Axel Melhardt: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Alexander „Axel” Melhardt''' (* 14. Mai 1943 in {{WP|Wien Wien}}<ref>[[Hans Joachim Alpers]], [[Werner Fuchs]], [[Ronald M. Hahn]], [[Wolfgang Jeschke]]: ''Lexikon der Science Fiction Literatur'', Band 2. Heyne, München 1980, S. 1197, {{ISBN|3-453-010647}}.</ref>; † 6. Mai 2024 ebenda) war ein österreichischer Kulturgastronom, der im [[Science Fiction|Science-Fiction]]-Bereich als Autor, Herausgeber und Übersetzer tätig war. Breite Bekanntheit außerhalb der SF erlangte er als jahrzehntelanger Betreiber des weltberühmten Wiener Jazzlokals „Jazzland“.
'''Alexander "Axel" Melhardt''' (* 14. Mai 1943 in {{WP|Wien Wien}}<ref>[[Hans Joachim Alpers]], [[Werner Fuchs]], [[Ronald M. Hahn]], [[Wolfgang Jeschke]]: ''Lexikon der Science Fiction Literatur'', Band 2. Heyne, München 1980, S. 1197, {{ISBN|3-453-010647}}.</ref>; † 6. Mai 2024 ebenda) war ein österreichischer Autor, Herausgeber und Übersetzer. Breite Bekanntheit außerhalb der Science-Fiction erlangte er zudem als jahrzehntelanger Beitreiber des weltberühmten Wiener Jazzlokales „Jazzland“.


== Leben ==
== Leben ==
Melhardts Eltern waren beide Schauspieler; der Vater Edgar stammte aus Prag, die Mutter Ilse (geb. Glatz) war in den 20er und 30er-Jahren in Deutschland tätig.<ref>[https://www.jazzland.co.at/wp-content/uploads/2024/06/202407-08.pdf Nachruf auf jazzland.co.at]</ref>


Melhardts Eltern waren beide Schauspieler; der Vater Edgar stammte aus Prag, die Mutter Ilse (geb. Glatz) war in den 20er und 30er-Jahren in Deutschland tätig.<ref>[https://www.jazzland.co.at/wp-content/uploads/2024/06/202407-08.pdf Nachruf auf jazzland.co.at]</ref>
Melhardt kam schon früh zur [[Science Fiction]]. Bereits 1960 gründete er noch als Schüler das Fanzine [[Pioneer]]. Dieses entwickelte sich während seines Bestehens zu den einflussreichsten deutschsprachigen SF-Fanzines.


Mehlhardt kam schon früh zur [[Science Fiction]], bereits 1960 gründete er als Schüler das Fanzine [[Pioneer]]. Dieses entwickelte sich während seines Bestehens zu den einflussreichsten deutschsprachigen SF-Fanzines.
Nach seiner Matura studierte Melhardt ein breites Spektrum an Fächern, darunter Astronomie, Mathematik, Physik, Publizistik, Anglistik, Germanistik und Ethnologie.<ref>[https://hyperwriting.de/2024/07/05/jazz-oder-science-fiction-in-memoriam-axel-melhardt-1943-2024/ Jazz oder Science-Fiction? In memoriam Axel Melhardt (1943-2024)]</ref> Das Studium brach er jedoch ab. Melhardt war damals sowohl als Verfasser wie auch als Übersetzer von Science-Fiction-Literatur tätig; parallel dazu engagierte er sich im Jazzring Austria und begann Jazzveranstaltungen zu organisieren. 1972 stand er vor einer Richtungsentscheidung zwischen Jazz und Science Fiction: Ihm wurde die Leitung der Science-Fiction–Reihe im Heyne-Verlag angeboten; parallel dazu bot sich die Möglichkeit ein Lokal in der Wiener Innenstadt zu übernehmen, in dem der Jazzring bis dahin erfolgreiche Veranstaltungen abgehalten hatte. Melhardt entschied sich für letzteres und damit für den Jazz. Das Lokal wurde unter seiner Leitung in „Jazzland“ umbenannt und gelangte zu weltweiter Bedeutung in der Jazz-Szene.
Nach seiner Matura studierte Melhardt ein breites Spektrum an Fächern, darunter Astronomie, Mathematik, Physik, Publizistik, Anglistik, Germanistik und Ethnologie.<ref>[https://hyperwriting.de/2024/07/05/jazz-oder-science-fiction-in-memoriam-axel-melhardt-1943-2024/ Jazz oder Science-Fiction? In memoriam Axel Melhardt (1943-2024)]</ref> Das Studium brach er jedoch ab. Melhardt war damals sowohl als Verfasser wie auch als Übersetzer von Science-Fiction-Literatur tätig; parallel dazu engagierte er sich im Jazzring Austria und begann Jazzveranstaltungen zu organisieren. 1972 stand er vor einer Richtungsentscheidung zwischen Jazz und Science Fiction: Ihm wurde die Leitung der Science-Fiction–Reihe im Heyne-Verlag angeboten; parallel dazu bot sich die Möglichkeit ein Lokal in der Wiener Innenstadt zu übernehmen, in dem der Jazzring bis dahin erfolgreiche Veranstaltungen abgehalten hatte. Melhardt entschied sich für letzteres und damit für den Jazz. Das Lokal wurde unter seiner Leitung in „Jazzland“ umbenannt und gelangte zu weltweiter Bedeutung in der Jazz-Szene.



Aktuelle Version vom 21. März 2026, 01:52 Uhr

Alexander „Axel” Melhardt (* 14. Mai 1943 in Wien[1]; † 6. Mai 2024 ebenda) war ein österreichischer Kulturgastronom, der im Science-Fiction-Bereich als Autor, Herausgeber und Übersetzer tätig war. Breite Bekanntheit außerhalb der SF erlangte er als jahrzehntelanger Betreiber des weltberühmten Wiener Jazzlokals „Jazzland“.

Leben

Melhardts Eltern waren beide Schauspieler; der Vater Edgar stammte aus Prag, die Mutter Ilse (geb. Glatz) war in den 20er und 30er-Jahren in Deutschland tätig.[2]

Melhardt kam schon früh zur Science Fiction. Bereits 1960 gründete er noch als Schüler das Fanzine Pioneer. Dieses entwickelte sich während seines Bestehens zu den einflussreichsten deutschsprachigen SF-Fanzines.

Nach seiner Matura studierte Melhardt ein breites Spektrum an Fächern, darunter Astronomie, Mathematik, Physik, Publizistik, Anglistik, Germanistik und Ethnologie.[3] Das Studium brach er jedoch ab. Melhardt war damals sowohl als Verfasser wie auch als Übersetzer von Science-Fiction-Literatur tätig; parallel dazu engagierte er sich im Jazzring Austria und begann Jazzveranstaltungen zu organisieren. 1972 stand er vor einer Richtungsentscheidung zwischen Jazz und Science Fiction: Ihm wurde die Leitung der Science-Fiction–Reihe im Heyne-Verlag angeboten; parallel dazu bot sich die Möglichkeit ein Lokal in der Wiener Innenstadt zu übernehmen, in dem der Jazzring bis dahin erfolgreiche Veranstaltungen abgehalten hatte. Melhardt entschied sich für letzteres und damit für den Jazz. Das Lokal wurde unter seiner Leitung in „Jazzland“ umbenannt und gelangte zu weltweiter Bedeutung in der Jazz-Szene.

1966 gehörte Mehlhardt mit Hubert Straßl und Eduard Lukschandl zu den Gründern der bis heute bestehenden Fantasy-Vereinigung FOLLOW, welcher seitdem die Welt Magira ausarbeitet und simuliert. Als König Möllbarth rief er den Einhornclan von Clanthon auf Magira ins Leben. Im Laufe der 1970er-Jahre zog er sich weitgehend aus Magira zurück und der Einhornclan schlief ein, bevor er 1986 durch Hermann Ritter wiederbelebt wurde.

2024 starb Melhardt nach längerer Krankheit kurz vor seinem 81. Geburtstag.

Weblinks

Einzelnachweise