Science Fiction Club Deutschland: Unterschied zwischen den Versionen

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== Entwicklung ==
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Der SFCD wurde am 4. August 1955 von den Science-Fiction-Autoren [[Walter Ernsting]] (alias [[Clark Darlton]]) und [[Raymond Z. Gallun]], dem Verlagsredakteur [[Walter Spiegl]] und von [[Julian Parr]] in Frankfurt am Main gegründet. Vereinssitz ist [[Hannover]]. Auf der Webseite des SFCD werden als Gründungsmitglieder außerdem noch [[Trude Ernsting]], die damalige Ehefrau von Walter Ernsting, [[Hugo Gernsback]] sowie der weltweit als „Science-Fiction-Fan Nr. 1“ bekannte Amerikaner [[Forrest J Ackerman]] genannt.<ref>[https://sfcd.eu/wir-ueber-uns/sfcd-history.html Wir über uns - SFCD-History auf sfcd.eu]</ref>
Der SFCD wurde am 4. August 1955 von den Science-Fiction-Autoren [[Walter Ernsting]] (alias [[Clark Darlton]]) und [[Raymond Z. Gallun]], dem Verlagsredakteur [[Walter Spiegl]] und von [[Julian Parr]] in Frankfurt am Main gegründet. Vereinssitz ist [[Hannover]]. Auf der Webseite des SFCD werden als Gründungsmitglieder außerdem noch [[Trude Ernsting]], die damalige Ehefrau von Walter Ernsting, [[Hugo Gernsback]] sowie der weltweit als „Science-Fiction-Fan Nr. 1“ bekannte Amerikaner [[Forrest J Ackerman]] genannt.<ref>[https://sfcd.eu/wir-ueber-uns/sfcd-history.html Wir über uns - SFCD-History auf sfcd.eu]</ref>


Während sich die Aktivität von deutschen Science-Fiction-[[Fan]]s in der Anfangszeit fast ausschließlich im SFCD abspielte, begreift sich der Verein heute als [[Dachverband]] mit traditionell guten Kontakten ins Ausland sowie zu zahlreichen eigenständigen Gruppen und Initiativen auf lokaler und regionaler Ebene.
Während sich die Aktivität von deutschen Science-Fiction-[[Fan]]s in der Anfangszeit fast ausschließlich im SFCD abspielte, begreift sich der Verein heute als [[Dachverband]] mit traditionell guten Kontakten ins Ausland sowie zu zahlreichen eigenständigen Gruppen und Initiativen auf lokaler und regionaler Ebene.

Version vom 9. Juli 2025, 15:45 Uhr

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Logo des SFCD

Der Science Fiction Club Deutschland (SFCD) ist eine 1955 gegründete bundesweite Vereinigung von Freunden der Science Fiction in Literatur, Film und elektronischen Medien. Er besteht in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins (e. V.). Der SFCD war bis zum 18. November 1965 unter der Vereinsregister-Nr. 1498 beim Amtsgericht Hannover eingetragen[1]. Ab dem 19. November 1965 wird er dort unter der Vereinsregister-Nr. 2791 geführt.

Zweck des Vereins

Der SFCD bezweckt die kritische Auseinandersetzung mit der Science-Fiction sowie Phantastik in Literatur und Medien. Ziel ist auch die Förderung der Wissenschaften, die die Grundlage der Science-Fiction bilden, sowie die Förderung friedlicher, humaner und toleranter Gesinnung. Der SFCD pflegt außerdem Kontakte zu ausländischen Vereinen, die gleiche Ziele verfolgen.

Entwicklung

Der SFCD wurde am 4. August 1955 von den Science-Fiction-Autoren Walter Ernsting (alias Clark Darlton) und Raymond Z. Gallun, dem Verlagsredakteur Walter Spiegl und von Julian Parr in Frankfurt am Main gegründet. Vereinssitz ist Hannover. Auf der Webseite des SFCD werden als Gründungsmitglieder außerdem noch Trude Ernsting, die damalige Ehefrau von Walter Ernsting, Hugo Gernsback sowie der weltweit als „Science-Fiction-Fan Nr. 1“ bekannte Amerikaner Forrest J Ackerman genannt.[2]

Während sich die Aktivität von deutschen Science-Fiction-Fans in der Anfangszeit fast ausschließlich im SFCD abspielte, begreift sich der Verein heute als Dachverband mit traditionell guten Kontakten ins Ausland sowie zu zahlreichen eigenständigen Gruppen und Initiativen auf lokaler und regionaler Ebene.

Heute hat der SFCD im ganzen Bundesgebiet über 450 Mitglieder (Stand September 2004). Hinzu kommen einige Mitglieder in den USA, den Niederlanden, Großbritannien, Schweden, Kanada und Australien. Damit ist der SFCD in Deutschland der älteste und größte unabhängige Verein dieser Art.

Aktivitäten

Publikationen

Die Haupttätigkeit ist die Herausgabe von Publikationen. Die Vereinszeitschrift Andromeda Nachrichten erscheinen vierteljährlich. Daneben erscheint unregelmäßig noch das Andromeda Science Fiction Magazin mit Beiträgen zu literarischen Themenschwerpunkten.

Preise

Der SFCD vergibt jährlich den Deutschen Science-Fiction-Preis für den besten Roman und die beste Kurzgeschichte des Genres, die im Vorjahr original in deutscher Sprache veröffentlicht worden ist. Die Auszeichnung ist für jede Sparte mit 1000 Euro dotiert.

Seit 2003 wird der Curt-Siodmak-Preis für Film- und Fernsehproduktionen vergeben.

Alle Preisträger werden auf den jährlich an wechselnden Orten stattfindenden SFCD-Kongressen bekannt gegeben.

In den Anfangszeiten des SFCD Ende der 1950er Jahre wurden eine Reihe von Leihbüchern und Heftromane der Reihe Utopia Zukunftsroman mit dem Clubsiegel des Science Fiction Club Deutschland prämiert.

Heicon ´70

1970 richteten Mitglieder des SFCD in Heidelberg die 28. World Science Fiction Convention (informell als Heicon ´70 oder auch nur als Heicon bezeichnet) aus; der einzige Worldcon, der bisher in Deutschland stattfand und an dem rund 620 Gäste aus mindestens 15 Ländern teilnahmen. Hier traten Differenzen zwischen politisch eher rechts und eher links stehenden Mitgliedern auf der gleichzeitigen Mitgliederversammlung des SFCD auf.[3]

Weitere Aktivitäten

Weitere Aktivitäten sind die Unterstützung von Aktivitäten seiner Mitglieder, die sich oft in lokalen und regionalen Fan-Gruppen und Zweckgemeinschaften engagieren, sowie die Herstellung von nützlichen Kontakten im In- und Ausland. Eine Besonderheit stellt die SFCD-Phonothek dar, eine Art „akustisches Gedächtnis“, in dem langjährige Mitglieder Aufnahmen zahlreicher deutscher Science-Fiction-Hörspiele sowie Tonband-Protokolle von Science-Fiction-Kongressen und Veranstaltungen im In- und Ausland gesammelt haben.

Vorstand

Zeitraum Name
1955 - 1962 Walter Ernsting
1962 - 1968 Waldemar Kumming
1968 - 1969 Gert Zech
1969 - 1971 Heinz-Jürgen Ehrig
1972 - 1973 Axel Melhardt
1973 - 1974 Michael Fitz
1974 - 1976 Manfred Müller
1976 - 1982 Jürgen Mercker
1982 Norbert Hefner
1983 - 1984 Lutz Reimers
1985 - 1988 Hans-Jürgen Mader
1988 - 1998 Thomas Recktenwald
1998 - 2009 Birgit Fischer
2009 - 2014 Stefan Manske
2014 - 2023 Thomas Recktenwald
2023 - Claudia Rapp

Prominente Mitglieder

Publikationen

Aktuell erscheinend

Eingestellte Publikationen

Literatur

  • Rainer Eisfeld: Die Zukunft in der Tasche. Science Fiction und SF-Fandom in der Bundesrepublik – Die Pionierjahre 1955-1960, 2. Aufl. Lüneburg (Dieter von Reeken Verlag) 2008. ISBN 978-3-940679-11-6
  • Heinz J. Galle: Wie die Science Fiction Deutschland eroberte. Erinnerungen an die miterlebte Vergangenheit der Zukunft, Lüneburg (Dieter von Reeken Verlag) 2008. ISBN 978-3-940679-20-8
  • Ronald M. Hahn: Wissenschaft & Technik = Zukunft. Geschichte und Ideologie der SF-Hefte. In: Eike Barmeyer (Hrsg.): Science Fiction. Theorie und Geschichte. Wilhelm Fink Verlag, München 1972, S. 219–243.

Weblinks

Einzelnachweise