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| '''Jürgen Rainer Elsässer''' (* 20. Januar 1957 in [[Pforzheim]]) ist ein deutscher [[Journalist]], [[Publizist]] und [[Aktivist]], der als Gründer und Chefredakteur des Monatsmagazins ''[[Compact (Magazin)|Compact]]'', als Mitgründer des [[Rechtsextremismus|rechtsextremen]] Kampagnennetzwerks ''[[Ein Prozent]]'', als enger Kooperationspartner von [[Götz Kubitschek]] (''[[Institut für Staatspolitik]], [[Verlag Antaios]]'') und [[Hans-Thomas Tillschneider]] ([[Alternative für Deutschland|AfD]]) und als Kooperationspartner des [[Russland|russischen]] ''[[Institut für Demokratie und Zusammenarbeit|Instituts für Demokratie und Zusammenarbeit]]'' im rechtsextremen Spektrum aktiv ist. | | '''Jürgen Rainer Elsässer''' (* 20. Januar 1957 in [[Pforzheim]]) ist ein deutscher [[Journalist]], [[Publizist]] und [[Aktivist]], der als Gründer und Chefredakteur des Monatsmagazins ''[[Compact (Magazin)|Compact]]'', als Mitgründer des [[Rechtsextremismus|rechtsextremen]] Kampagnennetzwerks ''[[Ein Prozent]]'', als enger Kooperationspartner von [[Götz Kubitschek]] (''[[Institut für Staatspolitik]], [[Verlag Antaios]]'') und [[Hans-Thomas Tillschneider]] ([[Alternative für Deutschland|AfD]]) und als Kooperationspartner des [[Russland|russischen]] ''[[Institut für Demokratie und Zusammenarbeit|Instituts für Demokratie und Zusammenarbeit]]'' im rechtsextremen Spektrum aktiv ist. Er war Anfang der 70iger Jahre im deutschen Science Fiction-Fandom aktiv. |
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| | == Leben == |
| | Jürgen Elsässer war nach seinem Studium zunächst als Gymnasiallehrer tätig.<ref name="Lang225" /> Anfang der 1980er Jahre wurde er Mitglied des [[Kommunistischer Bund|Kommunistischen Bundes]] (KB) in Stuttgart und schrieb für dessen Zeitung ''Arbeiterkampf''. Mit seinem Artikel „Warum die Linke antideutsch sein muß“ (1990) begründete er diese Strömung in der radikalen Linken mit. In den 1990er Jahren gab er die Zeitschrift ''[[Bahamas (Zeitschrift)|Bahamas]]'' der ''Gruppe K'' mit heraus.<ref name="Lang226f.">Jürgen P. Lang: ''Biographisches Porträt: Jürgen Elsässer.'' Baden-Baden 2016, S. 226 f.</ref> |
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| Von etwa 1975 bis 2008 war er Autor, Redakteur und Mitherausgeber verschiedener linksgerichteter Printmedien wie [[Analyse & kritik|Arbeiterkampf]], [[Bahamas (Zeitschrift)|Bahamas]], [[Jungle World]], [[junge Welt]], [[Konkret (Zeitschrift)|konkret]] und [[Neues Deutschland]]. Von 1990 bis 2002 vertrat er [[antideutsche]], ab 2003 [[Imperialismustheorie#Lenin (1916)|antiimperialistische]] Positionen innerhalb der deutschen radikalen Linken. | | Von etwa 1975 bis 2008 war er Autor, Redakteur und Mitherausgeber verschiedener linksgerichteter Printmedien wie [[Analyse & kritik|Arbeiterkampf]], [[Bahamas (Zeitschrift)|Bahamas]], [[Jungle World]], [[junge Welt]], [[Konkret (Zeitschrift)|konkret]] und [[Neues Deutschland]]. Von 1990 bis 2002 vertrat er [[antideutsche]], ab 2003 [[Imperialismustheorie#Lenin (1916)|antiimperialistische]] Positionen innerhalb der deutschen radikalen Linken. |
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| Seit der globalen Finanzkrise von 2008 wandte er sich immer mehr dem [[Rechtspopulismus]] und dann dem [[Rechtsextremismus]] zu. 2009 gründete er die „Volksinitiative gegen das [[Finanzkapital]]“, die für [[Neue Rechte]] offenstand. Seit Ende 2010 ist er Chefredakteur des Monatsmagazins ''[[Compact (Magazin)|Compact]]''. 2014 und 2015 trat er bei den [[Mahnwachen für den Frieden]], beim Dresdner Demonstrationsbündnis [[Pegida]] und seinem Leipziger Ableger ''Legida'' auf. Seit 2016 positioniert er ''Compact'' als Wahlkampforgan für die Partei [[Alternative für Deutschland]] (AfD). Er vertritt [[Antiamerikanismus|anti-amerikanische]], [[Homophobie|homophobe]], [[Rassismus|rassistische]], [[Nationalismus|nationalistische]], [[Verschwörungsideologie|verschwörungsideologische]] und islamfeindliche Positionen, die er im Rahmen einer [[Querfront]] möglichst weit verbreiten will. Einige seiner Aussagen werden als [[Geschichte des Antisemitismus seit 1945|antisemitisch]] eingestuft. | | Seit der globalen Finanzkrise von 2008 wandte er sich immer mehr dem [[Rechtspopulismus]] und dann dem [[Rechtsextremismus]] zu. 2009 gründete er die „Volksinitiative gegen das [[Finanzkapital]]“, die für [[Neue Rechte]] offenstand. Seit Ende 2010 ist er Chefredakteur des Monatsmagazins ''[[Compact (Magazin)|Compact]]''. 2014 und 2015 trat er bei den [[Mahnwachen für den Frieden]], beim Dresdner Demonstrationsbündnis [[Pegida]] und seinem Leipziger Ableger ''Legida'' auf. Seit 2016 positioniert er ''Compact'' als Wahlkampforgan für die Partei [[Alternative für Deutschland]] (AfD). Er vertritt [[Antiamerikanismus|anti-amerikanische]], [[Homophobie|homophobe]], [[Rassismus|rassistische]], [[Nationalismus|nationalistische]], [[Verschwörungsideologie|verschwörungsideologische]] und islamfeindliche Positionen, die er im Rahmen einer [[Querfront]] möglichst weit verbreiten will. Einige seiner Aussagen werden als [[Geschichte des Antisemitismus seit 1945|antisemitisch]] eingestuft. |
| [[Datei:Jürgen Elsässer als Redner bei LEGIDA am 26. Oktober 2015.JPG|mini|Elsässer als Redner bei [[LEGIDA]], Oktober 2015]]
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| == Journalist in der deutschen Linken ==
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| Jürgen Elsässer war nach seinem Studium zunächst als Gymnasiallehrer tätig.<ref name="Lang225" /> Anfang der 1980er Jahre wurde er Mitglied des [[Kommunistischer Bund|Kommunistischen Bundes]] (KB) in Stuttgart und schrieb für dessen Zeitung ''Arbeiterkampf''. Mit seinem Artikel „Warum die Linke antideutsch sein muß“ (1990) begründete er diese Strömung in der radikalen Linken mit. In den 1990er Jahren gab er die Zeitschrift ''[[Bahamas (Zeitschrift)|Bahamas]]'' der ''Gruppe K'' mit heraus.<ref name="Lang226f.">Jürgen P. Lang: ''Biographisches Porträt: Jürgen Elsässer.'' Baden-Baden 2016, S. 226 f.</ref>
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| Anfang der 1990er Jahre bekämpfte Elsässer nationalistische Tendenzen in der Linken, kritisierte die [[Deutsche Wiedervereinigung]] als „Anschluss“ der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] und warnte vor deren politischen Folgen (Abbau des [[Sozialstaat]]s in Deutschland, Großmachtstreben Deutschlands in Europa, [[Geschichtsrevisionismus]] in Bezug auf die NS-Zeit).<ref name="Wölk">Volkmar Wölk: [http://www.hagalil.com/01/de/Antisemitismus.php?itemid=221 ''Der (S)choc(k) des Monats – Oder: Wie Jürgen Elsässer zur extremen Rechten kam.''] Der Rechte Rand Nr. 103, November / Dezember 2006; Nachdruck bei HaGalil</ref> In einem ''konkret''-Artikel meinte er 1995, gegen die „Tiraden“ des Historikers [[Ernst Nolte]] (gemeint waren dessen Aussagen seit dem [[Historikerstreit]] von 1986/87) helfe kein Argumentieren, nur „eine aufs Maul“; gegen Antisemitismus hülfen keine Aufsätze, nur „Baseballschläger“. Noltes Aussagen hätten das Programm der rechtsextremen [[Deutsche Volksunion|DVU]] vorbereitet. Dieser Gewaltaufruf wurde damals öffentlich kaum beachtet.<ref>[[Steffen Kailitz]]: ''Die politische Deutungskultur im Spiegel des „Historikerstreits“: What’s right? What’s left?'' Westdeutscher Verlag, Wiesbaden 2001, ISBN 3-531-13701-8, [https://books.google.de/books?id=xBLUBgAAQBAJ&pg=PA72 S. 72 f. und Fußnoten 339-340.]</ref>
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| Elsässers Buch ''Antisemitismus – das alte Gesicht des neuen Deutschland'' (1992; 2003) und sein Aufsatz ''Ehrbarer Antisemitismus?'' (1994)<ref>Matthias Brosch: ''Exklusive Solidarität: linker Antisemitismus in Deutschland: vom Idealismus zur Antiglobalisierungsbewegung.'' Metropol, Berlin 2007, ISBN 3-938690-28-3, S. 399, Fußnoten 27.</ref> wurden zustimmend rezipiert. Darin hatte er auf das auch in gemäßigten deutschen Parteien fortbestehende Stereotyp des [[Weltjudentum]]s, auf „zahlreiche Versatzstücke des Antisemitismus in linker Propaganda“<ref>Annette Mingels: ''Dürrenmatt und Kierkegaard.'' Böhlau, Köln 2003, ISBN 3-412-10402-7, [https://books.google.de/books?id=2EZfYrjgKz8C&pg=PA136 S. 136 f. und Fußnoten 80.]</ref> und auf die „[[Selektion (Konzentrationslager)|Selektion]] anhand völkischer Richtlinien“ hingewiesen, die die [[Revolutionäre Zellen (Deutschland)|Revolutionären Zellen]] 1991 an der [[Operation Entebbe|Flugzeugentführung nach Entebbe]] von 1976 kritisierten.<ref>Lars Rensmann: ''Demokratie und Judenbild. Antisemitismus in der politischen Kultur der Bundesrepublik Deutschland.'' Springer, Wiesbaden 2004, ISBN 978-3-322-80454-9, [https://books.google.de/books?id=OQ_0BQAAQBAJ&pg=PA318 S. 318, Fußnote 1134.]</ref>
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| Von 1994 bis 1997 war Elsässer Redakteur der Zeitung ''junge Welt'',<ref name="amann">Melanie Amann: [https://www.spiegel.de/spiegel/juergen-elsaesser-der-chefideologe-der-neuen-rechten-a-1187601.html ''Jürgen Elsässer: So denkt der Chefideologe der Neuen Rechten.''] Spiegel Online, 13. Januar 2018</ref> von 1. April bis 19. Oktober 1994 zusammen mit [[Kathrin Gerlof]] und Günter Kolodziej auch deren Chefredakteur.<ref name="jung">Anke Fiedler, [[Michael Meyen]]: ''Wer jung ist, liest die Junge Welt - Die Geschichte der auflagenstärksten DDR-Zeitung.'' Ch. Links Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-86153-749-6, S. 264</ref> Nach einem Konflikt mit der Geschäftsführung der ''jungen Welt'' um deren angestrebte orthodox-kommunistische Ausrichtung<ref name="Lang226f." /> gründete er 1997 die ''[[Jungle World]]'' mit und gab sie bis 2000 mit heraus. Wie andere Linke lehnte er den [[Operation Allied Force|NATO-Krieg gegen Jugoslawien]] 1999 ab und wies dessen offizielle Begründungen 2000 als Propagandalügen zurück.<ref>Reinhard Brühl, Lothar Schröter (Hrsg.): ''Bundeswehrreform – Reform der Bundeswehr: deutsche Militärpolitik und Bundeswehr am Beginn des neuen Jahrhunderts.'' Gesellschaft für Nachrichtenerfassung und Nachrichtenverbreitung, 2002, ISBN 3-89819-109-5, S. 84 und Fn. 14</ref> Später verabschiedete sich Elsässer jedoch von „antideutschen“ Positionen und schrieb wieder für die ''Junge Welt''. Dort vertrat er laut den Extremismusforschern [[Eckhard Jesse]] und [[Uwe Backes]] beispielhaft die an [[Wladimir Iljitsch Lenin|Lenins]] [[Imperialismustheorie]] orientierte Linie, die den Staat [[Israel]] ablehnt und mit radikalen palästinensischen Organisationen sympathisiert.<ref>Eckard Jesse, Uwe Backes (Hrsg.): ''Jahrbuch Extremismus & Demokratie, Band 20, 2008.'' Nomos, Baden-Baden 2009, ISBN 3-8329-4452-4, S. 241f.</ref>
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| In seinem ''Braunbuch DVU'' (1998) stufte Elsässer die rechtsextreme Partei [[Deutsche Volksunion]] als „nationalrevolutionär“ ein und erklärte, Linke hätten Probleme, „das Sozialistische im Faschismus“ zu erkennen, auch in der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]. Verschiedene Autoren wiesen diese Einschätzungen zurück.<ref>[[Jens Mecklenburg]] (Hrsg.): ''Braune Gefahr: DVU, NPD, REP. Geschichte und Zukunft.'' Elefanten Press, Berlin 1999, ISBN 3-88520-721-4, S. 39 und 108f.</ref>
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| Von April 1999 bis Dezember 2002 war Elsässer Redakteur des Politikteils der Monatszeitschrift ''konkret''. Dort kam es 2002 zu monatelangen heftigen internen Konflikten um die Haltung zum bevorstehenden [[Irakkrieg]]. Eine Gruppe um den Herausgeber [[Hermann L. Gremliza]] meinte, mögliche Angriffe des irakischen Diktators [[Saddam Hussein]] auf Israel verpflichteten die deutsche Linke, dem Sturz dieses Regimes mit deutscher Beteiligung zuzustimmen. Elsässer dagegen sah darin eine Abkehr vom Motto „Nie wieder Krieg“, das seit 1945 den [[Pazifismus|pazifistischen]] „Minimalkonsens“ der westdeutschen Linken gebildet habe, mit Hilfe von aufgebauschten „Kriegslügen von links“. Nachdem er diesen Vorwurf in der ''jungen Welt'' gegen ''konkret'' erhoben hatte, entließ Gremliza ihn.<ref>[[Peter Nowak]]: [http://www.taz.de/1/archiv/?dig=2002/12/07/a0131 ''„Konkret“ macht Politik.''] taz, 7. Dezember 2002</ref>
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| Von 2003 bis 2006 schrieb Elsässer für das Onlinemagazin ''[[Telepolis]]''.<ref>[https://www.heise.de/tp/autoren/?autor=J%C3%BCrgen%20Els%C3%A4sser Jürgen Elsässer] bei Telepolis</ref> Von April 2008 bis 15. Januar 2009 arbeitete er für die Tageszeitung ''Neues Deutschland'' und schrieb erneut Artikel für die ''Junge Welt'' und die Wochenzeitung ''[[der Freitag]]''.<ref>Jürgen P. Lang: ''Biographisches Porträt: Jürgen Elsässer'', Baden-Baden 2016, S. 230.</ref>
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| [[Datei:JuergenElsaesser2008.jpg|mini|hochkant|Jürgen Elsässer beim Pressefest der Zeitung ''Neues Deutschland'' (Ende 2008)]]
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| == Hinwendung zur politischen Rechten ==
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| Ab 2000 ergriff Elsässer zunehmend Partei für den [[Panserbismus]] und für verurteilte serbische [[Kriegsverbrechen|Kriegsverbrecher]].<ref>[[Patrick Gensing]]: ''Jürgen Elsässer: Vom Antideutschen zum rechten Volkstribun.'' 3. Juni 2016</ref> Er rechtfertigte die ethnische Politik von [[Slobodan Milošević]] und begrüßte 2006 das Bündnis der slowakischen Sozialdemokraten mit der als rechtsextrem eingestuften [[Slovenská národná strana (1990)|Slowakischen Nationalpartei]] als „Querfrontbündnis“ gegen die USA, das die Positionen deutscher Antifaschisten in Frage stelle.<ref>Karl Pfeifer: [http://www.hagalil.com/archiv/2006/07/elsaesser.htm ''Ein deutscher Nationalbolschewist begeistert sich: „Querfront-Regierung in der Slowakei“.''] HaGalil, 19. Juli 2006</ref>
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| Im März 2006 widersprach Elsässer Antisemitismusvorwürfen gegen den Film ''[[Tal der Wölfe – Irak]]'' und forderte, die [[Friedensbewegung]] solle den Film als Argument gegen die Irakpolitik der USA nutzen. Laut dem österreichischen Journalisten [[Karl Pfeifer (Journalist)|Karl Pfeifer]] wandte sich Elsässer damit einer „[[Volksgemeinschaft]]“ zu, „in der Rechte und Linke sich gegen den gemeinsamen Feind mit Islamisten und türkischen Chauvinisten verbünden wollen.“<ref>Karl Pfeifer: [http://www.hagalil.com/archiv/2006/03/elsaesser.htm ''In bewährter Manier: Jürgen Elsässer propagiert „Tal der Wölfe“.''] HaGalil, 13. März 2006</ref>
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| Im Sommer 2006 gab Elsässer der rechtsextremen französischen Zeitung ''Le Choc du Mois'' ein Interview, das dort neben Interviews mit den Rechtsextremisten [[Jean-Marie Le Pen]] und [[Bruno Mégret]] ([[Front National]]) erschien. Darin behauptete er im Anschluss an den französischen Neurechten [[Alexandre del Valle]] ein heimliches Bündnis der USA mit [[Islamismus|Islamisten]] und vertrat weitere [[Verschwörungstheorie]]n: Die tatsächlichen Herrscher in den USA seien die [[Neokonservatismus|Neokonservativen]] [[Dick Cheney]], [[Donald Rumsfeld]] und [[Paul Wolfowitz]]. Sie wollten weltweites Chaos herbeiführen, um die Waffen und das Erdöl der USA leichter und teurer zu verkaufen, und hätten vermutlich am 11. September 2001 auch ein Attentat auf US-Präsident [[George W. Bush]] versucht. Später veröffentlichte Elsässer das Interview als Buch (''Wie der [[Dschihad]] nach Europa kam'') im Schweizer Verlag „Xenia Editions“. Elsässer beriet damals die [[Partei des Demokratischen Sozialismus|PDS]] für den Untersuchungsausschuss zum [[Journalisten-Skandal]].<ref name="Wölk" />
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| Im November 2006 schrieb Elsässer, mit Staatsgeldern werde „[[Multikulturalismus|Multikulti]], [[Gender-Mainstreaming|Gendermainstreaming]] und die schwule Subkultur gefördert, während die Proleten auf [[Arbeitslosengeld II|Hartz IV]] gesetzt werden und sich oft auch keine Kita, kein Schwimmbad und keine warme Wohnung mehr leisten können“. Das wurde als Plädoyer für eine Querfrontpolitik der [[Linksfraktion]] aufgefasst.<ref>Ivo Bozic: [https://jungle.world/artikel/2006/47/angst-vor-den-oskars ''Angst vor den Oskars.''] Jungle World 47, 22. November 2006</ref> In seinem Buch ''Links oder lahm?'' (2006) plädierte Elsässer für [[Plebiszit]]e als Weg zum Sozialismus, den die [[Bolivarische Revolution]] in Venezuela vorgemacht habe.<ref>[[Jochen Staadt]]: [http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/2.1715/mehr-ideologie-wagen-1412783.html ''Mehr Ideologie wagen.''] FAZ, 6. Januar 2007</ref> In seiner Publikation ''Angriff der Heuschrecken'' zur „[[Heuschreckendebatte]]“ plädierte er dafür, „Modernisierungsverlierer“ für eine Verteidigung des [[Nationalstaat]]s gegen die „[[Globalisierung|globalistischen]] Attacken der USA“ zu mobilisieren.<ref>Bernhard Schmid: [http://www.woz.ch/artikel/inhalt/2007/nr04/Wissen/14416.html ''Die Aliens kommen.''] WOZ, 25. Januar 2007</ref>
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| Im Oktober 2007 plädierte Elsässer in einem Vortrag vor der nationalkonservativen ''Preußischen Gesellschaft in Berlin-Brandenburg'' für ein Querfrontbündnis „von links bis zur demokratischen Rechten“ oder „von [[Oskar Lafontaine|Lafontaine]] bis [[Peter Gauweiler|Gauweiler]]“.<ref>[[Wolfgang Wippermann]]: ''Preußen: Kleine Geschichte eines großen Mythos.'' Herder, Freiburg 2011, [https://books.google.de/books?id=GVHpDAAAQBAJ&pg=PT145 S. 145] und Fn. 286</ref> Er folgte damit dem Rechtsextremisten [[Horst Mahler]], der Oskar Lafontaines Eintreten für die [[Tobin-Steuer]] 1999 begrüßt hatte: Erstmals seit [[Adolf Hitler]] habe ein deutscher Politiker „einen Unterschied gemacht zwischen dem [[„Raffendes“ und „schaffendes“ Kapital|schaffenden Kapital und dem raffenden Kapital“]]. Elsässer und Lafontaine traten bis 2007 öfter gemeinsam auf.<ref>Michael Fischer: ''Horst Mahler. Biographische Studie zu Antisemitismus, Antiamerikanismus und Versuchen deutscher Schuldabwehr.'' KIT Scientific Publishing, 2015, ISBN 3-7315-0388-3, [https://books.google.de/books?id=oOxbCgAAQBAJ&pg=PA513 S. 513, Fn. 57]</ref> 2009 erschien Elsässers Vortrag als Buch (''Nationalstaat und Globalisierung''). Darin beschrieb er die [[Finanzkrise ab 2007]] im ausdrücklichen Anschluss an [[Sahra Wagenknecht]] als „Herrschaft des Finanzkapitals“ und den Nationalstaat als einzigen noch wirksamen Schutz des „werktätigen Volkes“ dagegen. Das Schlusskapitel betitelte er „Alle Macht dem Volke“. Ohne die Notwendigkeit einer Querfront mit Rechten näher zu begründen, verlangte er hier bereits jene „Volksinitiative“, die er dann gründete.<ref>Mathias Brodkorb: [http://www.endstation-rechts.de/news/kategorie/allgemeines-1/artikel/ein-buendnis-von-lafontaine-bis-gauweiler-der-querkopf-juergen-elsaesser-bastelt-an-einer-volksin.html ''Ein Bündnis von „Lafontaine bis Gauweiler“: Der Querkopf Jürgen Elsässer bastelt an einer Volksinitiative zur Rettung des Nationalstaats.''] Endstation Rechts, 11. Mai 2009</ref>
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| Am 10. Januar 2009 rief Elsässer in Berlin zum Aufbau einer „Volksinitiative gegen das Finanzkapital“ auf. Ein breites Bündnis „von Lafontaine bis Gauweiler“ solle den „bewussten Angriff des angloamerikanischen Finanzkapitals“ in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise abwehren. Dabei spiele der Nationalstaat „eine entscheidende Rolle“. Die „[[Volksfront]]“ müsse „die entschädigungslose [[Verstaatlichung|Nationalisierung]] des Finanzsektors“ durchsetzen. Dazu kündigte Elsässer einen Kongress an, der auf keinen Fall [[Marxismus|marxistisch]] sein werde. Er schloss eine Zusammenarbeit mit der [[Nationaldemokratische Partei Deutschlands|NPD]] aus. Der NPD-Vizevorsitzende [[Holger Apfel]] hatte Elsässers Vorstoß jedoch am Vortag begrüßt: Elsässer wolle „auf nationaler Grundlage den Dualismus von rechts und links durch die Schaffung einer antiglobalistischen und antiimperialistischen Gerechtigkeitsbewegung überwinden“. Die NPD und die neurechte Zeitschrift [[Junge Freiheit]] warben für Elsässers Aufruf.<ref>Felix Lee, [[Veit Medick]]: [https://taz.de/!5169755/ ''Anschlussfähig an extreme Rechte: Linkspublizist gründet Volksfront.''] taz, 12. Januar 2009</ref> Bei der Bekanntgabe der Volksinitiative waren auch [[Neonazismus|Neonazis]] anwesend. Schon 2007 hatte das NPD-Vorstandsmitglied [[Jürgen Gansel]] Elsässers „Absage an Randgruppenkult, US-Hörigkeit und Israeltümelei“ gelobt.<ref>Thomas Vitzthum: [http://www.morgenpost.de/politik/article103793689/Linker-Publizist-von-der-NPD-fuer-Volksfront-gelobt.html ''Linker Publizist von der NPD für „Volksfront“ gelobt.''] Berliner Morgenpost, 16. Januar 2009</ref>
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| Die [[Linksfraktion]] dagegen distanzierte sich von Elsässers Initiative; [[Norman Paech]] sagte eine Diskussion mit ihm ab.<ref>Thomas Vitzthum: [https://www.welt.de/politik/article3039995/Linker-Publizist-von-der-NPD-fuer-Volksfront-gelobt.html ''Anti-Kapitalismus: Linker Publizist von der NPD für „Volksfront“ gelobt.''] Welt Online, 16. Januar 2009</ref> Weil Elsässer „an rechte Parolen angedockt“ habe und wegen der von ihm gegründeten „Volksinitiative“, der sich auch das „national“ bzw. „alt-europäisch-orientierte Kapital“ anschließen solle, kündigte das ''Neue Deutschland'' ihm am 15. Januar 2009 den Autorenvertrag.<ref name="WeltOkt14">Günther Lachmann: [https://www.welt.de/print/die_welt/politik/article133755336/Die-AfD-als-Plattform-fuer-Wirrkoepfe.html ''Die AfD als Plattform für „Wirrköpfe“.''] Welt Online, 29. Oktober 2014</ref> Beim Bremer Landesverband der [[Die Linke|Linkspartei]] durfte er seine Initiative am 19. Januar 2009 jedoch vorstellen.<ref>Andrea Röpke, Andreas Speit: [https://taz.de/Umstrittener-Besucher/!5167461/ ''Umstrittener Gast: Linke streiten über „Volksfront“.''] taz, 20. Januar 2009</ref> Andere Linke kritisierten seinen Aufruf als endgültige Hinwendung zu einer nationalistischen Querfront in der Tradition des Nationalsozialisten [[Otto Strasser]] und des Rechtskonservativen [[Kurt von Schleicher]] (Reichskanzler vor Hitler).<ref>[[Max Brym]]: [http://www.hagalil.com/2011/01/elsaesser-2/ ''Der Rechtspopulismus des Jürgen Elsässer.''] HaGalil, 19. Januar 2009; Hans-Peter Büttner: [http://www.kritiknetz.de/images/stories/texte/HAPE_Antisemitismus_und_Finanzkapital.pdf ''Antisemitismus und Finanzkapital: Zur Kritik des völkischen Denkens des ehemaligen Linken Jürgen Elsässer.''] Kritiknetz.de, 2009</ref>
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| Im Juni 2009 begrüßte Elsässer die Wiederwahl des Staatspräsidenten [[Mahmud Ahmadineschād]] bei der [[Präsidentschaftswahl im Iran 2009]] als „schöne Schlappe für den Imperialismus“ der USA. Zu dessen Handlangern zählte er die inneriranische Opposition (laut Elsässer „Discomiezen, Teheraner Drogenjunkies und die Strichjungen des Finanzkapitals“) und begrüßte [[Proteste nach der iranischen Präsidentschaftswahl 2009|deren Unterdrückung]].<ref>Reinhard Mohr: [http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/deutsche-linke-und-iran-ein-slibowitz-auf-ahmadinedschad-a-632499.html ''Ein Slibowitz auf Ahmadinedschad.''] Spiegel, 27. Juni 2009</ref> 2012 nahm Elsässer an einer Reise zu einer Privataudienz bei Ahmadineschād in den Iran teil, die [[Yavuz Özoguz]] (Betreiber des islamistischen Online-Portals ''[[Muslim-Markt]]'') organisiert hatte, und interviewte den iranischen Präsidenten. Der Besuch wurde als Legitimierung des iranischen Regimes scharf kritisiert, da Ahmadineschād [[Holocaustleugnung]] vertrat und das [[Existenzrecht Israels]] bestritt.<ref>[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fdp-politiker-bei-ahmadinedschad-mit-wem-huebscher-in-iran-war-a-831309.html ''FDP-Politiker bei Ahmadinedschad: Hübschers wundersame Reisegruppe.''] Spiegel Online, 4. Mai 2012</ref> Elsässer entgegnete daraufhin, dass man zwar „scharf dagegenhalten“ müsse, wenn jemand den „Holocaust rechtfertigt oder verharmlost“. „Etwas anderes“ sei es jedoch, „ob man einen Ausländer in seinem Land – das Interview fand in Teheran statt – deutschen Gesetzen unterwirft“.<ref name="SZ13">[https://www.sueddeutsche.de/panorama/konferenz-mit-scholl-latour-herman-und-sarrazin-die-familienverschwoerung-1.1763327 ''Konferenz mit Scholl-Latour, Herman und Sarrazin: Die Familienverschwörung.''] Süddeutsche Zeitung (SZ), 6. September 2013</ref>
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| Den verurteilten Kriegsverbrecher [[Ratko Mladić]] feierte Elsässer als „Kämpfer gegen die Islamisierung Europas“.<ref>Sebastian Leber: [https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/auf-facebook-geloescht-beim-aufmarsch-aktiv-wie-compact-chef-juergen-elsaesser-die-querdenken-bewegung-hofiert/26138524.html ''Wie „Compact“-Chef Jürgen Elsässer die „Querdenken“-Bewegung hofiert.''] Tagesspiegel, 29. August 2020</ref>
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| Seine Nähe zur politischen Rechten beschrieb Elsässer im Januar 2018 folgendermaßen: „Alle zusammen in großer Einheit: [[Pegida]], [[Identitäre Bewegung|IB]], AfD, [[Ein Prozent]], Compact! Fünf Finger, alle kann man einzeln brechen, aber alle zusammen sind eine Faust!“<ref>Michael Götschenberg: [https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/compact-magazin-101.html ''„Gesichert extremistisch“''] www.tagesschau.de, 10. Dezember 2021</ref>
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| Nach dem [[Anschlag in Halle (Saale) 2019|Anschlag auf eine Synagoge in Halle]] 2019 distanzierte sich Elsässer von dem Täter, der „sich in einer antisemitischen Wahnwelt“ bewegt habe, die „auf Ideologie-Elementen des [[Nationalsozialismus]]“ gründe. Die „aktuelle Rechte“ (laut Elsässer AfD, Pegida und die [[Identitäre Bewegung]]) habe „einen klaren Trennungsstrich zum Nazismus gezogen“. Christen seien mit den Juden „in dieser geschichtlichen Epoche in einer Schicksalsgemeinschaft verbunden“. „Gemeinsamer Feind“ sei der „Islamofaschismus“. Das schreibe, so kommentierte der Jurist [[Ronen Steinke]], der Chef des ''Compact''-Magazins, das „selten eine Gelegenheit“ auslasse, „antisemitische Stereotype aufzurufen“.<ref>Ronen Steinke: ''Terror gegen Juden. Wie antisemitische Gewalt erstarkt und der Staat versagt.'' 2. Auflage, Berlin Verlag, Berlin 2020, S. 54f.</ref>
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| In einem Videochat mit dem rechten Journalisten [[Oliver Janich]] auf dem YouTube-Kanal von Samuel Eckert, einem Unternehmer und Aktivisten von [[Proteste gegen Coronaschutzmaßnahmen 2020#Stuttgart|Querdenken 711]], begrüßte Elsässer 2020, dass sich im Rahmen der Querdenken-Demonstrationen eine Art „Reichspopbewegung“ herausbilde mit der [[Schwarz-Weiß-Rot|Reichsflagge]] als Symbol für ein neues Lebensgefühl, und zeigte sich erfreut über das – wie er sich ausdrückte – „[[Proteste gegen Coronaschutzmaßnahmen 2020#Besetzung der Treppen des Reichstags|Happening auf der Treppe des Reichstags]]“.<ref>Hannes Opel: [https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.im-stream-mit-rechtsaussen-wie-nah-sich-querdenker-und-rechtsextreme-sind.769c93ef-8d0f-4721-a14e-032125599306.html ''Wie nah sich Querdenker und Rechtsextreme sind.''] Stuttgarter Zeitung, 2. September 2020</ref> In der „Abwehr der Corona-Diktatur“ gehe es, so Elsässer, „um die unideologische Zusammenfassung aller Kräfte des Volkes jenseits des Links-Rechts-Schemas“. Dies sei „eine globale Front, die jedoch – hier bleibt der patriotische Ansatz wichtig – nur in Kämpfen auf nationalstaatlicher Ebene gewonnen werden“ könne.<ref>[https://www.verfassungsschutz-bw.de/,Lde/Reaktionen+deutscher+Rechtsextremisten+auf+die+Erstuermung+des+US-Kapitols ''Reaktionen deutscher Rechtsextremisten auf die Erstürmung des US-Kapitols.''] Verfassungsschutz-bw.de, 21. Januar 2021</ref> Im November 2020 sagte Elsässer am Rand einer Querdenkerkundgebung, man erkenne „die Journalisten des Mainstreams daran, dass sie Masken aufhaben. Das sind wirkliche Untertanen.“<ref>[[Hans Demmel]]: ''Anderswelt. Ein Selbstversuch mit rechten Medien, begleitet von Friedrich Küppersbusch.'' Kunstmann, München 2021, S. 116</ref>
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| Im Zuge der [[Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2020]] und der sich abzeichnenden Niederlage [[Donald Trump]]s behauptete Elsässer auf ''Compact TV'', es gebe „vier Szenarien. Drei gehen davon aus, dass es Bürgerkrieg gibt, eines sogar, dass sich die demokratischen Staaten vom Gesamtstaat abspalten könnten.“<ref>Hans Demmel: ''Anderswelt. Ein Selbstversuch mit rechten Medien, begleitet von Friedrich Küppersbusch.'' Kunstmann, München 2021, S. 96</ref>
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| 2021 erklärte Elsässer in einem Interview, Verschwörungsmythen wie [[QAnon]] (die Behauptung, eine [[Satanismus|satanistische]] Elite halte Kinder gefangen und missbrauche sie) seien „Erzählungen, Märchen und [[Allegorie]]n“, sie seien jedoch nützlich, um politische und gesellschaftliche Veränderungen zu erreichen. Elsässer bezeichnete sie als „die [[Backhefe|Hefe]], aus der ein politischer Widerstand im rationalen Sinn erst entstehen muss“. QAnon sei „nicht die Wahrheit“, aber diese Allegorien deuteten, so Elsässer, auf die Wahrheit hin. Derartige „mythische Übertreibungen“ seien notwendig für eine „Weiterentwicklung der Gesellschaft“. Des Weiteren hielt Elsässer die Behauptung, die [[SARS-CoV-2-Impfstoff|Impfung gegen COVID-19]] sei eine [[Biologische Waffe|Biowaffe]] zur Reduzierung der Bevölkerung, für unbelegt; man solle, so Elsässer, „solche Angstszenarien erst verbreiten, wenn man sehr gute Belege habe“. In der Juli-Ausgabe 2021 seines Magazins ''[[Compact (Magazin)|Compact]]'' wurde jedoch spekuliert, das Coronavirus selbst könne eine „Biowaffe für den [[The Great Reset#Verschwörungstheorien|Great Reset]]“ sein, ohne irgendwelche Belege dafür zu liefern.<ref>Silvio Duwe, Susette Kleine, Daniel Laufer, Markus Pohl: [https://www.tagesschau.de/investigativ/kontraste/elsaesser-corona-leugner-101.html ''Falschnachrichten für den Volkszorn''] www.tagesschau.de, 4. November 2021</ref>
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| 2022 entschied das Landgericht Düsseldorf, dass Elsässers Autobiografie „Ich bin Deutscher: Wie ein Linker zum Patrioten wurde“ zurückgezogen werden muss. Beanstandet wurde dabei, dass der Schriftzug des Kleinverlags ''dtw-Buch'', bei dem die Biografie erschienen ist, dem Logo des Buchverlags ''[[dtv Verlagsgesellschaft|dtv]]'' zum Verwechseln ähnlich sehe, dessen Markenrechte dadurch verletzt würden. Laut ''Compact Online'' musste auch die Interview-CD zum Buch geschreddert werden.<ref>[[Andreas Speit]]: [https://taz.de/Rechtes-Magazin-Compact/!5873719/ ''Jammern als Identität''] taz.de, 26. August 2022</ref>
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| == Chefredakteur von „Compact“ ==
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| Im Dezember 2010 wurde Elsässer Chefredakteur des Monatsmagazins ''[[Compact (Magazin)|Compact]]'' und Mitherausgeber neben [[Andreas Abu Bakr Rieger]] und dem Verleger [[Kai Homilius Verlag|Kai Homilius]]. Elsässer gab an, er wolle mit dem Blatt Debatten zwischen Linken und Rechten jenseits der „[[Politische Korrektheit|Political Correctness]]“ anstoßen. Er gewann jedoch überwiegend neurechte und rechtskonservative Autoren, die auch in der ''Jungen Freiheit'' schreiben. Ab der zweiten Ausgabe machte er Anti-Amerikanismus und Anti-Imperialismus zur Hauptlinie des Blattes.<ref>Mathias Brodkorb: [http://www.endstation-rechts.de/news/kategorie/allgemeines-1/artikel/juergen-elsaesser-und-sein-magazin-compact-der-gottfried-feder-des-21-jahrhunderts.html ''Jürgen Elsässer und sein Magazin „Compact“ – Der Gottfried Feder des 21. Jahrhunderts?''] [[Endstation Rechts]], 25. März 2011</ref> Rieger verließ die Redaktion im November 2014 wegen „rassistischer und nationalistischer Positionen“, etwa zu Pegida und zur Russlandkrise.<ref>[[Wolfgang Storz]]: [https://www.otto-brenner-stiftung.de/otto-brenner-stiftung/aktuelles/querfront-karriere-eines-politisch-publizistischen-netzwerks.html ''„Querfront“ – Karriere eines politisch-publizistischen Netzwerks.''] [[Otto-Brenner-Stiftung]], Frankfurt am Main 2015, {{ISSN|2365-1962}} (PDF)</ref>
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| 2018 äußerte Elsässer, „Aufgabe der oppositionellen Medien“ sei es, „zum Sturz des Regimes beizutragen“.<ref name="BF">Katja Bauer, Maria Fiedler: ''Die Methode AfD. Der Kampf der Rechten: Im Parlament, auf der Straße – und gegen sich selbst.'' Klett-Cotta, Stuttgart 2021, ISBN 978-3-608-98412-5, S. 66.</ref>
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| ''Compact'' wird als „Querfront-Magazin“<ref>Erik Peter: [https://taz.de/Neurechte-Friedensbewegung/!5044069/ ''Im Kampf gegen die Medien-Mafia.''] taz, 16. April 2014</ref> oder „rechtspopulistisches Magazin mit Hang zu [[Verschwörungstheorie]]n“<ref name="SZ13" /> oder „Zentralorgan für Verschwörungstheorien“ und „momentane Speerspitze perfider Agitation gegen die [[Flüchtlingskrise in Deutschland ab 2015|Flüchtlingspolitik der Bundesregierung]]“ eingeordnet.<ref>Jürgen P. Lang: {{Webarchiv|url=https://www.br.de/nachrichten/elsaesser-pegida-afd-100~_page-3_-c0952f36551827d5d4e31304bf17075108eca8d1.html |wayback=20160915143203 |text=''Neue Rechte: Im Netz der Verschwörer.'' |archiv-bot=2022-03-06 20:40:07 InternetArchiveBot }} Bayerischer Rundfunk, 24. Januar 2016.</ref> Das [[Bundesamt für Verfassungsschutz]] (BfV) stufte das Magazin seit März 2020 als „Verdachtsfall“ ein.<ref>Jan Petter: [https://www.spiegel.de/politik/deutschland/das-magazin-das-jetzt-auch-der-verfassungsschutz-liest-a-2dd9ac07-47bc-4461-9962-b9078274b925 ''„Compact“: Das Magazin, das jetzt auch der Verfassungsschutz liest.''] In: ''Der Spiegel.'' 12. März 2020.</ref> Seit Dezember 2021 stuft das BfV es als „gesichert extremistische Bestrebung“ ein. Die Positionen und Aussagen des Blattes seien „eindeutig als völkisch-nationalistisch sowie minderheitenfeindlich zu bewerten“, enthielten „wiederholt antisemitische Verschwörungsmythen und islamfeindliche Motive“ und eine „Verächtlichmachung und Verunglimpfung der politischen Parteien, Politiker und Repräsentanten der Bundesrepublik“.<ref name="TS 12-21">[[Michael Götschenberg]]: [https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/compact-magazin-101.html ''Verfassungsschutz zu „Compact“ - „Gesichert extremistisch“.''] Tagesschau.de, 10. Dezember 2021.</ref>
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| Die Compact hat ihren Verlagssitz (Compact-Magazin GmbH, ehemals Kai Homilius Verlag) am Wohnsitz von Kai Homilius, im brandenburgischen [[Werder (Havel)|Werder an der Havel]] und ihren Redaktionssitz an Elsässers Wohnort im brandenburgischen [[Falkensee]].<ref>''[https://www.nd-aktuell.de/artikel/1162857.juergen-elsaesser-und-compact-von-wegen-querfront.html Brandenburg Jürgen Elsässer und "Compact" Von wegen Querfront]'' von Andreas Fritsche, [[Neues Deutschland]] 8. April 2022</ref><ref>''[https://aktionsbuendnis-brandenburg.de/compact-magazin/ Brandenburg rechtsaußen Compact-Magazin]'' </ref><ref>[https://www.pnn.de/brandenburg/proteste-gegen-rechtsaussen-magazin-ermittlungen-nach-demo-gegen-compact-chef/21301034.html Proteste gegen Rechtsaußen-Magazin Ermittlungen nach Demo gegen „Compact“-Chef], von René Garzke, [[Potsdamer Neueste Nachrichten]] 18. Dezember 2017 </ref>
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| == Redner bei Mahnwachen und Legida ==
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| Ab 21. April 2014 trat Elsässer einige Male als Redner bei den von Lars Mährholz veranlassten „Friedensmahnwachen“ auf und lobte deren Teilnehmer, darunter NPD-Vertreter, als „die wahren [[Antifaschismus|Antifaschisten]]“, die aktuell gegen einen neuen [[Weltkrieg]] kämpften.<ref>Frida Thurm: [http://www.zeit.de/gesellschaft/2014-04/montagsdemo-mahnwache-frieden-berlin/komplettansicht ''Proteste: Die ganz eigene Welt der Montagsdemonstranten.''] Die Zeit, 22. April 2014</ref> „Nicht links, nicht rechts, sondern vorwärts“, sei seine Parole.<ref>Mohamed Amjahid, Sabine Beikler, Jörn Hasselmann, Steffen Stadthaus: [http://www.tagesspiegel.de/berlin/neue-montagsdemos-friedensbewegung-mit-brauntoenen/9786662.html ''Neue Montagsdemos: Friedensbewegung mit Brauntönen.''] Tagesspiegel, 21. April 2014</ref> Der gemeinsame Gegner des „Volkes“ sei die „internationale [[Finanzoligarchie]]“, als deren Vertreter er „die Herren [[David Rockefeller|Rockefeller]], [[Rothschild (Familie)|Rothschild]], [[George Soros|Soros]], [[Michail Borissowitsch Chodorkowski|Chodorkowski]]“ namentlich hervorhob. Diese benutzten die [[Federal Reserve System|Federal Reserve Bank]], „um die ganze Welt ins Chaos zu stürzen“. Das Hervorheben einzelner jüdischer Bankiers als angebliche Lenker des globalen Finanzsystems und Drahtzieher internationaler Krisen wurde als traditionelles antisemitisches Klischee kritisiert.<ref>Sebastian Christ: {{Webarchiv |url=http://www.huffingtonpost.de/2014/04/22/montagsdemo-jebsen_n_5190762.html |text=''Elsässer, Jebsen und die Montagsdemos: Warum die neue „Friedensbewegung“ so gefährlich ist'' |wayback=20140712175507}} Huffington Post, 22. April 2014; Daniel Majic : [https://www.fr.de/politik/elsaessers-schein-triumph-11227885.html ''Montagsdemonstrationen: Elsässers Schein-Triumph.''] Frankfurter Rundschau, 10. Juni 2014</ref> Die Publizistin [[Jutta Ditfurth]] bezeichnete Elsässer mit Bezug auf ähnliche Aussagen bei den Mahnwachen als „glühenden Antisemiten“.<ref>[http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=43135 ''Die neurechten Montagsdemos. Gespräch mit Jutta Ditfurth.''] 3sat, 16. April 2014</ref> Elsässer klagte im Mai 2014 gegen diese Bezeichnung und erhielt im sog. [[Elsässer-Ditfurth-Prozess]] in zwei Gerichtsinstanzen Recht (Juli und Dezember 2014). Er verkündete das als „Finalsieg über Ditfurth“.<ref>Laura Meschede: [https://taz.de/!254395/ ''Elsässer bejubelt „Finalsieg“ gegen Ditfurth.''] taz, 11. Dezember 2014</ref> Deutsche und israelische Journalisten kritisierten die Urteilsbegründung der ersten Instanz als Verengung des Antisemitismusbegriffs auf die Nazizeit.<ref>Benjamin Weinthal: [http://www.jpost.com/Diaspora/Anti-Semitism-was-limited-to-Nazi-period-judge-says-379057?rumbleredirect=1 ''German judge sparks outrage, says anti-Semitism was only limited to Nazi period.''] [[The Jerusalem Post]], 17. Oktober 2014</ref>
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| Elsässers Auftritte verursachten erhebliche Konflikte bei den Mahnwachen, die der neue Hauptredner ''Pedram Shahyar'', ein früherer Attac-Aktivist, ab Mai 2014 auszugleichen versuchte. Daraufhin lud [[Mario Rönsch]], der rechtsextreme Organisator der Erfurter Mahnwache und wahrscheinliche Betreiber der rassistischen Hetzseite „Anonymous.Kollektiv“, Elsässer demonstrativ als Hauptredner nach Erfurt ein. Shahyar kritisierte in einem öffentlichen Aufruf, Elsässer trete „immer wieder mit schlimmen Ausfällen gegen konkrete Personen und Personengruppen in Erscheinung“, und appellierte an die Mahnwachen, einen „humanistischen Grundkonsens“ zu schützen.<ref>Kristiana Ludwig: [https://taz.de/Politische-Ausrichtung-der-Montagsdemos/!5039385/ ''Politische Ausrichtung der Montagsdemos: Mission links.''] taz, 24. Juni 2014</ref> Gegen die Abgrenzung der ersten Berliner Mahnwache von Rassismus, Antisemitismus und Homophobie bildete sich im Juli 2014 eine zweite Berliner Mahnwache am [[Alexanderplatz]], die Elsässer wieder reden ließ. Dabei sprach er erneut über eine von den „Eliten“ gesteuerte „[[Neue Weltordnung (Verschwörungstheorie)|Neue Weltordnung]]“, setzte [[Zionismus]] mit Faschismus gleich und nannte die israelische Politik [[Völkermord]].<ref>Stefan Lauer: [http://www.vice.com/de/read/die-montagsdemos-interessieren-niemanden-ken-jebsen-lars-maehrholz-anonymous-juergen-elsaesser-731 ''„Wer die Kritiker kritisiert, ist für das System“ — Die Montagsdemos kreisen weiter um sich selbst.''] [[Vice (Magazin)|Vice.com]], 22. Juli 2014</ref> Am 3. Oktober 2014 machte Elsässer auf der Berliner Mahnwache Bundeskanzlerin [[Angela Merkel]] persönlich für zahlreiche Missstände verantwortlich und rief dazu auf, „den Protest in das Herz der Bestie [zu] tragen. Anders geht’s nicht.“ Nachdem [[Hooligans gegen Salafisten]] (HoGeSa) bei einer Kundgebung in Köln Gewalt gegen Polizei geübt hatten, erklärte Elsässer auf seinem Blog, er würde die HoGeSa „zur nächsten Demo für Frieden und Souveränität einladen. Sonntag, 9. November, 13 Uhr, vor dem Bundeskanzleramt. […]“<ref name="WeltOkt14" /> Elsässer befürwortet die „Pegida“-Bewegung und deren Demonstrationen.<ref>Wolfgang Jung: [http://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Pegida-will-wieder-demonstrieren;art492151,8469191 ''„Pegida“ will wieder demonstrieren.''] Mainpost, 7. Dezember 2014</ref> Die dort Teilnehmenden beschrieb er als „herzensgute[]“ Menschen und äußerte: „Ich mag diese einfachen Leute, die mehr fühlen als argumentieren. Die vor harter Arbeit gar keine Zeit haben zu denken, die aber jede Bedrohung sofort instinktiv spüren.“<ref name="amann" /> Ende Dezember 2014 schrieb er auf seinem Blog von einer „Hetze gegen Pegida“ und bezeichnete den [[Zentralrat der Juden in Deutschland]] als „dieses Sprachrohr [[Zionismus|zionistischer]] Politik“.<ref>[[Monika Schwarz-Friesel]]: ''Judenhass im Internet. Antisemitismus als kulturelle Konstante und kollektives Gefühl.'' Hentrich & Hentrich, Leipzig 2019, S. 121</ref> Am 21. Januar 2015 trat er als Redner auf einer „Legida“-Demonstration in [[Leipzig]] auf,<ref>Sven Heitkamp, Thomas Schade: [https://www.sächsische.de/leipzig-im-ausnahmezustand-3020720.html ''Leipzig im Ausnahmezustand.''] Sächsische.de, 21. Januar 2015</ref> von der sich die Pegida-Leitung kurz zuvor distanziert hatte.<ref>[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/pegida-distanziert-sich-von-legida-a-1014281.html ''Pegida-Ableger in Leipzig: Dresdner Original distanziert sich von Legida.''] Spiegel Online, 21. Januar 2015</ref> Im März 2015 verlangten einige Vertreter der [[Friedensbewegung]], Elsässer von den Mahnwachen auszuschließen.<ref> [https://taz.de/Der-Friedenswinter-hat-Probleme/!5016613/ ''Der „Friedenswinter“ hat Probleme: Finger weg von Elsässer.''] taz, 15. März 2015</ref>
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| Im September 2016 berichtete Elsässer auf einer ''Compact''-Veranstaltung, dass in der Anfangszeit der Pegida-Bewegung erwogen worden sei, die Proteste „Pegada“, für „Patriotische Europäer gegen die [[Amerikanisierung]] des Abendlandes“, zu nennen. Die Entscheidung sei dann jedoch für den Begriff „[[Islamisierung]]“ gefallen, da man davon ausgegangen sei, das Volk damit besser mobilisieren zu können. Elsässer sagte, über die Gefahr des Amerikanismus mache er sich keinerlei Illusionen. Für eine direkte Kampagne sei diese jedoch zu abstrakt, zumal die deutsche Bevölkerung die amerikanische Kultur im Unterschied zur islamischen bereits verinnerlicht habe. Daher müsse man zuerst den konkreten Gegner Islam in Europa schlagen, bevor man gegen die subtiler wirkenden Einflüsse der USA vorgehen könne. Laut [[Volker Weiß]] trägt diese Unterscheidung Elsässers zwischen dem „angreifbaren Feind auf dem eigenen Territorium“ und dem „verborgenen, einstweilen unerreichbaren Hauptschuldigen USA […] deutliche Züge“ der Unterscheidung des [[Nationalsozialismus|NS]]-Juristen und Staatstheoretikers [[Carl Schmitt]] zwischen „wirklicher Feindschaft“ (der sichtbare Feind, dessen Beschwörung immense Zugkraft innerhalb der eigenen Anhänger entwickelt) und „absoluter Feindschaft“ (die totale Negation, mit der die „Gegenseite als Ganzes für verbrecherisch und unmenschlich“ erklärt wird).<ref>Volker Weiß: ''Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes.'' Klett-Cotta, Stuttgart 2018, S. 213 ff., 219 f.</ref>
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| 2016 betonte Elsässer in der Sonder-Ausgabe Nr. 9 von ''Compact'' mit dem Titel „[[Zensur (Informationskontrolle)|Zensur]] in der BRD“ die Stoßrichtung der von ihm angestrebten Bewegung: „Damals waren es die Dynastien des Adels wie die [[Haus Windsor|Windsors]], [[Habsburg]]er und [[Romanow]]s, heute sind es die Dynastien des Geldes, die Rockefellers und Co. Das Volk blutet, heute wie damals. Aber es kämpft. Wir kennen seine Helden aus den Geschichtsbüchern: Das waren etwa [[Robin Hood]], [[Klaus Störtebeker]], [[Thomas Müntzer]] und [[Wilhelm Tell]]. Die waren weder links noch rechts, das gab es damals nicht. Sie waren einfach für das Volk: für uns da unten, gegen die da oben.“<ref>[[Andrea Röpke]], [[Andreas Speit]]: ''Völkische Landnahme. Alte Sippen, junge Siedler, rechte Ökos.'' Christoph Links, Berlin 2019, S. 50</ref>
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| == Annäherung an die AfD ==
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| Elsässer näherte sich seit 2012 an Politiker der späteren AfD an und lud deren Vertreter [[Frauke Petry]] und [[Karl Albrecht Schachtschneider]] als Hauptreferenten zu den „Souveränitätskonferenzen“ von ''Compact'' 2013 ein. Er wurde seinerseits oft zu AfD-Veranstaltungen eingeladen und erklärte sich im April 2014 in Berlin öffentlich zum AfD-Anhänger. Im Oktober 2014 lud ihn die AfD Witten als Referenten zum Thema „Regieren uns die Medien?“ bei einem für März 2015 geplanten „Wissenskongress“ ein.<ref name="WeltOkt14" />
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| Zur „4. Souveränitätskonferenz“ im Oktober 2015 lud Elsässer die AfD-Vertreter [[Alexander Gauland]] und [[Björn Höcke]] ein, die aus Termingründen absagten.
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| Hauptthema der Konferenz sollte ein von Schachtschneider und dem rechtsextremen Publizisten [[Götz Kubitschek]] entwickelter „Plan für den Widerstand gegen die Abschaffung Deutschlands“ sein.<ref>Rainer Balcerowiak: [http://www.taz.de/Rechte-Compact-Konferenz/!5239983/ ''Rechte „Compact“-Konferenz: Jürgen Elsässer allein zu Haus.''] taz, 23. Oktober 2015</ref>
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| Am 4. März 2016 trat Elsässer bei einer Veranstaltung der AfD in Ingolstadt auf. Ein Bündnis von Gewerkschaften, etablierten Parteien und Fangruppen des [[FC Ingolstadt 04]] protestierte gegen den Auftritt.<ref>[http://www.sueddeutsche.de/muenchen/freising/wegen-veranstaltung-in-ingolstadt-kritik-an-afd-chef-strixner-1.2892208 ''Wegen Veranstaltung in Ingolstadt – Kritik an AfD-Chef Strixner.''] SZ, 4. März 2016</ref>
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| Im August 2017 sprach Elsässer in Magdeburg auf dem sogenannten „Russland-Kongress“ der AfD.<ref>[https://www.volksstimme.de/sachsen-anhalt/neue-rechte-event-fuer-greta-hasser-in-magdeburg ''Neue Rechte: Event für Greta-Hasser in Magdeburg.''] Volksstimme, 15. November 2019</ref> Auch beim Politischen Aschermittwoch der AfD im Februar 2018 in Nentmannsdorf gehörte Elsässer neben [[André Poggenburg]], [[Björn Höcke]], [[Andreas Kalbitz]] und [[Jörg Urban]] zu den Rednern.<ref>Matthias Kamann, Annelie Naumann: [https://www.welt.de/politik/deutschland/article173593436/Aschermittwoch-in-Sachsen-Bei-der-AfD-ist-das-Publikum-noch-radikaler-als-die-Redner ''Aschermittwoch in Sachsen: Bei der AfD ist das Publikum noch radikaler als die Redner.''] Welt Online, 15. Februar 2018</ref> Im Februar 2019 moderierte Elsässer in Burladingen eine Veranstaltung von als „Ultrarechte“ geltenden AfD-Mitgliedern, die dem innerparteilichen [[AfD Baden-Württemberg#„Stuttgarter Aufruf“ 2018 und Richtungsstreit|„Stuttgarter Aufruf“]] zuzurechnen sind, wie [[Christina Baum]], [[Stefan Räpple]], [[Jens Ahnemüller]], [[Jessica Bießmann]] und [[Doris von Sayn-Wittgenstein]], und gegen die zur Zeit des Treffens Partei- bzw. Fraktionsausschlussverfahren liefen.<ref>[https://www.swp.de/politik/inland/afd_-die-rechten-rebellen-formieren-sich-in-burladingen-29468188.html ''AfD: Die rechten Rebellen formieren sich in Burladingen.''] Südwestpresse (SWP), 9. Februar 2019; Matthias Badura: [https://www.swp.de/suedwesten/staedte/burladingen/afd-veranstaltung-in-burladingen-verlaeuft-ruhig-29467612.html ''AfD-Veranstaltung in Burladingen verläuft ruhig.''] SWP, 9. Februar 2019</ref>
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| Im Kursstreit innerhalb der AfD assistierte Elsässer im Februar 2019 Björn Höcke, indem er schrieb, die „einzigartige Chance AfD“ dürfe „nicht verspielt werden“: „Ihr braucht die ganze Spannbreite, von der wunderbaren [[Alice Weidel]] bis zum wunderbaren Kämpfer Björn Höcke.“<ref>Sabine am Orde: [https://taz.de/Extremismusvorwuerfe-gegen-Hoecke/!5574590/ ''Extremismusvorwürfe gegen Höcke: Familienstreit um Kurs der AfD.''] taz, 3. März 2019</ref> In Bezug auf Höckes [[Björn Höcke#Geschichtsrevisionismus|Dresdner Rede]] und dessen Forderung nach einer „erinnerungspolitischen Wende um 180 Grad“ sagte Elsässer im Juli 2017, ihm reichten 100 Grad in der Geschichtspolitik. Man wolle „ja nicht alles umdrehen“. Jedoch müsse man, so Elsässer, „manchmal 180 Grad sagen, um 100 zu bekommen“.<ref>[https://www.thueringen24.de/jena/article211134615/Guten-Abend-Mein-Name-ist-Juergen-Elsaesser-und-ich-bin-Deutscher.html ''„Guten Abend. Mein Name ist Jürgen Elsässer und ich bin Deutscher“''] www.thueringen24.de, 5. Juli 2017</ref>
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| == Haltung zu Russland und zum Ukraine-Konflikt ==
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| Der Historiker [[Andreas Umland]] nennt Elsässer „Kremlpropagandist“ und attestiert ihm ein konservatives Familienbild, NATO-Gegnerschaft und Antiamerikanismus. So kooperiere er mit dem russischen Auslandsfernsehsender [[RT (Fernsehsender)|RT]], während seine Aktivitäten und Einschätzungen Gegenstand wohlwollender Berichterstattung russischer Staatssender wie [[Rossija 1|Rossija]] oder der [[Stimme Russlands]] seien. Auch regierungsnahe oder staatliche russische Einrichtungen wie die [[Denkfabrik]] [[Institut für Demokratie und Zusammenarbeit]] und das Berliner [[Russisches Haus der Wissenschaft und Kultur|Russische Haus]] unterstützten Elsässers Tätigkeiten, z. B. die Organisation politischer Konferenzen. Elsässer benutze, unter anderem im Zusammenhang mit der [[Annexion der Krim 2014|Annexion der Krim durch Russland]], dieselben [[Apologetik|apologetischen]] Argumentations- und Interpretationsmuster wie die russische Regierung und verbreite antiamerikanische Verschwörungstheorien. Sein erklärtes Ziel sei ein Bündnis mit Russland auf Grundlage der Ideologie des [[Eurasismus]]; so interviewte Elsässer 2013 den russischen Rechtsextremisten und Führer der internationalen Neoeurasischen Bewegung [[Alexander Geljewitsch Dugin]]. Des Weiteren unterstütze Elsässer den eine Verständigung mit Russland befürwortenden Flügel der AfD um [[Alexander Gauland]].<ref>Thomas Korn, Andreas Umland: [http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-07/juergen-elsaesser-russland-propaganda ''Jürgen Elsässer, Kremlpropagandist.''] Zeit Online, 19. Juli 2014</ref>
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| Einer [[ARD]]-Reportage zufolge nimmt Elsässer eine wichtige Rolle bei Versuchen ein, Deutschland im Sinne der russischen Regierung zu beeinflussen.<ref>[https://www.youtube.com/watch?v=jHKr-8K9uTU ''Spiel im Schatten – Putins unerklärter Krieg gegen den Westen.''] ARD-Mediathek 4. Juli 2016</ref> Laut dem Medienmagazin ''[[Zapp (Magazin)|Zapp]]'' hat Elsässer Kontakte zu dem in Berlin gegründeten Tolstoi-Institut, dessen Aufgabe eine entsprechende Einflussnahme auf die deutsche Öffentlichkeit sei.<ref>Bastian Berbner, Silvio Duwe: {{Webarchiv |url=http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/Kultur-und-Propaganda-Das-Tolstoi-Institut,tolstoi110.html |text=''Kultur und Propaganda: Das Tolstoi-Institut'' |wayback=20150403192818}}. In: Zapp, 1. April 2015.</ref> Laut der Osteuropa-Historikerin [[Anna Veronika Wendland]] wird Wladimir Putins Politik in Deutschland überwiegend aus dem rechten Lager oder von den Linken unterstützt. Dies zeige sich beispielhaft an Elsässer, der als eher linker Autor begann und später zusammen mit Rechtsextremisten gegen die USA kämpfte und für Verständnis für Russland warb.<ref>Anna Veronika Wendland: {{Webarchiv |url=http://shron.chtyvo.org.ua/Anna_Veronika_Wendland/Levi_neoymperyalyzm_y_sostoianye_rossyiskykh_yssledovanyi_participant_observation_nemetskoho_dyskurs.pdf |text=''Левый неоимпериализм и состояние “российских” исследований: participant observation немецкого дискурса об украинском кризисе'' |wayback=20160304205251}}. In: ''Ab Imperio'', 3/2014, S. 183–194. [[doi:10.1353/imp.2014.0094]].</ref>
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| Nach Elsässers Ansicht bekämpft Russland den „Neo-Kommunismus Brüssels“, der eine „EUdSSR“ mit „ökosozialistischer Planwirtschaft, [[Politische Korrektheit|politischer Korrektheit]], Zerstörung der traditionellen Werte von Christentum und Familie“ sei.<ref>Christian Jakob: [https://taz.de/Querdenker-unterstuetzen-Putin/!5838247/ ''Das reaktionäre „Bauchgefühl“''] taz.de, 12. März 2022</ref>
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| Nach dem Beginn des [[Russischer Überfall auf die Ukraine 2022|russischen Überfalls auf die Ukraine]] Ende Februar 2022 erklärte Elsässer auf der ''[[Compact (Magazin)|Compact]]''-Website, der Angreifer sei, „wie schon oft in der Geschichte beobachtet, nicht der Aggressor“. Die Aggression gehe „von der [[NATO]] unter Führung der USA aus, die die Ukraine als Offensivplattform gegen Russland nutzen wollen“. Russlands Handeln sei „defensiv“ und diene „dem Schutz der […] Bevölkerung“ der [[Donezbecken|Donbass-Republiken]], die unter „Angriffen ukrainischer Kräfte“ leide. [[Wladimir Wladimirowitsch Putin|Putin]] betreibe „keine neo-sowjetische, sondern eine neo-[[Zarentum Russland|zaristische]] Außenpolitik“. Und mit dem Zarenreich, so Elsässer, sei „Deutschland in der Regel gut ausgekommen“; er erwähnte dabei allerdings nicht, dass das deutsche Kaiser- und das russische Zarenreich im Ersten Weltkrieg gegeneinander Krieg geführt hatten. Weiter schrieb er, dass eine erneute „Spaltung“ der Welt in einen US-geführten und einen prorussischen Block „eine gute Nachricht“ wäre, denn dann käme „der zerstörerische Globalismus […] zum Stillstand“. Deutschland müsse in diesem Krieg „strikte Neutralität wahren“.<ref>Frank Jansen: [https://www.tagesspiegel.de/politik/deutsche-rechtsextremisten-halten-zu-putin-hass-auf-die-nato-dafuer-verstaendnis-fuer-russland/28100562.html ''Hass auf die NATO, dafür Verständnis für Russland''] www.tagesspiegel.de, 24. Februar 2022</ref><ref>Konrad Litschko: [https://taz.de/Rechte-Szene-streitet-ueber-Russlandkrieg/!5837676/ ''Putinversteher vs Ukrainefreunde''] taz.de, 25. Februar 2022</ref><ref>Carla Reveland, Volker Siefert: [https://www.tagesschau.de/investigativ/reaktionen-auf-putin-von-querdenkern-und-verschwoerungsideologen-101.html ''„Querdenker“ für Putin''] www.tagesschau.de, 4. März 2022</ref>
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| Im Juni 2022 kommentierte Elsässer auf dem verschwörungstheoretischen österreichischen Sender [[AUF1]]-TV die Invasion mit den Worten, Putin habe dem „globalistischen Imperium“ dessen Grenzen aufgezeigt und er, Elsässer, freue sich, „dass es mal einer gemacht“ habe, sonst hätte es in zehn oder zwanzig Jahren „unsere Völker nicht mehr gegeben und unsere Kinder hätten wirklich 70 Geschlechter“.<ref>Oliver Klein: [https://www.zdf.de/nachrichten/politik/alternative-medien-auf1-tv-oesterreich-100.html ''Verschwörungsmythen in Dauerschleife''] www.zdf.de, 7. September 2022</ref>
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| Anfang 2023 gründete Elsässer mit dem sachsen-anhaltischen AfD-Landtagsabgeordneten [[Hans-Thomas Tillschneider]] in Berlin den ''Verein Ostwind'' für „Frieden und Freundschaft mit Russland“.<ref>[https://taz.de/Rechtsextreme-und-der-Ukrainekrieg/!5909638/ ''Verein für rechte Putinfreunde''] taz.de, 2. Februar 2023</ref>
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| == Haltung zur Flüchtlingskrise ==
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| Angesichts der [[Flüchtlingskrise in Deutschland ab 2015]] rief Elsässer am 13. September 2015 in seinem Blog die Soldaten der [[Bundeswehr]] dazu auf, auf eigene Faust die deutschen Grenzen gegen den weiteren Zustrom von seiner Ansicht nach [[Illegale Einwanderung und illegaler Aufenthalt|illegalen Migranten]] zu sichern. Die öffentliche Zusicherung [[Angela Merkel]]s, Deutschland werde Flüchtlingen aus Bürgerkriegsländern zumindest ein [[Duldung (Aufenthaltsrecht)|Bleiberecht]] gewähren, bezeichnete er als „von der Kanzlerin befohlene Selbstzerstörung“, gegen die die Soldaten ihre „Machtmittel“ einsetzen sollten. In der ''[[Die Tageszeitung|tageszeitung]]'' wurde vermutet, Elsässer wolle mit diesem kaum verhohlenen Aufruf zum [[Putsch|gewaltsamen Umsturz]] absichtlich ein Ermittlungsverfahren provozieren, um auf die nächste „Souveränitätskonferenz“ seiner Zeitschrift ''Compact'' aufmerksam zu machen.<ref>Rainer Roeser: [http://www.bnr.de/artikel/aktuelle-meldungen/h-cke-bei-neurechtem-kongress-ansturm-auf-europa Höcke bei neurechtem Kongress „Ansturm auf Europa“]. [[Blick nach Rechts]], 15. September 2015; Rainer Balcerowiak: Ein ''rechtes Verständnis von Souveränität.'' In: ''tageszeitung'' vom 25. September 2015, S. 8.</ref> Deutschland sei, so Elsässer, in „tödlicher Gefahr“ durch „Kulturbereicherer mit Hormonstau“.<ref name="taz">Konrad Litschko, Andreas Speit: [https://taz.de/Neue-Rechte-radikalisiert-Pegida/!5242665/ ''„Neue Rechte“ radikalisiert Pegida. Die Anheizer'']. In: taz, 31. Oktober 2015, S. 5.</ref>
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| Im Juli 2016, nachdem der 18-jährige David Sonboly [[Anschlag in München 2016|im und am Münchner Olympia-Einkaufszentrum neun Menschen erschossen hatte]], schrieb Elsässer von einem „Krieg gegen Deutschland“ und es gehe um „Landesverteidigung“. Polizisten, die über „‚von oben‘ unterdrückte Informationen verfügen“, sollten diese an sein Magazin übermitteln. Die Bundeswehr müsse herangezogen werden, um die Grenzen zu schließen, „Flüchtlingszentren“ abzuriegeln, eine „[s]ofortige Schließung der [[Moschee]]n“ und eine „[s]ofortige Verhaftung der islamischen Gefährder“ durchzuführen. Wenn dabei „nicht mindestens MEHRERE HUNDERT dieser Typen in U-Haft“ gingen, müsse „man von Verrat ausgehen“, schrieb Elsässer: Nur Stunden später stellte sich heraus, dass der Attentäter selbst eine offenbar rechtsextreme Gesinnung hatte und alle Getöteten einen Migrationshintergrund hatten oder deutsche [[Sinti]] waren.<ref>Christian Jakob, Konrad Litschko: „‚Schließt euch an!‘ Die rechtsextreme Szene ruft Staatsdiener zum Widerstand auf.“ In: [[Matthias Meisner]], [[Heike Kleffner]] (Hrsg.): ''Extreme Sicherheit. Rechtsradikale in Polizei, Verfassungsschutz, Bundeswehr und Justiz.'' Herder, Freiburg 2019, S. 59 f.</ref>
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| Nach den [[Sexuelle Übergriffe in der Silvesternacht 2015/16|Vorfällen in der Silvesternacht 2015/16 in Köln]] schrieb Elsässer: „Im Millionenstrom der Zuwanderer kamen Zigtausende Gewalttäter nach Deutschland, die selbst im kleinsten Provinzkaff auf Beute lauern: Es geht um unsere Handys, unsere Brieftaschen, unsere Frauen, im Extremfall unser Leben.“<ref>Erik Peter: [https://taz.de/Die-Stichwortgeber-der-Rechten/!5289232/ ''Die Stichwortgeber der Rechten: Scheue Angstmacher''] taz.de, 10. April 2016</ref>
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| == Wissenschaftliche und journalistische Rezeption ==
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| [[Karl Pfeifer (Journalist)|Karl Pfeifer]] schrieb 2006, dass sich Elsässer zum Nationalbolschewisten entwickelt habe und öffentlich mit Querfront-Strategien kokettiere.<ref>Karl Pfeifer: [http://www.hagalil.com/archiv/2006/07/elsaesser.htm ''Ein deutscher Nationalbolschewist begeistert sich: „Querfront-Regierung in der Slowakei“'']. HaGalil, 19. Juli 2006.</ref>
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| Für die Gründung seiner „Volksinitiative gegen das Finanzkapital“ wurde Elsässer scharf kritisiert. Thomas Vitzthum analysierte in ''Die Welt'' eine Querfront-Strategie, um eine Zusammenarbeit von rechts- und linksradikalen Antikapitalisten unter Betonung des Nationalismus herzustellen.<ref>[https://www.welt.de/politik/article3039995/Linker-Publizist-von-der-NPD-fuer-Volksfront-gelobt.html ''Linker Publizist von der NPD für „Volksfront“ gelobt''], in: ''[[Die Welt]]'' vom 16. Januar 2009</ref> Die linke [[Die Tageszeitung|''tageszeitung'']] vermutete, der Wortlaut seiner Erklärung sei so formuliert, um „rechtsextreme Kreise explizit in sein Bündnis integrieren“ zu können. Die Redaktion des ''Neuen Deutschland'' warf ihm vor, er habe an „rechte Parolen angedockt“, die „höchst gefährlich“ seien, und beendete die Zusammenarbeit mit dem Autor.<ref>F. Lee, V. Medick (taz, 15. Januar 2009): [https://taz.de/!5169574/ ''Wegen rechtsextremer Rhetorik. ND entlässt Volksfront-Gründer'']</ref>
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| 2010/11 attestierte ihm [[Mathias Brodkorb]] ([[Endstation Rechts]]) eine Wandlung „vom Antideutschen zum Antiimperialisten“. Überdies wolle er nunmehr „den Nationalstaat gegen das Finanzkapital in Stellung bringen“.<ref>[[Mathias Brodkorb]], Stefan Bruhn: ''Zeitschriftenporträt: Hier & Jetzt''. In: [[Uwe Backes]], [[Alexander Gallus (Historiker)|Alexander Gallus]], [[Eckhard Jesse]] (Hrsg.): ''[[Jahrbuch Extremismus & Demokratie]]'', 22. Jahrgang (2010), Nomos, Baden-Baden 2011, ISBN 978-3-8329-6050-6, S. 238–254, hier: S. 243.</ref>
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| Der Politikwissenschaftler [[Clemens Heni]] (2010) hält Elsässer für „seit einiger Zeit geistig abgedriftet“. Er schmiege sich „mittlerweile der Ideologie und Sprache des Nationalsozialismus sowie des heutigen Rechtsextremismus an“. Heni sieht in Elsässer – ähnlich wie in [[Henning Eichberg]] – einen „Freund des politischen Islam“ und einen Gegner des [[Universalismus (Philosophie)|Universalismus]].<ref>[[Clemens Heni]]: {{Webarchiv |url=http://www.publikative.org/2010/01/06/voelkerbrei-elsasser/ |text=''„Völkerbrei“: Elsässer und die Sprache des Nationalsozialismus'' |wayback=20150924083108}}. [[publikative.org]], 6. Januar 2010.</ref>
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| [[Andreas Peham]] vom [[Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes]] bezeichnete Elsässer als „linksnational“.<ref>Heribert Schiedel: ''Extreme Rechte in Europa''. Ed. Steinbauer, Wien 2011, ISBN 978-3-902494-54-2, S. 66.</ref>
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| Der Historiker [[Volker Weiß]] (2014) attestierte Elsässer, der sich „von schrill links nach schrill rechts“ entwickelt habe, einen „prorussischen Kurs“. Elsässer habe eine „populistische Begabung“ und personifiziere gekonnt eine [[Querfront]]-Strategie.<ref>[[Volker Weiß]]: [http://jungle-world.com/artikel/2014/51/51127.html ''Warten auf die Sturmabteilung'']. In: ''[[Jungle World]]'', Nr. 51, 18. Dezember 2014.</ref>
| | == Science Fiction-Fandom == |
| | * Jürgen Elsässer war von 1972 bis 1977 Mitglied im [[Arbeitskreis für Politische Science Fiction]] (AFPSF) bzw. [[Sozialistischer Arbeitskreis Spekulative Literatur|Sozialistischen Arbeitskreis Spekulative Literatur]] (SASL). |
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| Der Historiker [[Olaf Glöckner]] (2015) stellt fest, Elsässer werde „inzwischen bescheinigt, zunehmend auch mit rechtspopulistischen Gruppierungen und mit der sächsischen PEGIDA-Bewegung zusammenzuarbeiten.“ Er pflege – wie auch in der Vergangenheit – bestimmte Feindbilder u. a. „internationales Finanzkapital“, „Kriegsbrandstifter“ und „Washington, London und Jerusalem“. Dabei nutze er Provokation und Demagogie. Man könne dies wohlwollend als „diffusen verschwörungstheoretischen Amoklauf“ interpretieren.<ref>[[Olaf Glöckner]]: ''Moralische Sieger? Linksintellektuelle „Israelkritik“ zwischen Provokation, Demagogie und Antisemitismus''. In: [[Monika Schwarz-Friesel]] (Hrsg.): ''Gebildeter Antisemitismus. Eine Herausforderung für Politik und Zivilgesellschaft'' (= ''Interdisziplinäre Antisemitismusforschung''. Bd. 6). Nomos, Baden-Baden 2015, ISBN 978-3-8487-1679-1, S. 75–92, hier: S. 85–88.</ref>
| | == Bibliographie == |
| | | * Hydra: Herausgeber und Redakteur (siehe [[Andromeda Nachrichten]] Nr. 26, S. 50. |
| Als „schrille[r], neurechte[r] Hasardeur“ wurde er von dem Soziologen [[Oliver Nachtwey]] (2015) bezeichnet.<ref>[[Oliver Nachtwey]]: [https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2015/maerz/rechte-wutbuerger ''Rechte Wutbürger. Pegida oder das autoritäre Syndrom'']. In: ''[[Blätter für deutsche und internationale Politik]]'' 3/2015, S. 81–89, hier: S. 81.</ref>
| | * Die Straße (Kurzgeschichte). In: Story Center Nr. 8, 1973, S. 39-43. |
| | | * Inter Nos: Redakteur Nr. 1-12, 1972/73, Co-Redakteur (gemeinsam mit Kurt Sterz) Nr. 21-33, 1974-1977. |
| Auch der Rechtsextremismusforscher [[Helmut Kellershohn]] (2015) versteht Elsässer als einen „Querfrontler“<ref name="Kellershohn462">[[Helmut Kellershohn]]: ''Das Institut für Staatspolitik und das jungkonservative Hegemonieprojekt''. In: [[Stephan Braun (Politiker)|Stephan Braun]], Alexander Geisler, [[Martin Gerster]] (Hrsg.): ''Strategien der extremen Rechten: Hintergründe – Analysen – Antworten''. 2. aktualisierte und erweiterte Auflage, Springer Fachmedien, Wiesbaden 2015, ISBN 978-3-658-01983-9, S. 462.</ref> und „[[Nationalbolschewismus|Nationalbolschewisten]]“.<ref name="Kellershohn464">[[Helmut Kellershohn]]: ''Das Institut für Staatspolitik und das jungkonservative Hegemonieprojekt''. In: [[Stephan Braun (Politiker)|Stephan Braun]], Alexander Geisler, [[Martin Gerster]] (Hrsg.): ''Strategien der extremen Rechten: Hintergründe – Analysen – Antworten''. 2. aktualisierte und erweiterte Auflage, Springer Fachmedien, Wiesbaden 2015, ISBN 978-3-658-01983-9, S. 464.</ref> [[Alexander Häusler (Sozialwissenschaftler)|Alexander Häusler]] nennt ihn einen „rechten Querfront-Publizisten“.<ref>[[Alexander Häusler (Sozialwissenschaftler)|Alexander Häusler]], Rainer Roeser: ''„Erfurt ist schön deutsch – und schön deutsch soll Erfurt bleiben!“. Das politische Erscheinungsbild der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) in Thüringen''. Hrsg. durch die [[Friedrich-Ebert-Stiftung]], Landesbüro Thüringen, Erfurt 2015, ISBN 978-3-95861-322-5, S. 60.</ref>
| | * Andromeda Nachrichten: Nr. 24, 1973, Redakteur (Leserbriefe/Malerei) |
| | | * Kultur und Revolution: Redakteur (SASL-Sonderdruck 1974) |
| Der Rechtsextremismusexperte [[Andreas Speit]] u. a. (2015) hält Elsässer für einen „Neuzugang im [[Neue Rechte|neurechten]] Lager“.<ref name="taz" />
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| Laut [[Richard Stöss]], Politikwissenschaftler, kommt Elsässer ursprünglich aus dem [[Linksextremismus]]. Mit seinem Monatsmagazin verfolge er eine „‚Querfront‘-Strategie“. Sein „intellektueller Beitrag für den zeitgenössischen Rechtskonservatismus [bewege] sich allerdings in bescheidenen Grenzen“. Es gehe eher um das Nähren von „Feindbildern, Verschwörungstheorien und Hassparolen“.<ref>Richard Stöss: [http://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/230035/der-rechte-rand-des-politischen-systems-der-bundesrepublik ''Der rechte Rand des politischen Systems der Bundesrepublik'']. [[Bundeszentrale für politische Bildung]], Dossier Rechtsextremismus, 7. Juli 2016.</ref>
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| Der Politologe [[Jürgen P. Lang]] (2016) beschrieb Elsässer als ehemaligen „kommunistischen“ Lehrer, der heute in einem „informellen, antiamerikanischen und prorussischen Netzwerk“ Einfluss habe und eine „populistische Querfront“ anstrebe. Elsässer habe sich von einem „antideutschen Publizisten“ zu einem „(rechts-)populistischen Agitator“ entwickelt, mit gleitenden Übergängen vom „Antideutschen zum Antiimperialisten und dann zum Deutschnationalen“.<ref name="Lang225">Jürgen P. Lang: ''Biographisches Porträt: Jürgen Elsässer'', Baden-Baden 2016, S. 225.</ref> Mit seiner Wortwahl kokettiere Elsässer in jüngster Zeit „auffallend häufig [...] bewusst haarscharf am Sprachgebrauch der Nationalsozialisten vorbei“. Lang attestierte ihm einen „Ritt am Rande des Abgrunds zum Rassismus“. Außerdem „beschritten [seine Publikationen] unaufhaltsam den Weg in den Sumpf der Verschwörungstheorien“.<ref>Jürgen P. Lang: ''Biographisches Porträt: Jürgen Elsässer'', Baden-Baden 2016, S. 237–239.</ref>
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| Bei der [[Leipziger Buchmesse]] 2016 protestierten linke und libertäre Verlage täglich unter dem Motto „Souverän gegen Rechts!“ gegen Elsässers ''Compact''-Stand, den die Messeleitung ihren Ständen gegenüber postiert hatte.<ref>Tim Caspar Boehme: [https://taz.de/!5288043/ ''Stände in direkter Nähe''] taz.de, 21. März 2016</ref>
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| 2018 nannte [[Melanie Amann]] im ''[[Der Spiegel|Spiegel]]'' Elsässer einen „deutsche[n] [[Stephen Bannon]]“.<ref name="amann" />
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| Für Fabian Fischer war Elsässer von Beginn an nationalistisch. Dies zeige vor allem seine frühe Wortschöpfung „Antideutsch“. Diese richte „sich vordergründig gegen das Nationale und konstruiert es ironischerweise zugleich“.<ref>{{Literatur |Autor=Fabian Fischer |Hrsg= |Titel=Die konstruierte Gefahr. Feindbilder im politischen Extremismus |Auflage= |Verlag=Nomos |Ort=Baden-Baden |Datum= |ISBN= |Seiten=199}}</ref>
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| Der Soziologe [[Felix Schilk]] (2020) bezeichnete Elsässer als „wichtigen Protagonisten eines »rechten Mosaiks«, das über strategische Themensetzungen, kontinuierliche Agitationsarbeit und die beharrliche Pflege effektiver Feindbilder ein heterogenes Milieu arbeitsteilig zusammenschweißt.“<ref>{{Literatur |Autor=Felix Schilk |Hrsg= |Titel=Der Zornunternehmer. Das COMPACT-Magazin als Scharnierbaustein im rechten Mosaik |Sammelwerk=kultuRRevolution – zeitschrift für angewandte diskurstheorie |Band= |Nummer=77/78 |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum=2020 |ISBN= |Seiten=32-44, S. 32}}</ref>
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| Laut den Journalistinnen [[Katja Bauer]] und [[Maria Fiedler]] (2021) hat Elsässer aufgrund seiner Verbindungen zur AfD und enger Kontakte zu rechten Vereinen und Bürgerinitiativen in der Szene „eine Art Scharnierfunktion“.<ref name="BF" />
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| Der Rapper [[Danger Dan]] bezeichnete Jürgen Elsässer in seinem Lied ''[[Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt]]'' (2021) als „Antisemiten“.<ref>{{Literatur |Autor=Bayerischer Rundfunk Ralf Summer |Titel=Danger Dan: So ist der Song "Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt" entstanden |Datum=2021-04-08 |Online=https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/danger-dan-so-ist-der-song-kunstfreiheit-entstanden-100.html |Abruf=2021-04-17}}</ref>
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| Der Berliner Politikwissenschaftler [[Hajo Funke]] sagte 2022, „Rechtsextremisten wie Elsässer“ habe die mit wenig strategischem Geschick geführte Debatte über die [[Impfpflicht#COVID-19|COVID-19-Impfpflicht]] in die Hände gespielt.<ref>[https://www.faz.net/agenturmeldungen/dpa/verfassungsschutz-hoecke-und-kalbitz-zentrale-rechte-akteure-18009560.html ''Verfassungsschutz: Höcke und Kalbitz zentrale rechte Akteure''] www.faz.net, 6. Mai 2022</ref>
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| == Schriften ==
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| '''Monografien und Aufsätze (Auswahl)'''
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| * ''Ich bin Deutscher. Wie ein Linker zum Patrioten wurde.'' btw-Buch, Berlin 2022, ISBN 978-3-948781-37-8<ref>[[Armin Pfahl-Traughber]]: ''[https://www.endstation-rechts.de/news/von-links-nach-rechtsaussen-die-autobiographie-von-juergen-elsaesser Von Links- nach Rechtsaußen: Die Autobiographie von Jürgen Elsässer]''. 2. Juni 2022, abgerufen am 16. Juni 2022.</ref>
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| * ''Gegen Finanzdiktatur. Die Volksinitiative: Grundsätze, Konzepte, Ziele.'' Kai Homilius, 2009, ISBN 978-3-89706-410-2. | |
| * ''Nationalstaat und Globalisierung.'' Manuscriptum, Waltrop / Leipzig 2009, ISBN 978-3-937801-47-6.
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| * ''Terrorziel Europa. Das gefährliche Doppelspiel der Geheimdienste.'' Residenz, 2008, ISBN 3-7017-3100-4.
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| * ''Wie der Dschihad nach Europa kam. Gotteskrieger und Geheimdienste auf dem Balkan.'' (2005) Kai Homilius, Berlin 2008, ISBN 978-3-89706-840-7.
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| * ''Kriegslügen. Der NATO-Angriff auf Jugoslawien.'' (2004) Kai Homilius, Berlin 2008, ISBN 978-3-89706-511-6.
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| * ''Angriff der Heuschrecken.'' Pahl-Rugenstein, Köln 2007, ISBN 3-89144-376-5.
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| * ''Der deutsche Sonderweg.'' Diederichs, 2003, ISBN 3-7205-2440-X.
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| * ''Deutschland führt Krieg.'' Konkret, 2002, ISBN 3-930786-37-0.
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| * ''Make Love and War.'' Pahl-Rugenstein, Köln 2002, ISBN 3-89144-295-5.
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| * ''Deutsche Demokraten. Wie rechtsradikal sind CDU und CSU?'' Werkstatt-Verlag, 2001, ISBN 3-923478-94-1.
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| * ''Die Fratze der eigenen Geschichte. Von der Goldhagen-Debatte zum Jugoslawienkrieg.'' Elefantenpress, Berlin 1999, ISBN 3-88520-756-7.
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| * ''Nie wieder Krieg ohne uns.'' Konkret, 1999, ISBN 3-930786-23-0.
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| * ''Braunbuch DVU.'' Konkret, 1998, ISBN 3-930786-18-4.
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| * ''Vorwärts und vergessen? Ein Streit um Marx, Lenin, Ulbricht und die verzweifelte Aktualität des Kommunismus.'' Konkret, 1996, ISBN 3-930786-06-0.
| |
| * ''Wenn das der Führer hätte erleben dürfen: 29 Glückwünsche zum deutschen Sieg über die Alliierten.'' Konkret, 1995, ISBN 3-930786-02-8. | |
| * ''Krisenherd Europa. Nationalismus – Regionalismus – Krieg.'' Werkstatt-Verlag, 1994, ISBN 3-923478-89-5.
| |
| * ''Antisemitismus, das alte Gesicht des neuen Deutschland.'' Dietz, Berlin 1992, ISBN 3-320-01795-0.
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| '''als (Mit-)Herausgeber'''
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| * ''Wladimir Putin. Reden an die Deutschen.'' Compact-Magazin GmbH, Werder 2014.
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| * Malte Olschewski: ''Arabischer Frühling: Twitter und Flitter, Sex und Secret Service zwischen Tripolis und Damaskus.'' Kai Homilius, Berlin 2011, ISBN 3-89706-429-4.
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| * Wilhelm Hankel, Karl Albrecht Schachtschneider: ''Der Euro vor dem Zusammenbruch: Wie retten wir unser Geld?'' Kai Homilius, Berlin 2011, ISBN 3-89706-427-8.
| |
| * Andrea Ricci: ''Gaza – Die Kriegsverbrechen Israels.'' Kai Homilius, 2. Auflage, Berlin 2010, ISBN 3-89706-413-8.
| |
| * Wolfgang Freisleben: ''FED – Die Zentralbank des Geldes: Das geheime Machtzentrum der Welt.'' Kai Homilius, Berlin 2010, ISBN 3-89706-420-0.
| |
| * Jan Gaspard: ''Freimaurer und Illuminaten: Was noch nie über Geheimgesellschaften geschrieben wurde.'' Kai Homilius, Berlin 2010, ISBN 3-89706-425-1. | |
| * Rudolf Hänsel: ''Game Over!: Wie Killerspiele unsere Jugend zerstören.'' Kai Homilius, 2010, ISBN 3-89706-400-6.
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| * ''Iran. Fakten gegen westliche Propaganda.'' Kai Homilius, Berlin 2009, ISBN 978-3-89706-414-0.
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| == Literatur ==
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| * [[Jürgen P. Lang]]: ''Biographisches Porträt: Jürgen Elsässer.'' In: [[Uwe Backes]], [[Alexander Gallus (Historiker)|Alexander Gallus]], [[Eckhard Jesse]] (Hrsg.): ''[[Jahrbuch Extremismus & Demokratie]].'' Jg. 28 (2016), Nomos, Baden-Baden 2016, ISBN 978-3-8487-3567-9, S. 225–240.
| |
| * Felix Schilk: ''Der Zornunternehmer. Das COMPACT-Magazin als Scharnierbaustein im rechten Mosaik.'' In: ''kultuRRevolution – zeitschrift für angewandte diskurstheorie,'' Nr. 77/78 (2020), S. 32–44.
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| == Weblinks == | | == Weblinks == |
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| [[Kategorie:Mann]] | | [[Kategorie:Mann]] |
| [[Kategorie:In Bearbeitung]] | | [[Kategorie:W]] |
| | | [[Kategorie:1]] |
| {{Personendaten
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| |NAME=Elsässer, Jürgen
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| |ALTERNATIVNAMEN=Elsässer, Jürgen Rainer (vollständiger Name)
| |
| |KURZBESCHREIBUNG=deutscher Journalist und politischer Aktivist
| |
| |GEBURTSDATUM=20. Januar 1957
| |
| |GEBURTSORT=[[Pforzheim]]
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| |STERBEDATUM=
| |
| |STERBEORT=
| |
| }}
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