Eduard Lukschandl
Eduard „Edi“ Lukschandl (* 1941 in Wien) ist ein österrischer Informatiker, Autor und Genreinteressierter im Bereich Science Fiction und Fantasy. Er ist Mitgründer der Fantasy-Vereinigung FOLLOW.
Leben und Aktivitäten
Eduard Lukschandl wurde 1941 in Wien geboren. Er entwickelte schon früh ein Interesse für die Phantastik und Science Fiction. Bereits während seiner Studentenzeit in Wien gehörte er der dortigen Gruppe des SFCD an.
Im August 1966 gehörte er auf dem SFCD-Jahrestreffen in Wien mit Hubert Straßl und Axel Melhardt zu den Gründern der Fantasy-Vereinigung FOLLOW.[1] Fortan fokussierte er sich vor allem auf FOLLOW und die dazugehörige Fantasywelt Magira. Mit Hubert Straßl entwickelte er das Brettspiel Armageddon, was seither zur Simulation der politischen Entwicklungen Magiras und Follows genutzt wird.
In den 1970er-Jahren gab Lukschandl zeitweise die Armageddon Nachrichten heraus, wurde aber recht schnell durch Franz Schröpf abgelöst.
Lukschandl studierte Mathematik, Physik, symbolische Logik und Spieltheorie an der Universität Wien, bevor er 1970 nach Schweden auswanderte. An der
Universität Göteborg absolvierte er anschließend ein Informatikstudium, bevor er eine Anstellung als Systemanalytiker bei Ericsson Hewlett Packard Telecom, ebenfalls in Göteborg, begann. Zudem forschte er an der
Technischen Hochschule Chalmers im Bereich Genetisches Programmieren.
2004 kehrte Lukschandl in seine Geburtsstadt Wien zurück, wo er seither wieder lebt. Seitdem ist er auch wieder auf Treffen der SF-Gruppe Wien anzutreffen, ebenso wie auf diversen Oldiecons. Ein persönliches Interessensgebiet seit seiner Rückkehr nach Österreich ist das Bedingungslose Grundeinkommen, zu dem er bis heute publiziert. Lukschandl trat zudem auch als Übersetzer einiger Werke von Robert E. Howard und H. P. Lovecraft auf.
2013 erhielt er den Deutschen Fantasy Preis für „seine Pionierleistung bei der Popularisierung des strategischen Fantasyspiels in Deutschland“.