Dieter Sachse: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 3: | Zeile 3: | ||
Sachse bewegte sich ab Ende der 1950er-Jahre im deutschen [[Science Fiction-Fandom|Science-Fiction-Fandom]] und gehörte seitdem zu den regelmäßigen Besuchern auf Cons im ganzen deutschsprachigen Raum, speziell im Süden.<ref>[[Herbert Thiery]]: ''Zum Tod von Dieter Sachse'', in: Andromeda Nachrichten 213</ref> Dabei war er häufig als Fotograf aktiv und hielt wichtige Momente des deutschen SF-Fandoms auf Bildern fest.<ref>[[Jürgen vom Scheidt]]: ''Jazz oder Science-Fiction – in memoriam [[Axel Melhardt]] (1943-2024)''; in: [https://sfcd.eu/file/a/2d730c77835881512.pdf Andromeda Nachrichten #286] (09/2024), S. 7</ref> | Sachse bewegte sich ab Ende der 1950er-Jahre im deutschen [[Science Fiction-Fandom|Science-Fiction-Fandom]] und gehörte seitdem zu den regelmäßigen Besuchern auf Cons im ganzen deutschsprachigen Raum, speziell im Süden.<ref>[[Herbert Thiery]]: ''Zum Tod von Dieter Sachse'', in: Andromeda Nachrichten 213</ref> Dabei war er häufig als Fotograf aktiv und hielt wichtige Momente des deutschen SF-Fandoms auf Bildern fest.<ref>[[Jürgen vom Scheidt]]: ''Jazz oder Science-Fiction – in memoriam [[Axel Melhardt]] (1943-2024)''; in: [https://sfcd.eu/file/a/2d730c77835881512.pdf Andromeda Nachrichten #286] (09/2024), S. 7</ref> | ||
Mindestens ab Anfang der 1960er-Jahre schrieb Sachse in unregelmäßigen Abständen für diverse [[Fanzine]]s, darunter etwa die [[Munich Round Up]], [[Lunatique]] und andere. Auch als Illustrator und Zeichner war er aktiv. Kurzzeitig verwendete er das Pseudonym ''Al U. Card''. In den 1970er-Jahren, mindestens von 1972 bis 1979, gab er sein eigenes Fanzine heraus, [[Anarch]]. Dieses trug den Untertitel '' | Mindestens ab Anfang der 1960er-Jahre schrieb Sachse in unregelmäßigen Abständen für diverse [[Fanzine]]s, darunter etwa die [[Munich Round Up]], [[Lunatique]] und andere. Auch als Illustrator und Zeichner war er aktiv. Kurzzeitig verwendete er das Pseudonym ''Al U. Card''. In den 1970er-Jahren, mindestens von 1972 bis 1979, gab er sein eigenes Fanzine heraus, [[Anarch]]. Dieses trug den Untertitel ''Das Literarisch-Satirische Magazin'' und enthielt neben SF-Fanwerken auch Comics und sonstige literarische Werke. Hier zeigte sich bereits Sachses Vorliebe für erotische Fiktion.<ref>[https://www.fanac.org/fanzines/Son_WSFA/son_of_the_wsfa_journal_136_v23n4_miller_1974-04-01_us.pdf Son of the WFSA Journal #23] (04/1974)</ref> Im SF-Fandom war Sachse relativ bald sehr bekannt für sein Interesse an der Verbindung von SF und Erotik. Dies brachte ihm den - von ihm selbst wenig geliebten - Spitznamen "Porno-Sachse" ein.<ref>Nachruf Dieter Sachse, in [[Fandom Observer]] Nr. 2000 (02/2006), S. 4</ref> | ||
Obwohl er bis kurz vor seinem Tod Cons besuchte und vielfach als wichtiger Teil der SF-Fanszene hervorgehoben wurde | Obwohl er bis kurz vor seinem Tod Cons besuchte und vielfach als wichtiger Teil der SF-Fanszene hervorgehoben wurde | ||
<ref>[https://efanzines.com/CounterClock/CoClock-14.pdf COUNTERCLOCK # 14] (05/2013), S. 29</ref><ref>[http://emcit.com/emcpr024.shtml Emerald City, Issue #24 - August 1997]</ref><ref>[https://sf-fan.de/conberichte/freicon-1995-flotter-ehrengasttausch-in-freiburg.html FreiCon 1995 – flotter Ehrengasttausch in Freiburg!]</ref> war im Fandom relativ wenig über Dieter Sachse als Mensch bekannt.<ref>[[Klaus N. Frick]]: [http://enpunkt.blogspot.com/2006/01/dieter-sachse-ist-tot.html Dieter Sachse ist tot] auf ''enpunkt.blogspot.com''</ref> Am 11. November 2005 starb | <ref>[https://efanzines.com/CounterClock/CoClock-14.pdf COUNTERCLOCK # 14] (05/2013), S. 29</ref><ref>[http://emcit.com/emcpr024.shtml Emerald City, Issue #24 - August 1997]</ref><ref>[https://sf-fan.de/conberichte/freicon-1995-flotter-ehrengasttausch-in-freiburg.html FreiCon 1995 – flotter Ehrengasttausch in Freiburg!]</ref> war im Fandom relativ wenig über Dieter Sachse als Mensch bekannt.<ref>[[Klaus N. Frick]]: [http://enpunkt.blogspot.com/2006/01/dieter-sachse-ist-tot.html Dieter Sachse ist tot] auf ''enpunkt.blogspot.com''</ref> Am 11. November 2005 starb er unerwartet an plötzlichem Herzversagen.<ref>[https://www.sfgw.at/sfgw040dieter.html Dieter Sachse starb einsam und unbemerkt], Nachruf von [[Alfred Vejchar]]</ref> | ||
Da er bei seinem Tod keine näheren Verwandten mehr hatte und keine Regelungen für seinen Nachlass vorlagen, ging sein riesiger Bestand an SF-Literatur und -Magazinen fast vollständig verloren. Lediglich ein kleiner Teil konnte durch [[Herbert Thiery]] vor der Entsorgung gerettet werden. Der Verlust von Dieter Sachses Sammlung führte zu einer lebhaften Diskussion innerhalb des [[Science Fiction Club Deutschland]] über den Schuztz und den Erhalt des Nachlasses von Mitgliedern der SF-Fanszene und war eines der Ereignisse, die letztlich zur [[Aktion Bücherrettung]] führten. | Da er bei seinem Tod keine näheren Verwandten mehr hatte und keine Regelungen für seinen Nachlass vorlagen, ging sein riesiger Bestand an SF-Literatur und -Magazinen fast vollständig verloren. Lediglich ein kleiner Teil konnte durch [[Herbert Thiery]] vor der Entsorgung gerettet werden. Der Verlust von Dieter Sachses Sammlung führte zu einer lebhaften Diskussion innerhalb des [[Science Fiction Club Deutschland]] über den Schuztz und den Erhalt des Nachlasses von Mitgliedern der SF-Fanszene und war eines der Ereignisse, die letztlich zur [[Aktion Bücherrettung]] führten. | ||
Version vom 29. November 2024, 14:24 Uhr
Dieter Sachse (* 18. August 1939 in Trier; † 21. November 2005 in Mainz) war ein langjährig aktives Mitglied im deutschen Science-Fiction-Fandom.
Sachse bewegte sich ab Ende der 1950er-Jahre im deutschen Science-Fiction-Fandom und gehörte seitdem zu den regelmäßigen Besuchern auf Cons im ganzen deutschsprachigen Raum, speziell im Süden.[1] Dabei war er häufig als Fotograf aktiv und hielt wichtige Momente des deutschen SF-Fandoms auf Bildern fest.[2]
Mindestens ab Anfang der 1960er-Jahre schrieb Sachse in unregelmäßigen Abständen für diverse Fanzines, darunter etwa die Munich Round Up, Lunatique und andere. Auch als Illustrator und Zeichner war er aktiv. Kurzzeitig verwendete er das Pseudonym Al U. Card. In den 1970er-Jahren, mindestens von 1972 bis 1979, gab er sein eigenes Fanzine heraus, Anarch. Dieses trug den Untertitel Das Literarisch-Satirische Magazin und enthielt neben SF-Fanwerken auch Comics und sonstige literarische Werke. Hier zeigte sich bereits Sachses Vorliebe für erotische Fiktion.[3] Im SF-Fandom war Sachse relativ bald sehr bekannt für sein Interesse an der Verbindung von SF und Erotik. Dies brachte ihm den - von ihm selbst wenig geliebten - Spitznamen "Porno-Sachse" ein.[4]
Obwohl er bis kurz vor seinem Tod Cons besuchte und vielfach als wichtiger Teil der SF-Fanszene hervorgehoben wurde [5][6][7] war im Fandom relativ wenig über Dieter Sachse als Mensch bekannt.[8] Am 11. November 2005 starb er unerwartet an plötzlichem Herzversagen.[9]
Da er bei seinem Tod keine näheren Verwandten mehr hatte und keine Regelungen für seinen Nachlass vorlagen, ging sein riesiger Bestand an SF-Literatur und -Magazinen fast vollständig verloren. Lediglich ein kleiner Teil konnte durch Herbert Thiery vor der Entsorgung gerettet werden. Der Verlust von Dieter Sachses Sammlung führte zu einer lebhaften Diskussion innerhalb des Science Fiction Club Deutschland über den Schuztz und den Erhalt des Nachlasses von Mitgliedern der SF-Fanszene und war eines der Ereignisse, die letztlich zur Aktion Bücherrettung führten.
Quellen
- ↑ Herbert Thiery: Zum Tod von Dieter Sachse, in: Andromeda Nachrichten 213
- ↑ Jürgen vom Scheidt: Jazz oder Science-Fiction – in memoriam Axel Melhardt (1943-2024); in: Andromeda Nachrichten #286 (09/2024), S. 7
- ↑ Son of the WFSA Journal #23 (04/1974)
- ↑ Nachruf Dieter Sachse, in Fandom Observer Nr. 2000 (02/2006), S. 4
- ↑ COUNTERCLOCK # 14 (05/2013), S. 29
- ↑ Emerald City, Issue #24 - August 1997
- ↑ FreiCon 1995 – flotter Ehrengasttausch in Freiburg!
- ↑ Klaus N. Frick: Dieter Sachse ist tot auf enpunkt.blogspot.com
- ↑ Dieter Sachse starb einsam und unbemerkt, Nachruf von Alfred Vejchar