtechnik. Eine zentrale Rolle in diesem Meisterwerk der Filmgeschichte spielt der Computer HAL, der eine Fähigkeit besitzt, die wir Maschinen gemeinhin absprechen: Er kann empfinden. Der Film verhandelt unter Einsatz revolutionärer Spezialeffekte künstliche Intelligenz und die Beziehung von Mensch und Technologie.[3]

Weblink

Die Zukunft der Zeichnung: Algorithmus auf der Webseite des Musum Abteiberg.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Beschreibung auf der Webseite des Museum Abteiberg.
  2. Bildrechte für 2001:Odyssee im Weltraum © Warner Bros. Entertainment Inc., für Raumschiff Enterprise © CBS Studius Inc., für Raumpatrouille Orion © Bavaria Film.
  3. 3,0 3,1 Text auf Informationskarte des Museum Abteiberg zu den Filmvorführungen.