Benutzer:Maturion/Munich Round Up: Unterschied zwischen den Versionen

Aus German Science Fiction Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 1: Zeile 1:
Die '''Munich Round Up''' (kurz '''MRU''') war ein von 1958 bis 2014 erscheinendes [[Science Fiction|Science-Fiction]]-Fanzine mit leicht satirisch-humorvollem Einschlag. Ursprünglich ein Magazin der [[Science Fiction Club Deutschland|SFCD]]-Gruppe München, erreichte es im deutschen SF-Fandom zeitweise überregionale Bedeutung. Zuletzt war die MRU vor allem als Projekt der beiden langjährigen Herausgeber [[Waldemar Kumming]] und [[Gary Klüpfel]] bekannt.
[[Bild:MRU133_Titel.png|thumb|Titelblatt der MRU #133, Juni/Juli 1974]]
Die '''Munich Round Up''' (kurz '''MRU''') war ein von 1958 bis 2014 erscheinendes [[Science Fiction|Science-Fiction]]-[[Fanzine]] mit leicht satirisch-humorvollem Einschlag. Es gehörte zu den langlebigsten deutschen SF-Fanzines überhaupt.
 
Ursprünglich ein Magazin der [[Science Fiction Club Deutschland|SFCD]]-Gruppe München, erreichte es im deutschen SF-Fandom zeitweise überregionale Bedeutung, bevor seine Bedeutung ab den 1980er-Jahren wieder schrumpfte. Zuletzt war die MRU vor allem als Projekt der beiden langjährigen Herausgeber [[Waldemar Kumming]] und [[Gary Klüpfel]] bekannt.


== Geschichte ==
== Geschichte ==
Die ursprünglichen Herausgeber der ''Munich Round Up'' waren [[Heinz Fries]] und [[Gottlieb Mährlein]] (1924-1994). Die MRU war gedacht als lokales Fanzine der Münchner Science-Fiction-Fans bzw. SFCD-Mitglieder und hatte von Anfang an einen etwas satirischen Ton. Die erste Ausgabe des Hefts hatte noch keinen Namen, ab Ausgabe zwei einigte man sich dann auf Munich Round Up.<ref>[[Waldemar Kumming]]: ''Abschied von Walter Ernsting/Clark Darlton''; in Munich Round Up [https://fanac.org/fanzines/Munich_Round_Up/Munich_Round_Up174.pdf #174], S. 13</ref>
Die ursprünglichen Herausgeber der ''Munich Round Up'' waren [[Heinz Fries]] und [[Gottlieb Mährlein]] (1924-1994). Die MRU war gedacht als lokales Fanzine der Münchner Science-Fiction-Fans bzw. SFCD-Mitglieder und hatte von Anfang an einen etwas satirischen Ton. Die erste Ausgabe des Hefts hatte noch keinen Namen, ab Ausgabe zwei einigte man sich dann auf Munich Round Up.<ref>[[Waldemar Kumming]]: ''Abschied von Walter Ernsting/Clark Darlton''; in Munich Round Up [https://fanac.org/fanzines/Munich_Round_Up/Munich_Round_Up174.pdf #174], S. 13</ref>


Ab Ausgabe 5 kamen als Herausgeber neben den Gründern noch [[Waldemar Kumming]] und [[Walter Reinecke]] hinzu, während Heinz Fries ausschied. Ab Ausgabe 7 wurde ''Waldemar Kumming'' an erster Stelle der Herausgeber angeführt und blieb dies auch bis zur Einstellung des Hefts fast 60 Jahre später. Ab Ausgabe 13 schied mit Gotlieb Mährlein der letzte der beiden Gründer als Herausgeber aus. Stattdessen rückte [[Jürgen vom Scheidt]] nach.
Ab Ausgabe 5 kamen als Herausgeber neben den Gründern noch [[Waldemar Kumming]] und [[Walter Reinecke]] hinzu, während Heinz Fries ausschied. Ab Ausgabe 7 wurde ''Waldemar Kumming'' an erster Stelle der Herausgeber angeführt und blieb dies auch bis zur Einstellung des Hefts fast 60 Jahre später. Ab Ausgabe 13 schied mit Gotlieb Mährlein der letzte der beiden Gründer als Herausgeber aus. Stattdessen rückten [[Jürgen vom Scheidt]] und [[Walter Reinecke]] nach.


Ab Ausgabe xxx kamen [[Walter Reinecke]] sowie ab xxxx [[Gary Klüpfel]] als Herausgeber hinzu. Das Trio Kumming, Reinecke und Klüpfel sollten die MRU entscheidend prägen. Die MRU hatte ihre Blütezeit von der zweiten Hälfte der 1960er-Jahre bis Ende der 1970er-Jahre und erschien in dieser Zeit etwa alle zwei Monate. In dieser Zeit wuchs ihr Einfluss im Fandom weit über München und Bayern hinaus.
Ab Ausgabe xxx kamen sowie ab xxxx [[Gary Klüpfel]] als Herausgeber hinzu. Das Trio Kumming, Reinecke und Klüpfel sollten die MRU entscheidend prägen. Die MRU hatte ihre Blütezeit von der zweiten Hälfte der 1960er-Jahre bis Ende der 1970er-Jahre und erschien in dieser Zeit etwa alle zwei Monate. In dieser Zeit wuchs ihr Einfluss im Fandom weit über München und Bayern hinaus.


Neben den Herausgebern schrieben über die Jahre zahlreiche hochkarätige Namen des Fandoms für die MRU, darunter etwa [[Jesco von Puttkamer]], [[Charlotte Winheller|Charlotte Franke]], [[Herbert W. Franke]], [[Heinz J. Galle|Heinz Galle]], [[Bernt Kling]], [[Walter Ernsting]] (häufig als ''Stirnagel''), [[Gerd Maximovič]], [[Gert Zech]], [[Adi Fritsch]], [[Winfried Petri]], [[Thomas Recktenwald]], [[Bob Shaw]], [[W. W. Shols]], [[Uschi Zietsch]], [[Roland Rosenbauer]] und viele andere.
Neben den Herausgebern schrieben über die Jahre zahlreiche hochkarätige Namen des Fandoms für die MRU, darunter etwa [[Jesco von Puttkamer]], [[Charlotte Winheller|Charlotte Franke]], [[Herbert W. Franke]], [[Heinz J. Galle|Heinz Galle]], [[Bernt Kling]], [[Walter Ernsting]] (häufig als ''Stirnagel''), [[Gerd Maximovič]], [[Gert Zech]], [[Adi Fritsch]], [[Winfried Petri]], [[Thomas Recktenwald]], [[Bob Shaw]], [[W. W. Shols]], [[Uschi Zietsch]], [[Roland Rosenbauer]] und viele andere. Seit Ende der 1950er-Jahre bis zur Einstellung des Hefts steuerte außerdem [[Wolfie Baum|Wolfgang „Wolfie“ Baum]] Illustrationen zum Heft bei.


1981 verstarb Co-Herausgeber Walter Reinecke (1919-1981).<ref>[https://file770.com/hands-across-the-water/ Hands Across the Water]</ref> Dies war ein schwerer Schlag für die MRU, deren Erscheinen nun deutlich seltener wurde. Kurzfristig rückte [[Norbert Hefner]] in den Herausgeberkreis nach. Neue Ausgaben erschienen nach Reineckes Tod nun jährlich.
1981 verstarb Co-Herausgeber Walter Reinecke (1919-1981).<ref>[https://file770.com/hands-across-the-water/ Hands Across the Water]</ref> Dies war ein schwerer Schlag für die MRU, deren Erscheinen nun deutlich seltener wurde. Kurzfristig rückte der damalige SFCD-Vorsitzende [[Norbert Hefner]] in den Herausgeberkreis nach. Seine Mitarbeit endete jedoch schon 1982 wieder, zeitgleich mit seinem Rücktritt als SFCD-Vorstand. Neue Ausgaben erschienen seit Reineckes Tod nur noch jährlich. Herausgeber seit 1982 waren


Ein weiteres  
Ein weiteres  

Version vom 16. Februar 2025, 16:39 Uhr

Titelblatt der MRU #133, Juni/Juli 1974

Die Munich Round Up (kurz MRU) war ein von 1958 bis 2014 erscheinendes Science-Fiction-Fanzine mit leicht satirisch-humorvollem Einschlag. Es gehörte zu den langlebigsten deutschen SF-Fanzines überhaupt.

Ursprünglich ein Magazin der SFCD-Gruppe München, erreichte es im deutschen SF-Fandom zeitweise überregionale Bedeutung, bevor seine Bedeutung ab den 1980er-Jahren wieder schrumpfte. Zuletzt war die MRU vor allem als Projekt der beiden langjährigen Herausgeber Waldemar Kumming und Gary Klüpfel bekannt.

Geschichte

Die ursprünglichen Herausgeber der Munich Round Up waren Heinz Fries und Gottlieb Mährlein (1924-1994). Die MRU war gedacht als lokales Fanzine der Münchner Science-Fiction-Fans bzw. SFCD-Mitglieder und hatte von Anfang an einen etwas satirischen Ton. Die erste Ausgabe des Hefts hatte noch keinen Namen, ab Ausgabe zwei einigte man sich dann auf Munich Round Up.[1]

Ab Ausgabe 5 kamen als Herausgeber neben den Gründern noch Waldemar Kumming und Walter Reinecke hinzu, während Heinz Fries ausschied. Ab Ausgabe 7 wurde Waldemar Kumming an erster Stelle der Herausgeber angeführt und blieb dies auch bis zur Einstellung des Hefts fast 60 Jahre später. Ab Ausgabe 13 schied mit Gotlieb Mährlein der letzte der beiden Gründer als Herausgeber aus. Stattdessen rückten Jürgen vom Scheidt und Walter Reinecke nach.

Ab Ausgabe xxx kamen sowie ab xxxx Gary Klüpfel als Herausgeber hinzu. Das Trio Kumming, Reinecke und Klüpfel sollten die MRU entscheidend prägen. Die MRU hatte ihre Blütezeit von der zweiten Hälfte der 1960er-Jahre bis Ende der 1970er-Jahre und erschien in dieser Zeit etwa alle zwei Monate. In dieser Zeit wuchs ihr Einfluss im Fandom weit über München und Bayern hinaus.

Neben den Herausgebern schrieben über die Jahre zahlreiche hochkarätige Namen des Fandoms für die MRU, darunter etwa Jesco von Puttkamer, Charlotte Franke, Herbert W. Franke, Heinz Galle, Bernt Kling, Walter Ernsting (häufig als Stirnagel), Gerd Maximovič, Gert Zech, Adi Fritsch, Winfried Petri, Thomas Recktenwald, Bob Shaw, W. W. Shols, Uschi Zietsch, Roland Rosenbauer und viele andere. Seit Ende der 1950er-Jahre bis zur Einstellung des Hefts steuerte außerdem Wolfgang „Wolfie“ Baum Illustrationen zum Heft bei.

1981 verstarb Co-Herausgeber Walter Reinecke (1919-1981).[2] Dies war ein schwerer Schlag für die MRU, deren Erscheinen nun deutlich seltener wurde. Kurzfristig rückte der damalige SFCD-Vorsitzende Norbert Hefner in den Herausgeberkreis nach. Seine Mitarbeit endete jedoch schon 1982 wieder, zeitgleich mit seinem Rücktritt als SFCD-Vorstand. Neue Ausgaben erschienen seit Reineckes Tod nur noch jährlich. Herausgeber seit 1982 waren

Ein weiteres

Zur Ausgabe 179, vom Juli 2014, trat Langzeitherausgeber Waldemar Kumming aus Altersgründen endgültig zurück, womit auch die Erscheinung der MRU endete. Ursprünglich war geplant, dass Thomas Recktenwald, der in den letzten Ausgaben auch Artikel beigesteuert hatte, das Fanzine fortführen sollte[3], dazu kam es jedoch nicht.


https://fancyclopedia.org/Munich_Round_Up

  1. Waldemar Kumming: Abschied von Walter Ernsting/Clark Darlton; in Munich Round Up #174, S. 13
  2. Hands Across the Water
  3. Klaus N. Frick: Munich Round Up 179 auf enpunkt.blogspot.com