Robert F. Atkinson

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Robert F. Atkinson (* Januar 1926 in Newcastle upon Tyne) war ein in England geborenerdeutschsprachiger Autor, der auch als Übersetzer tätig war. Er verwendete die Pseudonyme Bert F. Atkins, Bob Fisher und Ed Kinson.

Leben und Wirken

Robert F. Atkinson wurde im Januar 1926 in Newcastle, England, geboren. Ende des Zweiten Weltkriegs verschlug es ihn als Besatzungssoldat nach Deutschland. Hier lernte er seine Frau Helga, eine Philologin, kennen. Zusammen mit ihr und dann auch allein arbeitete er als Übersetzer für die beiden Utopia-Reihen.[1].

Im Pabel Verlag

Das Ehepaar Atkinson war für den Erich Pabel Verlag tätig. Helga arbeitete als Redakteurin bei Pabel. Ihre Aufgabe war es, die Texte der einzelnen Autoren so zu synchronisieren, dass der Eindruck entstand, sie stammten von einem einzigen Autor.

Utopia 120 war der erste Roman, den Atkinson zusammen mit seiner Frau übersetzte. Dabei handelt es sich um den 1958 erschienen Titel Saturn-Kommando. Der Roman trägt im Original den Titel Saturn Patrol und stammt aus dem Jahr 1951. Gemeinsam mit seiner Frau übersetzte er auch Utopia 122 Kampf um das Geisterschiff von Brian Shaw. Danach übersetze er eigenständig. Dies waren Utopia 130 Gefährliche Invasion von Murray Leinster, Utopia GB 77 Sternenwanderer von Poul Anderson, Utopia GB 94 Wettlauf der Zeit von Volsted Gridban.

Ed Kinson gehörte wie Kurt Mahr zu den ersten Autoren, die im Heft und nicht im Leihbuch erstveröffentlichten. 1959/60 schrieb er vier Titel für Utopia. Sein Debut war die Nummer 167 Der tödliche Strahl. Es folgten Nummer 170 Alarm auf Station 169 und Nummer 177 Bell X-50 antwortet nicht. Sein letzter Roman war die Nummer 233 Sklaven der Unterwelt. Dazu hatte er die Ehre mit Curium beim Utopia Großband die Nummer 100 zu schreiben. Dort wurde er als "Gewinner des Autorenwettbewerbs" geführt.

Atkinson war einer der wichtigen Autoren bei Kommissar X und auch an der Entstehung des Pseudonyms Bert F. Island beteiligt. Laut Uwe Schnabel steht "Bert" als Kurzform von Robert, "F." für das F. in seinem Namen und "Island" für die Insel (England), seine Heimat. Veränderungen bei Pabel führten später dazu, dass die beiden Atkinsons aus dem Redaktionsteam ausschieden, weil sie mit den Veränderungen nicht einverstanden waren. Atkinson verließ auch als Autor um Band 550 den Kommissar X.

Im Zauberkreis Verlag

Atkinson wechselte dann zum Zauberkreis Verlag und erfand die Krimiserie Die Greifer, eine Unterserie der Romanheftreihe Silber-Krimi. Dabei handelte es sich um die "Intercrime Investigators" (ICI), eine weltweit operierende Organisation. Die Zentrale befand sich in New York. Außerdem hatte die ICI Stützpunkte in San Francisco, Köln, Sydney, Tokio und Tanger. Insgesamt erschienen im Silber-Krimi zwischen 1971 und 1973 24 Romane dieser Sub-Serie. Erster Band war die Nummer 887, letzter Band die Nummer 1000.

Bei Zauberkreis erschienen auch eine Reihe von Horrorromanen, die als Sub-Serie im Silber Grusel-Krimi unter dem Pseudonym Bob Fisher's Nebelgeister liefen. Insgesamt waren dies 45 Romane. Dabei handelt es sich um Abenteuer der Ghost Squad bei Scotland Yard.

Protagonisten waren Chiefinspector John McAllister und sein Team (Sgt. Gaby O´Connors, Detective-Sgt. Neville Ashley). Daneben gab es auch noch eine Abteilung in Spanien (Esquadrón Misterio - Sargento José Peralta und der englische Psychologe Dennis Ashley). Opener war Silber-Krimi 881, letzter Band Silber Grusel-Krimi 267.

Atkinson gab also nur ein kurzes Gastspiel im SF-Roman, das fünf Titel innerhalb von zwei Jahren umfasste. Sein Hauptwerk liegt im Kriminal- und Gruselroman.

Dennoch war er einer der ersten SF-Heftromanautoren in Deutschland.

Bibliografie

Utopia
  • 167 Der tödliche Strahl (1959)
  • 170 Alarm auf Station 169 (1959)
  • 177 Bell X-50 antwortet nicht (1959)
  • 233 Sklaven in der Unterwelt (1960)
Utopia Großband
  • 100 Curium (1959)
Kurzgeschichte
  • Panik, in Utopia Magazin Nr.24 Juni 1959, S. 45-48

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Die Angaben in diesem und den folgenden Absätzen sind entnommen: Uwe Weiher: Ed Kinson. Auf: Zauberspiegel-Online.de.