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Seine frühesten Urprünge hat das heutige SF-Fandom in den späten 1920er- und 1930er-Jahren in den USA. Eine wichtige Rolle bei der Popularisierung der Science Fiction in den Vereinigten Staaten spielten Pulp-Magazine wie [[Astounding Science Fiction]] (ab Ende der 1930er-Jahre maßgeblich durch [[John W. Campbell]] geprägt) oder das von [[Hugo Gernsback]] herausgegebene [[Amazing Stories]]. Durch Leserbriefe in Gernsbacks Publikationen gab es für Fans erste Möglichkeiten, sich auszutauschen. In den 1930er-Jahren entstanden erste SF-Clubs, wie etwa die 1934 ebenfalls von Gernsback gegründete [[Science Fiction League]]. Von den USA aus breitete sich das Fandom zunächst nach Großbritannien aus. Am 22. Oktober 1936 fand in Philadelphia mit der [[First Convention]] der erste SF-[[Con]] überhaupt statt, als Fans aus New York nach Philadelphia reisten, um die dortigen Fans zu treffen. Im Januar folgte mit dem [[Leeds-Con 1937]] der erste Con in Europa. | |||
== Science Fiction-Fandom im deutschsprachigen Raum == | == Science Fiction-Fandom im deutschsprachigen Raum == | ||
Ältester und größer Verein des deutschsprachigen SF-Fandoms ist der [[Science Fiction Club Deutschland]] e. V. (SFCD). Seine Gründung 1955 bedeutete den Anfangspunkt eines organisierten SF-Fandoms im deutschsprachigen Raum. Auch gegenwärtig ist der SFCD ein wesentlicher Eckpfeiler des Fandoms. Eine bedeutende Rolle spielt auch der 1978 gegründete [[Erster Deutscher Fantasy Club|Erste Deutsche Fantasy Club]] e. V. (edfc). Die Gruppierung geht zurück auf einen losen Zusammenschluss Literaturbegeisterter, die sich erstmals 1966 in Wien trafen. Auch wenn hier eine Separierung nach Genres stattgefunden hat, kann man die Fantasy-Anhänger immer noch zum Science Fiction-Fandom zählen. Der edfc hat zahlreiche Publikationen zum Science Fiction-Genre veröffentlicht. | Ältester und größer Verein des deutschsprachigen SF-Fandoms ist der [[Science Fiction Club Deutschland]] e. V. (SFCD). Seine Gründung 1955 bedeutete den Anfangspunkt eines organisierten SF-Fandoms im deutschsprachigen Raum. Auch gegenwärtig ist der SFCD ein wesentlicher Eckpfeiler des Fandoms. Eine bedeutende Rolle spielt auch der 1978 gegründete [[Erster Deutscher Fantasy Club|Erste Deutsche Fantasy Club]] e. V. (edfc). Die Gruppierung geht zurück auf einen losen Zusammenschluss Literaturbegeisterter, die sich erstmals 1966 in Wien trafen und dabei auch [[FOLLOW (Fantasy-Club)|FOLLOW]] gründeten. Auch wenn hier eine Separierung nach Genres stattgefunden hat, kann man die Fantasy-Anhänger immer noch zum Science Fiction-Fandom zählen. Der edfc hat zahlreiche Publikationen zum Science Fiction-Genre veröffentlicht. | ||
Neben dem ursprünglichen SF-Fandom haben sich spezielle Gemeinschaften zu Heft- oder Fernsehserien oder Filmen gebildet, so das Perry Rhodan-, Star Trek- oder Star Wars-Fandom. Berührungspunkte mit dem traditionellen SF-Fandom gibt es allerdings kaum oder nicht. Auch das traditionelle Science Fiction-Fandom ist keine homogene Gemeinschaft. Neben den abgespaltenen und verselbständigten Franchise-Fandoms gibt es in der allgemeinen Community vielfältige unterschiedliche Richtungen. So gibt es an einer ernsthaften und kritischen Auseinandersetzung mit den Themen interessierte Akteure, engagierte Sammler, eher konsumistisch orientierte Genreinteressierte und nicht zuletzt einen Flügel von | Neben dem ursprünglichen SF-Fandom haben sich spezielle Gemeinschaften zu Heft- oder Fernsehserien oder Filmen gebildet, so das {{WP|1=Perry_Rhodan ''Perry Rhodan''}}-, {{WP|1=Star_Trek ''Star Trek''}}- oder {{WP|1=Star_Wars ''Star Wars''}}-Fandom. Berührungspunkte mit dem traditionellen SF-Fandom gibt es allerdings kaum oder nicht. Auch das traditionelle Science Fiction-Fandom ist keine homogene Gemeinschaft. Neben den abgespaltenen und verselbständigten Franchise-Fandoms gibt es in der allgemeinen Community vielfältige unterschiedliche Richtungen. So gibt es an einer ernsthaften und kritischen Auseinandersetzung mit den Themen interessierte Akteure, engagierte Sammler, eher konsumistisch orientierte Genreinteressierte und nicht zuletzt einen Flügel von „fannischen Fans“, deren Ziel vor allem die eigene Bespaßung ist. | ||
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Aktuelle Version vom 17. August 2026, 21:44 Uhr
Als Science Fiction-Fandom werden eine Gemeinschaft von an Science Fiction in ihren multimedialen Erscheinungsformen Interessierten und deren Aktivitäten bezeichnet. Das Fandom umfasst Vereine und andere Zusammenschlüsse, internationale, nationale und regionale Treffen und Versammlungen wie Conventions oder lokale Stammtische sowie Fan-Zeitschriften,
Fanzines genannt.
Geschichte
Seine frühesten Urprünge hat das heutige SF-Fandom in den späten 1920er- und 1930er-Jahren in den USA. Eine wichtige Rolle bei der Popularisierung der Science Fiction in den Vereinigten Staaten spielten Pulp-Magazine wie Astounding Science Fiction (ab Ende der 1930er-Jahre maßgeblich durch John W. Campbell geprägt) oder das von Hugo Gernsback herausgegebene Amazing Stories. Durch Leserbriefe in Gernsbacks Publikationen gab es für Fans erste Möglichkeiten, sich auszutauschen. In den 1930er-Jahren entstanden erste SF-Clubs, wie etwa die 1934 ebenfalls von Gernsback gegründete Science Fiction League. Von den USA aus breitete sich das Fandom zunächst nach Großbritannien aus. Am 22. Oktober 1936 fand in Philadelphia mit der First Convention der erste SF-Con überhaupt statt, als Fans aus New York nach Philadelphia reisten, um die dortigen Fans zu treffen. Im Januar folgte mit dem Leeds-Con 1937 der erste Con in Europa.
Science Fiction-Fandom im deutschsprachigen Raum
Ältester und größer Verein des deutschsprachigen SF-Fandoms ist der Science Fiction Club Deutschland e. V. (SFCD). Seine Gründung 1955 bedeutete den Anfangspunkt eines organisierten SF-Fandoms im deutschsprachigen Raum. Auch gegenwärtig ist der SFCD ein wesentlicher Eckpfeiler des Fandoms. Eine bedeutende Rolle spielt auch der 1978 gegründete Erste Deutsche Fantasy Club e. V. (edfc). Die Gruppierung geht zurück auf einen losen Zusammenschluss Literaturbegeisterter, die sich erstmals 1966 in Wien trafen und dabei auch FOLLOW gründeten. Auch wenn hier eine Separierung nach Genres stattgefunden hat, kann man die Fantasy-Anhänger immer noch zum Science Fiction-Fandom zählen. Der edfc hat zahlreiche Publikationen zum Science Fiction-Genre veröffentlicht.
Neben dem ursprünglichen SF-Fandom haben sich spezielle Gemeinschaften zu Heft- oder Fernsehserien oder Filmen gebildet, so das
Perry Rhodan-,
Star Trek- oder
Star Wars-Fandom. Berührungspunkte mit dem traditionellen SF-Fandom gibt es allerdings kaum oder nicht. Auch das traditionelle Science Fiction-Fandom ist keine homogene Gemeinschaft. Neben den abgespaltenen und verselbständigten Franchise-Fandoms gibt es in der allgemeinen Community vielfältige unterschiedliche Richtungen. So gibt es an einer ernsthaften und kritischen Auseinandersetzung mit den Themen interessierte Akteure, engagierte Sammler, eher konsumistisch orientierte Genreinteressierte und nicht zuletzt einen Flügel von „fannischen Fans“, deren Ziel vor allem die eigene Bespaßung ist.