Walter Spiegl

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Walter Spiegl (* 28. Juli 1934 in Asch, Tschechoslowakei) ist ein deutscher Autor, Übersetzer und Herausgeber von Kriminal- und Science-Fiction-Literatur. Er verwendet auch das Pseudonym Bert Koeppen. Lange wurde angenommen, dass er auch als Bert Horsley SF schrieb, was sich aber als unzutreffend herausstellte.[1]

Leben

Von 1946 bis 1952 besuchte Spiegl das Gutenberg-Realgymnasium in Wiesbaden und machte 1955 sein Abitur an der Wirtschaftsoberschule. Er erkannte den lebendigen Erzählstil amerikanischer Autoren im Vergleich zum hausbackenen Stil der damaligen deutschen SF-Autoren. Dies führte zu seinem Entschluss, amerikanische Unterhaltungsliteratur, im Speziellen Kriminal- und Science Fiction-Romane und Erzählungen, einem breiten Publikum näherzubringen. 1955 erhielt er eine Anstellung bei American Express in Frankfurt und wurde kurze Zeit später vom Erich Pabel-Verlag eingeladen, die SF-Reihen UTOPIA und UTOPIA GROSSBAND zu leiten. Ab dem 1. Juni 1955 betreute dort diverse Kriminal- und Science Fiction-Reihen, die meist amerikanische Autoren präsentierten, zum Teil sogar von ihm selbst übersetzt (u. a. unter dem Pseudonym Bert Koeppen). Später war er auch für den Ullstein Verlag als Herausgeber der Reihe Ullstein 2000 und der Taschenbuchreihen Alfred Hitchcocks Kriminalmagazin und Ullstein Kriminalmagazin tätig. In den 1980er-Jahren veröffentlichte er als Spezialis für Glaswissenschaft mehrere Sachbücher.

Als Bert Koeppen gab er für den Pabel Verlag das Utopia Science Fiction Magazin heraus. 1955 war er Mitbegründer des Science Fiction Club Deutschland. Unter diesem Pseudonym veröffentlichte er 1958 auch sein einziges bekanntes SF-Werk, den Roman „Rakete Mond startet“ (Utopia-Großband 84). Unter diesem Pseudonym betätigte er sich ebenfalls als Übersetzer.

Publikationen (Auswahl)

  • Glas (= Battenberg-Antiquitäten-Kataloge.). Battenberg, München 1979, ISBN 3-87045-155-6.
  • Antiquitäten, dekorative Graphik. Barock bis Biedermeier (= Heyne-Bücher. Nr. 4705 Antiquitäten.). Heyne, München 1980, ISBN 3-453-41366-0.
  • Taschenuhren. Vom Nürnberger Ei zur Präzisionsuhr. Mosaik, München 1981, ISBN 3-570-05534-5.

Übersetzungen

  • Carter Brown: Al Wheeler und das Komplott. Kriminalroman (The Desired, 1959), (= Heyne-Bücher. Nr. 1641 Crime.). Deutsche Übersetzung von Walter Spiegl. Heyne, München 1975, ISBN 3-453-10233-9.
  • Raymond Chandler: Professor Bingos Schnupfpulver/Die Bronzetür. Zwei unheimliche Geschichten (Professor Bingo’s Snuff/The Bronze Door), 1939/1951 (= Ullstein-Bücher. Nr. 3199). Aus dem Amerikanischen von Walter Spiegl bzw. Lore Puschert. Ullstein, Frankfurt am Main u. a. 1976, ISBN 3-548-03199-4.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Ronald M. Hahn 2013 auf zauberspiegel-online.de: [1] „Laut einem Gespräch, das ein bekannter SF-Fan kürzlich mit Herrn Spiegl geführt hat, ist dieser nicht mit Bert Horsley identisch. Da sind wir leider alle einer steinalten Ente aufgesessen.“

Normdaten: GND: [2] | LCCN: | NDL: {{{NDL}}} | VIAF: 25136772

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