Benutzer:Maturion/Dieter Steinseifer: Unterschied zwischen den Versionen

Aus German Science Fiction Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 1: Zeile 1:
[[Bild:Dieter_Sachse_Dieter_Steinseifer.jpg|thumb|Dieter Steinseifer (r) mit [[Dieter Sachse]] (l) auf dem [[Jubicon]] im Sommer 2005]]
[[Bild:Dieter_Sachse_Dieter_Steinseifer.jpg|thumb|Dieter Steinseifer (r) mit [[Dieter Sachse]] (l) auf dem [[Jubicon]] im Sommer 2005]]
'''Dieter Steinseifer''' (* 15. Februar 1941 in Rosenheim ?; † 30. Dezember 2020 in Rosenheim) war ein langjähriges Mitglied des deutschen [[Science Fiction-Fandom|Science-Fiction-Fandom]]s. Er war zum ein Pionier der deutschsprachigen Pen&Paper-Rollenspiele.
'''Dieter Steinseifer''' (* 15. Februar 1941 in Rosenheim ?; † 30. Dezember 2020 in Rosenheim; auch ''DiST'' genannt) war ein langjähriges Mitglied des deutschen Fantasy- und [[Science Fiction-Fandom|Science-Fiction-Fandom]]s. Er gehörte zudem zu den Pionieren der deutschsprachigen Pen&Paper-Rollenspiele.


== Leben ==
Dieter Steinseifer stammte aus der Nähe von Rosenheim. Nach dem Besuch des Gymnasiums begann er ein Studium der Physik<ref name="mru112">[https://fanac.org/fanzines/Munich_Round_Up/Munich_Round_Up-up_112_kumming_klupfel_1970-04.pdf Ausgabe 112], [[Munich Round Up]], S. 8</ref>, wenngleich er später in einem Nachruf von [[Hermann Ritter]] als Ingenieur bezeichnet wurde.<ref>[https://www.hermannritter.de/index.php?title=Dieter_Steinseifer_war_einer_der_feinsten_Menschen,_die_ich_kannte Nachruf auf Dieter Steinseifer] von [[Hermann Ritter]]</ref>
Seit Ende der 1950er-Jahre war er im [[Science Fiction-Fandom|SF-Fandom]] aktiv und trat am 01.10.1958 in den [[Science Fiction Club Deutschland]] ein. In dieser Zeit begann er auch für [[Fanzine]]s zu schreiben und sich mit viel Hingabe für den Club zu engagieren. 1963 gründete er die SFCD-Gruppe „Kontakt“.<ref>[https://www.dsf3a.de/download/A/AN_sfcd/an272open.zip ]</ref> 1965 berichtete er im [[Andromeda SF Magazin]] über die Gründung einer SFCD-Gruppe Rosenheim.<ref>https://www.sf-hefte.de/Details.php?id=50&id2=0&Reihe=Andromeda%20SF%20Magazin&p1=0</ref> 1968 gründete er dort einen eigenen Club, den [[Science-Fiction-Club Luna]], der zeitweise auch ein eigenes [[Fanzine]], die [[Luna Times]], herausgab und dem unter anderem auch [[Franz Ettl]] angehörte.<ref name="mru112" />
1968 wurde er als Nachfolger von [[Axel Melhardt]] stellvertrender Vorsitzender des SFCD, bis er 1975 von [[Jürgen Mercker]] abgelöst wurde.<ref>[https://sfcd.eu/wir-ueber-uns/der-vorstand.html Ehemalige Vorstandsmitglieder des Science Fiction Club Deutschland]</ref> In seiner Zeit als 2. Vorsitzender tat er viel, eine Auflösung oder ein Auseinanderbrechen des damals von zahlreichen Konflikten geprägten Clubs zu verhindern. Außerdem war er während dieser Zeit für einige Ausgaben Chefredakteur des SFCD-Clubmagazins [[Andromeda Nachrichten]].
Publizistisch machte Steinseifer auch mit eigenen SF-Fanzines bzw. [[Egozine]]s auf sich aufmerksam. Zu nennen sind hier [[Vorhut]] sowie insbesondere  [[Flieger]]. Letzteres Magazin erschien seit mindestens Anfang der 1960er-Jahre bis in die späten 2000er-Jahre und brachte es auf 63 Ausgaben.<ref>Zitat für 63 Ausgaben benötigt!</ref>
Noch in den 1960er-Jahren begann Dieter Steinseifer ein wachsendes Interesse für [[Fantasy]] zu entwickeln. Er gehörte von Anfang an zum engen Kreis um die Fantasy-Vereinigung [[Follow]] und war dabei, als sie beim SFCD-Jahrestreffen 1966 in Wien von [[Hubert Straßl]] und [[Eduard Lukschandl]] gegründet wurde.<ref>[https://www.makerpendium.de/download/sonstiges/fanzines/fandomobserver/Fandom_Observer_261.pdf Dreifacher Geburtstag im Februar], in [[Fandom Observer]] 261 (03/2011)</ref> Dort wirkete er auch an der Ausgestaltung der Welt [[Magira (Fantasywelt)|Magira]] mit.<ref>[https://www.sfgh.de/Rueckblick/1999/11/sfgh9911.pdf ]</ref> Er nahm aktiv an der Simulation und dem Bespielen Magiras teil; in Erinnerung blieb er auch als „Clanoberhaupt des Drachenordens von Ranabar“, den er 1970 beim [[28. World Science Fiction Convention|Heicon ´70]] gründete und als „Waran Jand“ viele Jahre leitete. Als Fanzine des Drachenordens brachte er auch ein weiteres, eigenes Fanzine heraus: Den [[Drachenbrief]]
Ab den 1970ern bis Anfang der 2000er-Jahre lebte Dieter Steinseifer in der Nähe von Paderborn. http://www.fanzine-kurier.de/FK_120.html
Nachdem er viele Jahre parallel im Umkreis des SFCD und des Follow aktiv war, verschob sich sein Schwerpunkt gegen Ende der 1970er-Jahre zunehmend in Richtung Fantasy und Follow. Ab 1978 gehörte er auch zum [[Erster Deutscher Fantasy Club|Ersten Deutscher Fantasy Club]].
1984 moderierte er den [[1. Kongress der Phantasie]] in Passau. Den Kongress moderierte er zudem noch 1988, 1996 und 2004.




Dieter Steinseifer stammte aus der Nähe von Rosenheim. Nach dem Besuch des Gymnasiums begann er ein Studium der Physik<ref name="mru112">[https://fanac.org/fanzines/Munich_Round_Up/Munich_Round_Up-up_112_kumming_klupfel_1970-04.pdf Ausgabe 112], [[Munich Round Up]], S. 8</ref>, wenngleich er später in einem Nachruf von [[Hermann Ritter]] als Ingenieur bezeichnet wurde.<ref>[https://www.hermannritter.de/index.php?title=Dieter_Steinseifer_war_einer_der_feinsten_Menschen,_die_ich_kannte Nachruf auf Dieter Steinseifer] von [[Hermann Ritter]]</ref>
Dieter Steinseifer spielte eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Pen&Paper-Rollenspiel-Szene im deutschsprachigen Raum.
<ref>[http://www.tally-ho.de/magira/Abenteuerrunde.htm Abenteuerrunde] auf tally-ho.de</ref>  




Dieter Steinseifer war seit Ende der 1950er-Jahre im [[Science Fiction-Fandom|SF-Fandom]] aktiv. Er trat am 01.10.1958 in den [[Science Fiction Club Deutschland]] ein und begann in dieser Zeit auch für [[Fanzine]]s zu schreiben und sich mit viel Hingabe für den Club zu engagieren. 1963 gründete er die SFCD-Gruppe „Kontakt“.<ref>[https://www.dsf3a.de/download/A/AN_sfcd/an272open.zip ]</ref> 1965 berichtete er im [[Andromeda SF Magazin]] über die Gründung einer SFCD-Gruppe Rosenheim.<ref>https://www.sf-hefte.de/Details.php?id=50&id2=0&Reihe=Andromeda%20SF%20Magazin&p1=0</ref> 1968 gründete er dort einen eigenen Club, den [[Science-Fiction-Club Luna]], der zeitweise auch ein eigenes [[Fanzine]], die [[Luna Times]], herausgab und dem unter anderem auch [[Franz Ettl]] angehörte.<ref name="mru112" />
Mitte der 2000er-Jahre zog Steinseifer zurück in seine bayerische Heimatstadt Rosenheim, wo auch sein Bruder Bernd lebte. 2015 erhielt er den [[Deutscher Fantasy Preis|Deutschen Fantasy Preis]] für „seine Pionierleistung bei der Popularisierung des Fantasy-Rollenspiels in Deutschland“.


In seinen letzten Lebensjahren litt Dieter Steinseifer an den zunehmenden Folgen einer Demenzerkrankung, die schließlich dazu führte, dass er sein Mitwirken im Fandom ganz einstellen musste. Um 2010 erschien die letzte Ausgabe seines [[Flieger]]-Zines, mutmaßlich 2011 folgten seine letzten Beiträge in anderen Fanzines. Er verstab am 30.12.2020 in Rosenheim.


Ab den 1970ern bis Anfang der 2000er-Jahre lebte Dieter Steinseifer in der Nähe von Paderborn http://www.fanzine-kurier.de/FK_120.html


In seinen letzten Lebensjahren litt Dieter Steinseifer an den Folgen einer Demenzerkrankung. Er verstab am 30.12.2020 in Rosenheim.
https://www.erainn.de/am-anfang-war-follow/


[[Erster Deutscher Fantasy Club]]


Egozine [[Flieger]]


1968 wurde er als Nachfolger von [[Axel Melhardt]] stellvertrender Vorsitzender des SFCD, bis er 1975 von [[Jürgen Mercker]] abgelöst wurde.<ref>[https://sfcd.eu/wir-ueber-uns/der-vorstand.html Ehemalige Vorstandsmitglieder des Science Fiction Club Deutschland]</ref>


http://www.concatenation.org/europe/SFCD_60.html
http://www.concatenation.org/europe/SFCD_60.html
Zeile 24: Zeile 42:




Dieter Steinseifer spielte eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Pen&Paper-Rollenspiel-Szene im deutschsprachigen Raum.
<ref>[http://www.tally-ho.de/magira/Abenteuerrunde.htm Abenteuerrunde] auf tally-ho.de</ref> Anfang der 1970er-Jahre stieß er zur Fantasy-Vereinigung [[Follow]] um [[Hubert Straßl]] und [[Eduard Lukschandl]], die bereits seit einigen Jahren an der Welt [[Magira (Fantasywelt)|Magira]] arbeiteten.<ref>[https://www.sfgh.de/Rueckblick/1999/11/sfgh9911.pdf ]</ref>


So wurde er auch als „graue Eminenz in jedem deutschen phantastischen Fandom“ bezeichnet.<ref>Manfred Roth: [https://cuanscadan.de/midgardanekdoten/ Midgard-Anekdoten]</ref>
So wurde er auch als „graue Eminenz in jedem deutschen phantastischen Fandom“ bezeichnet.<ref>Manfred Roth: [https://cuanscadan.de/midgardanekdoten/ Midgard-Anekdoten]</ref>


Im Laufe der 2000er-Jahre zog Steinseifer zurück in seine bayerische Geburtsstadt nach Rosenheim, wo auch sein Bruder Bernd lebte.
 


https://peterssoftwareprojects.com/rollenspielerinnerungen/
https://peterssoftwareprojects.com/rollenspielerinnerungen/

Version vom 1. Dezember 2024, 15:59 Uhr

Dieter Steinseifer (r) mit Dieter Sachse (l) auf dem Jubicon im Sommer 2005

Dieter Steinseifer (* 15. Februar 1941 in Rosenheim ?; † 30. Dezember 2020 in Rosenheim; auch DiST genannt) war ein langjähriges Mitglied des deutschen Fantasy- und Science-Fiction-Fandoms. Er gehörte zudem zu den Pionieren der deutschsprachigen Pen&Paper-Rollenspiele.


Leben

Dieter Steinseifer stammte aus der Nähe von Rosenheim. Nach dem Besuch des Gymnasiums begann er ein Studium der Physik[1], wenngleich er später in einem Nachruf von Hermann Ritter als Ingenieur bezeichnet wurde.[2]


Seit Ende der 1950er-Jahre war er im SF-Fandom aktiv und trat am 01.10.1958 in den Science Fiction Club Deutschland ein. In dieser Zeit begann er auch für Fanzines zu schreiben und sich mit viel Hingabe für den Club zu engagieren. 1963 gründete er die SFCD-Gruppe „Kontakt“.[3] 1965 berichtete er im Andromeda SF Magazin über die Gründung einer SFCD-Gruppe Rosenheim.[4] 1968 gründete er dort einen eigenen Club, den Science-Fiction-Club Luna, der zeitweise auch ein eigenes Fanzine, die Luna Times, herausgab und dem unter anderem auch Franz Ettl angehörte.[1]


1968 wurde er als Nachfolger von Axel Melhardt stellvertrender Vorsitzender des SFCD, bis er 1975 von Jürgen Mercker abgelöst wurde.[5] In seiner Zeit als 2. Vorsitzender tat er viel, eine Auflösung oder ein Auseinanderbrechen des damals von zahlreichen Konflikten geprägten Clubs zu verhindern. Außerdem war er während dieser Zeit für einige Ausgaben Chefredakteur des SFCD-Clubmagazins Andromeda Nachrichten.

Publizistisch machte Steinseifer auch mit eigenen SF-Fanzines bzw. Egozines auf sich aufmerksam. Zu nennen sind hier Vorhut sowie insbesondere Flieger. Letzteres Magazin erschien seit mindestens Anfang der 1960er-Jahre bis in die späten 2000er-Jahre und brachte es auf 63 Ausgaben.[6]

Noch in den 1960er-Jahren begann Dieter Steinseifer ein wachsendes Interesse für Fantasy zu entwickeln. Er gehörte von Anfang an zum engen Kreis um die Fantasy-Vereinigung Follow und war dabei, als sie beim SFCD-Jahrestreffen 1966 in Wien von Hubert Straßl und Eduard Lukschandl gegründet wurde.[7] Dort wirkete er auch an der Ausgestaltung der Welt Magira mit.[8] Er nahm aktiv an der Simulation und dem Bespielen Magiras teil; in Erinnerung blieb er auch als „Clanoberhaupt des Drachenordens von Ranabar“, den er 1970 beim Heicon ´70 gründete und als „Waran Jand“ viele Jahre leitete. Als Fanzine des Drachenordens brachte er auch ein weiteres, eigenes Fanzine heraus: Den Drachenbrief

Ab den 1970ern bis Anfang der 2000er-Jahre lebte Dieter Steinseifer in der Nähe von Paderborn. http://www.fanzine-kurier.de/FK_120.html


Nachdem er viele Jahre parallel im Umkreis des SFCD und des Follow aktiv war, verschob sich sein Schwerpunkt gegen Ende der 1970er-Jahre zunehmend in Richtung Fantasy und Follow. Ab 1978 gehörte er auch zum Ersten Deutscher Fantasy Club.

1984 moderierte er den 1. Kongress der Phantasie in Passau. Den Kongress moderierte er zudem noch 1988, 1996 und 2004.


Dieter Steinseifer spielte eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Pen&Paper-Rollenspiel-Szene im deutschsprachigen Raum. [9]


Mitte der 2000er-Jahre zog Steinseifer zurück in seine bayerische Heimatstadt Rosenheim, wo auch sein Bruder Bernd lebte. 2015 erhielt er den Deutschen Fantasy Preis für „seine Pionierleistung bei der Popularisierung des Fantasy-Rollenspiels in Deutschland“.

In seinen letzten Lebensjahren litt Dieter Steinseifer an den zunehmenden Folgen einer Demenzerkrankung, die schließlich dazu führte, dass er sein Mitwirken im Fandom ganz einstellen musste. Um 2010 erschien die letzte Ausgabe seines Flieger-Zines, mutmaßlich 2011 folgten seine letzten Beiträge in anderen Fanzines. Er verstab am 30.12.2020 in Rosenheim.


https://www.erainn.de/am-anfang-war-follow/



http://www.concatenation.org/europe/SFCD_60.html [10]


So wurde er auch als „graue Eminenz in jedem deutschen phantastischen Fandom“ bezeichnet.[11]


https://peterssoftwareprojects.com/rollenspielerinnerungen/ https://sfcd.eu/wir-ueber-uns/sfcd-history.html https://trauer.ovb-online.de/traueranzeige/dieter-steinseifer http://enpunkt.blogspot.com/2021/01/ich-denke-dieter-steinseifer.html https://www.zauberspiegel-online.de/index.php/durchblick-hintergrnde-mainmenu-15/fanwelten-mainmenu-181/137-der-wrfel-rollt-armeen-ziehen https://www.coloniacon.de/cc23.pdf