Weird Fiction. Angriff auf die Realität: Unterschied zwischen den Versionen

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Dienstag, 7. November 2023, 19:00 bis 21:00 Uhr
Dienstag, 7. November 2023, 19:00 bis 21:00 Uhr
Lesungen, Inputs, Podiumsgespräch


'''Was ist weird an Weird Fiction?'''
'''Was ist weird an Weird Fiction?'''


Nach H.P. Lovecraft zeichnet sich weirde Literatur durch eine weirde Atmosphäre aus. Sie bringt uns in Kontakt »mit unbekannten Sphären und Mächten«. Wie hat man sich einen solchen Kontakt vorzustellen? Charlotte Krafft und Anja Kümmel lesen literarische Texte zwischen Old und New Weird. Joachim Kalka spürt den Urgründen des Weirden bei H.P. Lovecraft und Arthur Machen nach. Juan S. Guse überlegt, warum das Internet im Contemporary Weird so eine wichtige Rolle spielt.
Nach H.P. Lovecraft zeichnet sich weirde Literatur durch eine weirde Atmosphäre aus. Sie bringt uns in Kontakt »mit unbekannten Sphären und Mächten«. Wie hat man sich einen solchen Kontakt vorzustellen? Charlotte Krafft und Anja Kümmel lesen literarische Texte zwischen Old und New Weird. Joachim Kalka spürt den Urgründen des Weirden bei H.P. Lovecraft und Arthur Machen nach. Juan S. Guse überlegt, warum das Internet im Contemporary Weird so eine wichtige Rolle spielt.
Mit Charlotte Krafft (»Der Bock, der Teufel, der Wahnsinn«), Anja Kümmel (»Ordnung und Fortschritt«), Joachim Kalka (»Kosmische Angst, zu höchster Kunst erhoben. Lovecraft und Arthur Machen«) und Juan S. Guse (»Backrooms«)
Moderation Sascha Ehlert


Mittwoch, 8. November 2023, 19:00 bis 21:00 Uhr
Mittwoch, 8. November 2023, 19:00 bis 21:00 Uhr
Lesungen, Inputs, Podiumsgespräch


'''Weirde Grenzerfahrungen. Von Natur bis Beziehung'''
'''Weirde Grenzerfahrungen. Von Natur bis Beziehung'''


Gefühle der Fremdheit bergen Angst und Schrecken. Sie begegnen uns in Natur, Gesellschaft und in den intimsten Beziehungen. Robert Macfarlane liest einen Auszug aus »Im Unterland«, Rudi Nuss geht der Frage nach, was das Phänomen der Cuteness mit Weirdness zu tun hat, Hanna Hamel erörtert, inwiefern Intimität immer wieder weirde Erfahrungen evoziert und Henrik Otremba liest einen Text über weirde Körpererlebnisse.
Gefühle der Fremdheit bergen Angst und Schrecken. Sie begegnen uns in Natur, Gesellschaft und in den intimsten Beziehungen. Robert Macfarlane liest einen Auszug aus »Im Unterland«, Rudi Nuss geht der Frage nach, was das Phänomen der Cuteness mit Weirdness zu tun hat, Hanna Hamel erörtert, inwiefern Intimität immer wieder weirde Erfahrungen evoziert und Henrik Otremba liest einen Text über weirde Körpererlebnisse.
Mit
* Robert Macfarlane via Zoom/
* Andreas Jandl (»Im Unterland«),
* Rudi Nuss (»Wärme, Augen, Plüsch – Die Unausweichlichkeit des Cuten«),
* Hanna Hamel (»Wo beginnt weirdness? Grenzgänge der Gegenwartsliteratur«) und
* Hendrik Otremba (»Fieber«)
* Moderation Emma Braslavsky





Version vom 13. Januar 2024, 20:31 Uhr

© Anna Giulia Zeller
Veranstaltungsplakat.

Die Veranstaltung Weird Fiction. Angriff auf die Realität fand am 7. und 8. November 2023 im Literaturforums im Brech-Haus in Berlin statt.

Veranstalter

Inhalte

In einer multiperspektivischen Gegenwart, in der unterschiedliche Realitäten immer schwieriger zu vermitteln scheinen, gewinnt Literatur an Bedeutung, die die Diskontinuitäten von Realitätsbildung selbst zum Thema hat.

Ein literarisches Genre, das sich der Frage nach der Fragilität unserer Sinnhorizonte wie kein Zweites widmet, ist Weird Fiction. Situiert zwischen Fantasy, Sci-Fi und Horror auf der einen Seite und Realismus auf der anderen, finden sich darin Geschichten, die man auf Anhieb nicht zuordnen kann. Sie weisen übernatürliche oder fantastische Elemente auf, doch spielen sie in Erzählwelten, die der Lebenswelt nicht unähnlich sind. Da sind z.B. Menschen, die sich in menschenfressende Tiere verwandeln, Väter, denen Hörner wachsen und Welten, deren Ränder zerfasern. Das alles erscheint aber gar nicht erklärungsbedürftig. Kein Erzähler ordnet das Erzählte ein, es passiert einfach so. H.P. Lovecraft nannte diese Form des Schreckens »kosmische Angst« und die Literatur, die eine solche Atmosphäre entfaltet, »weird fiction«.

An zwei Tagen zur Weird Fiction wird es um Literatur gehen, die mit Wahrnehmungs- und Sehgewohnheiten bricht. Unter dem Eindruck des »Weirden« fordert sie dazu auf, offen zu bleiben für das Nicht-Wissen, für die Grenzen des Verständlichen und für ein sensibles und aufmerksames Lesen. Die Fragen, die Weird Fiction evoziert, überfordern. Was passiert in diesen Texten? Ist das Realität oder Fiktion? Was passiert, wenn gewisse Grenzen überschritten werden? Und warum ist das mit Angst, Schrecken und mit Grusel verbunden? Was haben Tiere und Gewalt damit zu tun? Können weirde Texte einen politischen Beitrag leisten oder sind sie einfach nur Ausdruck einer neoliberalen Entgrenzung und Phantastik?

Programm

Dienstag, 7. November 2023, 19:00 bis 21:00 Uhr

Lesungen, Inputs, Podiumsgespräch

Was ist weird an Weird Fiction?

Nach H.P. Lovecraft zeichnet sich weirde Literatur durch eine weirde Atmosphäre aus. Sie bringt uns in Kontakt »mit unbekannten Sphären und Mächten«. Wie hat man sich einen solchen Kontakt vorzustellen? Charlotte Krafft und Anja Kümmel lesen literarische Texte zwischen Old und New Weird. Joachim Kalka spürt den Urgründen des Weirden bei H.P. Lovecraft und Arthur Machen nach. Juan S. Guse überlegt, warum das Internet im Contemporary Weird so eine wichtige Rolle spielt.

Mit Charlotte Krafft (»Der Bock, der Teufel, der Wahnsinn«), Anja Kümmel (»Ordnung und Fortschritt«), Joachim Kalka (»Kosmische Angst, zu höchster Kunst erhoben. Lovecraft und Arthur Machen«) und Juan S. Guse (»Backrooms«) Moderation Sascha Ehlert


Mittwoch, 8. November 2023, 19:00 bis 21:00 Uhr

Lesungen, Inputs, Podiumsgespräch

Weirde Grenzerfahrungen. Von Natur bis Beziehung

Gefühle der Fremdheit bergen Angst und Schrecken. Sie begegnen uns in Natur, Gesellschaft und in den intimsten Beziehungen. Robert Macfarlane liest einen Auszug aus »Im Unterland«, Rudi Nuss geht der Frage nach, was das Phänomen der Cuteness mit Weirdness zu tun hat, Hanna Hamel erörtert, inwiefern Intimität immer wieder weirde Erfahrungen evoziert und Henrik Otremba liest einen Text über weirde Körpererlebnisse.

Mit

  • Robert Macfarlane via Zoom/
  • Andreas Jandl (»Im Unterland«),
  • Rudi Nuss (»Wärme, Augen, Plüsch – Die Unausweichlichkeit des Cuten«),
  • Hanna Hamel (»Wo beginnt weirdness? Grenzgänge der Gegenwartsliteratur«) und
  • Hendrik Otremba (»Fieber«)
  • Moderation Emma Braslavsky




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