The Dark Side of the Moon (snh-Planetarium): Unterschied zwischen den Versionen

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'''Pink Floyd - The Dark Side Of The Moon''' ist eine Veranstaltungreihe in der Sternwarte Neanderhöhe Hochdahl im snh-Planetarium in Erkrath.
'''Pink Floyd - The Dark Side Of The Moon''' ist eine Veranstaltungreihe in der Sternwarte Neanderhöhe Hochdahl, die seit 2023 im snh-Planetarium in Erkrath stattfindet.


== Veranstalter ==
== Veranstalter ==
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== Beschreibung ==
== Beschreibung ==
Das Kultalbum "{{WP|1=The_Dark_Side_Of_The_Moon The Dark Side of The Moon}}" von {{WP|1=Pink_Floyd Pink Floyd}}, das im März 1973 veröffentlicht wurde, feiert seinen 50. Geburtstag. Welcher Ort wäre besser geeignet, um dieses Ereignis zu feiern und zu erleben, als ein Planetarium, in dem die Musik mit visuellen Effekten kombiniert wird? Mit Hilfe modernster Technologie wurde die Idee einer Show, die atemberaubende Ausblicke auf das Sonnensystem und darüber hinaus mit The Dark Side Of The Moon in Surround Sound kombiniert, von der Band aufgegriffen. Die visuelle Produktion wurde von NSC Creative in enger Zusammenarbeit mit Pink Floyds langjährigem kreativen Mitarbeiter Aubrey Powell von Hipgnosis geleitet.
Das Kultalbum "{{WP|1=The_Dark_Side_of_the_Moon The Dark Side of the Moon}}" von {{WP|1=Pink_Floyd Pink Floyd}}, das im März 1973 veröffentlicht wurde, feiert seinen 50. Geburtstag. Welcher Ort wäre besser geeignet, um dieses Ereignis zu feiern und zu erleben, als ein Planetarium, in dem die Musik mit visuellen Effekten kombiniert wird? Mit Hilfe modernster Technologie wurde die Idee einer Show, die atemberaubende Ausblicke auf das Sonnensystem und darüber hinaus mit The Dark Side Of The Moon in Surround Sound kombiniert, von der Band aufgegriffen. Die visuelle Produktion wurde von NSC Creative in enger Zusammenarbeit mit Pink Floyds langjährigem kreativen Mitarbeiter Aubrey Powell von Hipgnosis geleitet.


Jeder Song hat ein anderes Thema; einige sind futuristisch, andere sind eine Rückbesinnung auf die visuelle Geschichte von Pink Floyd, aber alle beziehen sich auf eine Erfahrung von Zeit und Raum und nutzen die neuesten Technologien, die nur ein Planetarium bieten kann. Ein wahrhaft immersives und allumfassendes visuelles und akustisches Surround-Erlebnis, das über die Realität hinausgeht und Sie weit über die Grenzen des 2D-Erlebnisses hinausführt.
Jeder Song hat ein anderes Thema; einige sind futuristisch, andere sind eine Rückbesinnung auf die visuelle Geschichte von Pink Floyd, aber alle beziehen sich auf eine Erfahrung von Zeit und Raum und nutzen die neuesten Technologien, die nur ein Planetarium bieten kann. Ein wahrhaft immersives und allumfassendes visuelles und akustisches Surround-Erlebnis, das über die Realität hinausgeht und Sie weit über die Grenzen des 2D-Erlebnisses hinausführt.
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Orte Auch andere Planetarien bieten die Show an, darunter Bochum, Solingen, Münster. Eine Übersicht gibt es auf der Seite von Pink Floyd.
Orte Auch andere Planetarien bieten die Show an, darunter Bochum, Solingen, Münster. Eine Übersicht gibt es auf der Seite von Pink Floyd.


== Weblinks ==
== Pressespiegel ==
* [https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/kultur/pink-floyd-dark-side-of-the-moon-in-der-sternwarte-erkrath_aid-105350043 ''„Dark Side Of The Moon“ Weltraumgleitflug mit Pink Floyd in der Sternwarte'']. Auf: [https://rp-online.de rp-online.de], 18. Januar 2024.


»Die Sternwarte Neanderhöhe Hochdahl feiert in ihrem Planetarium den 50. Geburtstag von „Dark Side Of The Moon“. 62 Plätze gibt es unter der enormen Kuppel, das Publikum wird kurz begrüßt: „Wenn jemandem schlecht wird, bitte einfach kurz die Augen schließen“. Dann geht das Licht aus, und man hebt ab. Da ist das Herzschlag-Intro von „Speak To Me“ im Surround Sound, da sind die Stimmen und das Geräusch der Registrierkasse, und dann steigt der Andromedanebel aus diesen irren Gitarrenakkorden auf, und man rutscht durchs nächste Wurmloch in den Kaninchenbau von Alice im Wunderland: „Run, rabbit run.“


Die Sternwarte Erkrath bietet in ihrer Kuppel eine Projektion zu „Dark Side Of The Moon“ von Pink Floyd an. Der Sound und die im Auftrag der Band gestalteten Bilder sind überirdisch. Am Ende möchte man seinen Sitz nicht mehr
Während man also das Album in bester Qualität von „Speak To Me“ bis „Eclipse“ durchhört, sieht man Visuals, die in Zusammenarbeit mit Aubrey Powell von der Agentur Hipgnosis entstanden sind. Hipgnosis hatte das berühmte Prisma-Cover von „Dark Side“ gestaltet, am 24. März 1973 erschien die Platte, und sie wurde damals in London im Planetarium vorgestellt. ... Das Weltall muss an die Tiefsee grenzen, denkt man, während quallenartige Wesen und Pantoffeltierchen vorübertreiben. ... Totale Horizonterweiterung, immer weiter himmelwärts, näher an die Sphärenmusik. Zu „Time“ betritt man die Raumstation ISS, und die sieht aus wie ein Spielcasino.  


Von Philipp Holstein Stv. Leiter Kulturredaktion
... Jan Sundermann ... ist Diplom-Ingenieur. Der 68-Jährige gehört zum Vorstand des Vereins Neanderhöhe. Sundermann bekam irgendwann eine Mail aus London, darin wurde das Pink-Floyd-Event mit Bildproben im Fisheye-Format angeboten, eher psychedelisch als wissenschaftlich. Er nahm dennoch an, und seither ist jede Veranstaltung ausverkauft. „Wir wollten unser Publikum erweitern“, sagt er, und das sei gelungen. In 100 Planetarien auf der ganzen Welt wird das Programm gespielt, es ist ein Welthit unter dem Radar ...&laquo;<ref>* [https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/kultur/pink-floyd-dark-side-of-the-moon-in-der-sternwarte-erkrath_aid-105350043 ''„Dark Side Of The Moon“ Weltraumgleitflug mit Pink Floyd in der Sternwarte'']. Auf: [https://rp-online.de rp-online.de], 18. Januar 2024.</ref>


Der Weg auf die dunkle Seite des Mondes führt über die A46 und endet am Bürgerhaus in Erkrath. Wer Pink Floyd verehrt und eine besondere Beziehung zum erfolgreichsten Album der Band hat, sollte sein Spacelab auf dem großen Parkplatz abstellen und kurz durchatmen. Was jetzt kommt, ist nämlich intensiv, schön und aufreibend: Man fliegt ins All. Und man weiß gar nicht, was toller ist, die Aussicht dort oder der Klang.
== Weblinks ==
 
Die Sternwarte Neanderhöhe Hochdahl feiert in ihrem Planetarium den 50. Geburtstag von „Dark Side Of The Moon“. 62 Plätze gibt es unter der enormen Kuppel, das Publikum wird kurz begrüßt: „Wenn jemandem schlecht wird, bitte einfach kurz die Augen schließen“. Dann geht das Licht aus, und man hebt ab. Da ist das Herzschlag-Intro von „Speak To Me“ im Surround Sound, da sind die Stimmen und das Geräusch der Registrierkasse, und dann steigt der Andromedanebel aus diesen irren Gitarrenakkorden auf, und man rutscht durchs nächste Wurmloch in den Kaninchenbau von Alice im Wunderland: „Run, rabbit run.“
 
Während man also das Album in bester Qualität von „Speak To Me“ bis „Eclipse“ durchhört, sieht man Visuals, die in Zusammenarbeit mit Aubrey Powell von der Agentur Hipgnosis entstanden sind. Hipgnosis hatte das berühmte Prisma-Cover von „Dark Side“ gestaltet, am 24. März 1973 erschien die Platte, und sie wurde damals in London im Planetarium vorgestellt. Ein angemessener Ort, das merkt man nun auch in Erkrath, wenn man durch eine Speed-Schleuse geschickt wird, an Spektralrändern vorbeirauscht, durch die Ringe des Saturn diffundiert und in Sternenwirbeln versinkt. Das Weltall muss an die Tiefsee grenzen, denkt man, während quallenartige Wesen und Pantoffeltierchen vorübertreiben. Man zieht durch Schlieren, die an Zigarettenrauch erinnern, nein: an die weißen Fäden im kochenden Wasser, wenn man Eier pochiert. Bei „Time“ singen außerirdische Sternenmeer-Jungfrauen. Totale Horizonterweiterung, immer weiter himmelwärts, näher an die Sphärenmusik. Zu „Time“ betritt man die Raumstation ISS, und die sieht aus wie ein Spielcasino.
 
An dieser Stelle vielleicht mal eben zurück nur Erde. Da sitzt Jan Sundermann an einem Tisch in der Bücherei neben dem Planetarium. Es ist die Abteilung mit französischsprachigen Büchern, und hinter ihm steht „Der kleine Prinz“, was wie vorbereitet wirkt, es aber nicht ist. Sundermann ist Diplom-Ingenieur, er trägt Lederjacke, seinen Hut hat er abgenommen. Der 68-Jährige gehört zum Vorstand des Vereins Neanderhöhe, und er erzählt, dass er neulich seinen Verstärker „gehimmelt“ habe, als er mal wieder die „Dark Side“-LP aufgelegt hatte. Gehimmelt? „Er ist kaputtgegangen.“ Ach so. Jedenfalls: Klasse Platte, ansonsten sei ihm The Who wichtiger.
 
Sundermann bekam irgendwann eine Mail aus London, darin wurde das Pink-Floyd-Event mit Bildproben im Fisheye-Format angeboten, eher psychedelisch als wissenschaftlich. Er nahm dennoch an, und seither ist jede Veranstaltung ausverkauft. „Wir wollten unser Publikum erweitern“, sagt er, und das sei gelungen. In 100 Planetarien auf der ganzen Welt wird das Programm gespielt, es ist ein Welthit unter dem Radar, und wie viel Prozent vom Eintrittspreis an Roger Waters und David Gilmour abgeführt werden müssen, darf Sundermann nicht verraten. Auch Fotografieren ist streng verboten.
 
Sundermann hat sich erlaubt, für die Pink-Floyd-Produktion eine eigene Einführung zu gestalten. Sie dauert etwa fünf Minuten und ist durch und durch sympathisch. Sundermann bringt darin seine Verehrung für das 50 Millionen mal verkaufte „Dark Side“-Album zum Ausdruck. Dass der Satz „Wir sehen uns auf der dunklen Seite des Mondes“ dem früheren Bandmitglied Syd Barrett gegolten habe, erzählt er. Und dass die Musik von Pink Floyd den Radio-DJ John Peel an den „Klang sterbender Galaxien“ erinnerte. Neben Sunder
 
Im Saal läuft gerade „Us And Them“, und ehrlich: Wenn der Song nach zwei Minuten und 50 Sekunden ins Sinfonische ausgreift, glaubt man tatsächlich, man würde fliegen. Es geht im Sturzflug durch galaktische Canyons. „Foward!“, ruft David Gilmour. Man will die Hände ausstrecken, weil man meint, anfassen zu können, was einem im Meteoritenhagel entgegenzufliegen scheint. Manche Sitze wackeln im Takt, weil die Vorderleute auch im Groove sind, und ein Besucher trägt ein Band-T-Shirt: Pink Floyd natürlich, „Division Bell“-Tour 1994.
 
Licht zerstäubt plötzlich in Tausende Pünktchen wie ein Fischschwarm. Sonnensegel werden aufgespannt, es geht es zum Saturnmond Enceladus, unter dessen Eis sich ein Meer erstreckt. Es fühlt sich an wie 3D, auch akustisch, man wohnt nun geradezu in diesen Songs. Zum Finale berührt der Mond die Sonne. Vereinigung des Unvereinbaren. Mehr geht nicht.
 
Als die Saalbeleuchtung nach einer Stunde wieder aufflackert, bleiben alle sitzen. Das Herz pumpt noch ein bisschen im Takt von „Eclipse“. Man will nicht weg, muss aber. Die Dunkelheit draußen ist auch schön, doch sie klingt nicht so toll. Keiner sagt es, aber mindestens einer denkt es: „I’ll see on the dark Side of the Moon.“


== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==

Aktuelle Version vom 20. Januar 2024, 22:11 Uhr

Pink Floyd - The Dark Side Of The Moon ist eine Veranstaltungreihe in der Sternwarte Neanderhöhe Hochdahl, die seit 2023 im snh-Planetarium in Erkrath stattfindet.

Veranstalter

Sternwarte Neanderhöhe Hochdahl e. V.
Observatorium & Planetarium, Volksbildungszentrum für Weltraumkunde (VfW)
40679 Erkrath-Hochdahl

Beschreibung

Das Kultalbum "The Dark Side of the Moon" von Pink Floyd, das im März 1973 veröffentlicht wurde, feiert seinen 50. Geburtstag. Welcher Ort wäre besser geeignet, um dieses Ereignis zu feiern und zu erleben, als ein Planetarium, in dem die Musik mit visuellen Effekten kombiniert wird? Mit Hilfe modernster Technologie wurde die Idee einer Show, die atemberaubende Ausblicke auf das Sonnensystem und darüber hinaus mit The Dark Side Of The Moon in Surround Sound kombiniert, von der Band aufgegriffen. Die visuelle Produktion wurde von NSC Creative in enger Zusammenarbeit mit Pink Floyds langjährigem kreativen Mitarbeiter Aubrey Powell von Hipgnosis geleitet.

Jeder Song hat ein anderes Thema; einige sind futuristisch, andere sind eine Rückbesinnung auf die visuelle Geschichte von Pink Floyd, aber alle beziehen sich auf eine Erfahrung von Zeit und Raum und nutzen die neuesten Technologien, die nur ein Planetarium bieten kann. Ein wahrhaft immersives und allumfassendes visuelles und akustisches Surround-Erlebnis, das über die Realität hinausgeht und Sie weit über die Grenzen des 2D-Erlebnisses hinausführt.

Aufführungen

Adresse Die nächsten Termine, für die es noch Karten gibt sind: 18., 23. Februar, 3. und 8. März. Die Tickets kann man unter reservierung@snh.nrw reservieren.

Adresse snh-Planetarium „Stellarium Erkrath“, Bürgerhaus Hochdahl (Eingang West), Sedentaler Straße 105, 40699 Erkrath-Hochdahl.

Orte Auch andere Planetarien bieten die Show an, darunter Bochum, Solingen, Münster. Eine Übersicht gibt es auf der Seite von Pink Floyd.

Pressespiegel

»Die Sternwarte Neanderhöhe Hochdahl feiert in ihrem Planetarium den 50. Geburtstag von „Dark Side Of The Moon“. 62 Plätze gibt es unter der enormen Kuppel, das Publikum wird kurz begrüßt: „Wenn jemandem schlecht wird, bitte einfach kurz die Augen schließen“. Dann geht das Licht aus, und man hebt ab. Da ist das Herzschlag-Intro von „Speak To Me“ im Surround Sound, da sind die Stimmen und das Geräusch der Registrierkasse, und dann steigt der Andromedanebel aus diesen irren Gitarrenakkorden auf, und man rutscht durchs nächste Wurmloch in den Kaninchenbau von Alice im Wunderland: „Run, rabbit run.“

Während man also das Album in bester Qualität von „Speak To Me“ bis „Eclipse“ durchhört, sieht man Visuals, die in Zusammenarbeit mit Aubrey Powell von der Agentur Hipgnosis entstanden sind. Hipgnosis hatte das berühmte Prisma-Cover von „Dark Side“ gestaltet, am 24. März 1973 erschien die Platte, und sie wurde damals in London im Planetarium vorgestellt. ... Das Weltall muss an die Tiefsee grenzen, denkt man, während quallenartige Wesen und Pantoffeltierchen vorübertreiben. ... Totale Horizonterweiterung, immer weiter himmelwärts, näher an die Sphärenmusik. Zu „Time“ betritt man die Raumstation ISS, und die sieht aus wie ein Spielcasino.

... Jan Sundermann ... ist Diplom-Ingenieur. Der 68-Jährige gehört zum Vorstand des Vereins Neanderhöhe. Sundermann bekam irgendwann eine Mail aus London, darin wurde das Pink-Floyd-Event mit Bildproben im Fisheye-Format angeboten, eher psychedelisch als wissenschaftlich. Er nahm dennoch an, und seither ist jede Veranstaltung ausverkauft. „Wir wollten unser Publikum erweitern“, sagt er, und das sei gelungen. In 100 Planetarien auf der ganzen Welt wird das Programm gespielt, es ist ein Welthit unter dem Radar ...«[1]

Weblinks

Einzelnachweise