Benutzer:Maturion/Munich Round Up

Die Munich Round Up (kurz MRU) war ein von 1958 bis 2014 erscheinendes Science-Fiction-Fanzine mit leicht satirisch-humorvollem Einschlag. Es gehörte zu den langlebigsten deutschen SF-Fanzines überhaupt.
Ursprünglich ein Magazin der SFCD-Gruppe München, erreichte es im deutschen SF-Fandom zeitweise überregionale Bedeutung, bevor seine Bedeutung ab den 1980er-Jahren wieder schrumpfte. Zuletzt war die MRU vor allem als Projekt der beiden langjährigen Herausgeber Waldemar Kumming und Gary Klüpfel bekannt.
Geschichte
Die ursprünglichen Herausgeber der Munich Round Up waren Heinz Fries und Gottlieb Mährlein (1924-1994). Die MRU war gedacht als lokales Fanzine der Münchner Science-Fiction-Fans bzw. SFCD-Mitglieder und hatte von Anfang an einen etwas satirischen Ton. Die erste Ausgabe des Hefts hatte noch keinen Namen, ab Ausgabe zwei einigte man sich dann auf Munich Round Up.[1]
Ab Ausgabe 5 kamen als Herausgeber neben den Gründern noch Waldemar Kumming und Walter Reinecke hinzu, während Heinz Fries ausschied. Ab Ausgabe 7 wurde Waldemar Kumming an erster Stelle der Herausgeber angeführt und blieb dies auch bis zur Einstellung des Hefts fast 60 Jahre später. Ab Ausgabe 13 schied mit Gotlieb Mährlein der letzte der beiden Gründer als Herausgeber aus. Stattdessen rückten Jürgen vom Scheidt und Walter Reinecke nach.
Ab Ausgabe xxx kamen sowie ab xxxx Gary Klüpfel als Herausgeber hinzu. Das Trio Kumming, Reinecke und Klüpfel sollten die MRU entscheidend prägen. Die MRU hatte ihre Blütezeit von der zweiten Hälfte der 1960er-Jahre bis Ende der 1970er-Jahre und erschien in dieser Zeit etwa alle zwei Monate. In dieser Zeit wuchs ihr Einfluss im Fandom weit über München und Bayern hinaus.
Neben den Herausgebern schrieben über die Jahre zahlreiche hochkarätige Namen des Fandoms für die MRU, darunter etwa Jesco von Puttkamer, Charlotte Franke, Herbert W. Franke, Heinz Galle, Bernt Kling, Walter Ernsting (häufig als Stirnagel), Gerd Maximovič, Gert Zech, Adi Fritsch, Winfried Petri, Thomas Recktenwald, Bob Shaw, W. W. Shols, Uschi Zietsch, Roland Rosenbauer und viele andere. Seit Ende der 1950er-Jahre bis zur Einstellung des Hefts steuerte außerdem Wolfgang „Wolfie“ Baum Illustrationen zum Heft bei.
1981 verstarb Co-Herausgeber Walter Reinecke (1919-1981).[2] Dies war ein schwerer Schlag für die MRU, deren Erscheinen nun deutlich seltener wurde. Kurzfristig rückte der damalige SFCD-Vorsitzende Norbert Hefner in den Herausgeberkreis nach. Seine Mitarbeit endete jedoch schon 1982 wieder, zeitgleich mit seinem Rücktritt als SFCD-Vorstand. Neue Ausgaben erschienen seit Reineckes Tod nur noch jährlich. Herausgeber seit 1982 waren
Ein weiteres
Zur Ausgabe 179, vom Juli 2014, trat Langzeitherausgeber Waldemar Kumming aus Altersgründen endgültig zurück, womit auch die Erscheinung der MRU endete. Ursprünglich war geplant, dass Thomas Recktenwald, der in den letzten Ausgaben auch Artikel beigesteuert hatte, das Fanzine fortführen sollte[3], dazu kam es jedoch nicht.
https://fancyclopedia.org/Munich_Round_Up
- ↑ Waldemar Kumming: Abschied von Walter Ernsting/Clark Darlton; in Munich Round Up #174, S. 13
- ↑ Hands Across the Water
- ↑ Klaus N. Frick: Munich Round Up 179 auf enpunkt.blogspot.com