Karl-Ernst Paech

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Karl-Ernst Paech (* 5. August 1922 in Hannover; † 16. April 2013) war ein deutscher Science-Fiction-Genreinteressierter. Von 1959 bis 1962 war Paech Zweiter Vorstand des Science Fiction Club Deutschland.

Leben

Paech wurde in Hannover geboren und wuchs in Nürnberg auf. Er war eigentlich Rechtsanwalt und arbeitete von 1950 bis zu seiner Pensionierung 1986 in der Rechtsabteilung der HypoVereinsbank.[1] Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte er jahrzehntelang im Münchner Vorort Lochham.

Paech interessierte sich ab den 1950er-Jahren für die Science Fiction. Er wurde schon früh Mitglied im Science Fiction Club Deutschland (SFCD) und gehörte damals zur Münchner Gruppe des SFCD um Waldemar Kumming und das Fanzine Munich Round Up. Von 1959 bis 1962 war er zweiter Vorsitzender des SFCD, bis er durch Franz Ettl abgelöst wurde. Er galt als großer Anhänger von Perry Rhodan und war auch gut mit Walter Ernsting bekannt, der ihn 1963 zum Ehrenmitglied des SFCD machte.[2]

Neben der Science Fiction hatte Paech ein äußerst vielfältiges Interessengebiet. In München war er Mitbegründer der Deutsch- Japanischen Gesellschaft, sprach Japanisch, war begeisterter Hobbypianist und hatte ein sehr starkes Interesse für das asiatische Brettspiel Go. Paech war zudem Anhänger der Plansprache Esperanto und in der Münchner Esperantistengruppe aktiv, über die er 1952 auch seine Frau Gerda kennenlernte.

Nach seiner Zeit im SFCD-Vorstand schien sich sein Interesse besonders stark auf das Go-Spiel zu verschieben. Er gründete 1965 den Bayerischen Go-Verein und wurde 1966 Vorsitzender des Deutschen Go-Bunds, den er bis 1982 leitete. Er galt als großer Go-Pioneer in Europa. Ganz von der SF löste er sich nie, so nahm er etwa 2005 am Oldiecon in Unterwössen teil.

Paech lebte zuletzt in einem Seniorenheim in München und verstarb 2013.

Quellen

  1. Karl Scheitler: Nachruf für Herrn Paech, Deutscher Go-Bund
  2. Ehrenmitglieder auf sfcd.eu